Sonntag, 20. November 2011

Feuer - Karen Rose

Dieses Rezensionsexemplar wurde mir zur Verfügung gestellt von Droemer-Knaur.






Zum Inhalt laut Klappentext:

Aus Leichtsinn verursachen vier College-Studenten einen Großbrand in einem Apartmentkomplex, bei dem ein junges Mädchen qualvoll verbrennt. Was sie nicht wissen: Sie werden beobachtet. Wenig später erhalten sie ein Video und die unmissverständliche Anweisung, ein Warenhaus in Brand zu stecken. Sie haben keine Wahl und setzen ein Flammeninferno in Gang, das Feuerwehrmann Hunter und seine smarte Kollegin, Detective Olivia Sutherland, tagelang in Atem hält. Dann stirbt der erste der Freunde – bei einem Autounfall, angeblich. Als wenig später der nächste ums Leben kommt, entsteht Panik. Was für ein grausames Spiel spielt dieser Erpresser? Er muss zum Schweigen gebracht werden – für immer… 

"Feuer" von Karen Rose ist als Fortsetzung von "Todesstoß" wieder ein sehr gelungener Thriller, den man nach einem etwas zähen Anfang atemlos in einem Zug weglesen kann. Wir treffen auf die alten Bekannten David Hunter und Olivia Sutherland, wobei der Fokus dieses Mal auf David liegt. Insgeheim hat sich doch jede schmachtende Leserin schon gewünscht, dass David endlich seinen eigenen Roman bekommt. Nun ist es also soweit.
Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass zwischen Olivia und David das altbekannte Liebes-Hin-und-Her wieder eine Rolle spielt. Für mich als Thriller- und Horrorfan eigentlich völlig nebensächlich. Ich frage mich oft, warum ein guter Roman nicht ein einziges Mal ohne diesen Liebeskäse auskommen kann, aber okay - da "Feuer" letztlich sehr unterhaltsam und spannend war, sehe ich auch dieses Mal gerne darüber hinweg.
Anfangs zieht sich die Handlung durch Ermittlungsarbeiten ein wenig zögerlich in die Länge, so daß die Spannung noch etwas auf sich warten lässt. Hält man durch, wird man im weiteren Verlauf mit Spannung und Rafinesse belohnt.
Es macht wirklich Spaß, sich die ganze Zeit zu fragen, wie die einzelnen Puzzleteile nun zusammen gehören. Die Story ist sehr raffiniert gestrickt und spart nicht mit "Aha-Effekten".
Ich fand die Brandserie mit all ihren Hintergründen sehr gekonnt ausgetüftelt. Die Überraschung, die ich in einem guten Thriller erwarte, wurde mir geboten, und mein leidenschaftliches Hobbyprofiler-Herz wurde gut bedient.
Kritikpunkte wären dann letztlich der etwas zähe Anfang und die absolut nichts zur Sache tuende Liebeskasperei zwischen den Ermittlern.
Für die Zukunft wünsche ich mir gute Thriller ohne Herzschmerz. Ich bin gespannt, wann das mal endlich geschieht. Solange, liebe Krimi-und Thrillerautoren, findet Ihr mich weiterhin inmitten von actiongeladenen Horrorschmökern.

Insgesamt aber trotzdem ein gelungenes Buch. 
Ein Taschenbuch des Knaur Verlags mit 624 Seiten
ISBN: 978-3426503010
9,99 Euro

Buchtrailer via Youtube: 




 

Freitag, 4. November 2011

Die Kinder der sechsten Dämmerung - Celia Rees

Dieses Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom BÜCHERECK NIENDORF.


Inhalt:

Die Kinder der sechsten Dämmerung ist der Name einer gigantischen Sekte, deren Mitglieder weltweit vertreten sind. Die junge Zillah, Protagonistin des Romanes, wurde im Alter von 7 Jahren in diese Sekte entführt, um dort, wie alle anderen Kinder auch, willenlos gemacht zu werden. Der Advokat, Anführer der Sekte hofft durch einen Massenselbstmord aller Kinder zur selben Zeit, den einst verstorbenen Großmeister der Sekte zurück ins Leben zu rufen. Die Tragödie gelingt ihm, aber Zillah durchschaut zuvor seine skupellosen Pläne und schafft es, zu entkommen.
Zillah flieht und trifft auf den jungen Adam, der dazu bestimmt ist, die Welt zu retten. Doch dazu braucht er Zillah's Hilfe...
Die Inhaltsangabe hätte eigentlich noch wesentlich breiter ausfallen müssen, aber das würde den Rahmen sprengen. Gleichzeitig wäre an dieser Stelle bereits ein Kritikpunkt fällig.
Parallel laufende Handlungsstränge, ständige wechselnde Schauplätze und obendrein noch haufenweise geheimnisvoller Prophezeihungen machen meine Verwirrung komplett. Es fiel mir wahnsinnig schwer, mich auf das Buch zu konzentrieren. Legte ich es für einen Tag zur Seite, musste ich erst wieder "rein kommen". Das fand ich persönlich sehr anstrengend.
Ferner sind bis zum Schluss noch Fragen offen geblieben, deren Antworten sich mir einfach nicht entschlüsseln wollten.
Ich weiss leider immer noch nicht, was es mit der "alten Zeit" auf sich hat.
Leider sind auch die Charaktere ziemlich nachlässig gestaltet. Ich hätte mir da etwas mehr Liebe zum Detail erhofft, die man dafür wieder umso mehr in diversen Tagebucheinträgen findet, die man pausenlos um die Ohren geschlagen bekommt.
Nur ungerne, aber ehrlicherweise gebe ich zu: Das Buch hat mich angestrengt und meinen ganzen Lesewillen gefordert. 
Ich hatte, aufgrund des wirklich ansprechenden Covers, einen spannenden Jugendthriller erwartet. Dies hat sich leider nicht erfüllt.

Fazit:
Ein Buch sollte mich fesseln, unterhalten und für immer in meinen Gedanken bleiben. Das ist Celia Rees nicht gelungen. Ich bin froh, dass ich durch bin. Es war unsagbar anstrengend. Schade!

Gebundene Ausgabe, Fischer Schatzinsel, 448 Seiten, 15,90 Euro 

Never knowing - Endlose Angst (Hörbuch) - Chevy Stevens




Dieses Hörbuch wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom ARGON VERLAG.

Zum Inhalt:


Kurz vor ihrer Hochzeit erfährt die adoptierte Sara etwas Unfassbares: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienkiller. Seit über 30 Jahren geht er jeden Sommer auf die Jagd – nach Frauen. Er ist einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes. Mit Hilfe der Therapeutin Nadine versucht Sara, mit ihren Ängsten fertigzuwerden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird klar, dass es Schlimmeres gibt, als herauszufinden, dass dein Vater ein Serienkiller ist – nämlich dass er Teil deines Lebens werden will ...

Wie auch im ersten Roman von Chevy Stevens "Still Missing" erzählt die Protagonistin Sara als Patientin der Therapeutin Nadine aus der Ich-Perspektive ihre Geschichte.

Sara muss nicht nur mit der Angst, das "Mörder-Gen" ihres Vaters geerbt zu haben, fertig werden. Vielmehr lebt sie auch in der ständigen Furcht, dass dieser von seinem Enkelkind Ally erfährt, welches Sara mit allen Mitteln zu beschützen versucht.

Chevy Stevens bleibt ihrer Linie treu und überzeugt auch in ihrem zweiten Roman nicht mit blutigem Gemetzel, sondern mit stetig wachsender Spannung, die es unmöglich macht, die nötigen Toilettenpausen einzulegen. Die zunächst scheinbar vorhersehbare Handlung hat im weiteren Verlauf noch einige Überraschungen auf Lager. Mehr darf an dieser Stelle nicht verraten werden. Es lohnt sich, dieses Hörbuch zu kaufen.

Die Sprecherin Laura Maire fügt sich problemlos in den Charakter der Sara ein und zeichnet dem Hörer schnell ein individuelles Bild einer total verängstigten und doch starken Mutter. Man zittert mit. Man leidet mit. Obwohl ich eher ein Fan der gebundenen Buchkunst bin, hat mir das Hörbuch ausgesprochen gut gefallen. Wider Erwarten war das Hörbuch an keiner Stelle langweilig oder zäh.

Mein Fazit:
Warum immer selber umblättern, wenn man beide Hände zum Nägelkauen braucht? Da ist dieses Hörbuch genau das Richtige!

Details:

412 Minuten verteilt auf 6CDs für 19,95 Euro beim ARGON VERLAG.
ISBN: 978-3-8398-1126-9
Erschienen am 7. Oktober 2011


Samstag, 29. Oktober 2011

Vampirjäger - Richard Laymon



Das sagt der Festa Verlag zum Inhalt:

Zehn Jahre hat Sam vergeblich nach seiner Jugendliebe Cat gesucht, und jetzt steht sie plötzlich vor der Tür. Und sie hat ein Problem: Nacht für Nacht wird sie von einem Vampir heimgesucht. Cat bittet ihn, den Blutsauger zu töten – aber Sam muss sich beeilen, denn es ist bereits kurz vor Mitternacht.

Dies ist garantiert der ungewöhnlichste Vampir-Roman, der je geschrieben wurde. Ein Mix aus Blut, Erotik und schwarzem Humor.



Das sage ich:

Sam hat sich sein Wiedersehen mit Cat sicherlich nicht so turbulent vorgestellt, wie wir es auf den folgenden über 400 Seiten präsentiert bekommen.
Was anfangs ein Vampirroman zu sein scheint, entwickelt sich im weiteren Verlauf zu einem turbulenten Roadmovie, der es mächtig in sich hat.
Kaum zu glauben, aber Vampirismus spielt in diesem Roman nur eine untergeordnete Rolle. Laymons blühende wie gleichermaßen schon annähernd abartige Fantasie gibt dem Leser was er verlangt. Wir kommen kaum zum Luft holen, geschweige denn zum Ausruhen. Eine Katastrophe jagt die Nächste. Immer wenn man glaubt, dass es jetzt vorbei ist, kommt der nächste Hammer auf einen zugerast. In genau diesem Rhythmus hetzt Laymon uns zum finalen Showdown, der es in sich hat. Zum Ausgang der Geschichte wäre jedes Wort zuviel verraten. Für mich hätte es noch weitere 500 Seiten lang so weiter gehen können. Der Roman war an keiner Stelle langatmig oder fad. Laymon bleibt seiner Linie treu und hält sich nicht mit seitenlangen Beschreibungen und einschläfernden Dialogen auf. So bleibt ein stetiger und unterhaltsamer Handlungsablauf erhalten, dem man mühelos folgen kann und will. Schade, dass ich schon durch bin.

In einer Diskussion über Laymon bei Facebook las ich den Satz: "Von dem lese ich nie wieder was. Der ist ja krank!"

Wenn es krank ist, Laymon zu mögen, wünsche ich keine medizinische Versorgung!


"Vampirjäger" von Richard Laymon ist erhältlich als Taschenbuch mit 448 Seiten für 13,95 Euro beim Festa Verlag

Für eine kostenlose Leseprobe HIER KLICKEN!


Montag, 24. Oktober 2011

Die Stadt - Andreas Brandhorst




Zwischen Himmel und Hölle – der neue Andreas Brandhorst

Nach einem Unfall ist es für Benjamin Harthman, eines der Opfer, schon zu spät: Er ist tot. Doch dann wacht Harthman wieder auf, mitten in einer seltsamen Stadt, einer Stadt voller verstorbener Menschen. Ist es das Paradies oder gar die Hölle? Benjamin Harthman macht sich auf die gefahrvolle Suche nach dem Geheimnis dieses seltsamen Ortes …

Nachdem dieser Klappentext meine Neugierde aufs Äußerste entfacht hatte, konnte ich nicht mehr anders und mußte mir den Roman kaufen.

Benjamin erwacht in dieser seltsamen Stadt und sieht sich mit einer merkwürdigen Realität und ihren Bewohnern konfrontiert. Gefangen in einer Welt aus Geheimnissen und düsteren Begebenheiten, versucht er sich zurecht zu finden und nach und nach die Antworten auf all seine Fragen zu finden. Dabei lernt er nicht nur die Bewohner der Stadt und deren Geschichten, sondern auch sein inneres Selbst kennen.
Man darf an dieser Stelle nicht mehr verraten. Ab hier beginnt schon die Auflösung der Handlung.

Erwartet hatte ich eine Mischung aus Science-Fiction und Horror. Bekommen habe ich einen Fantastik-Thriller mit philosophischen Ansätzen.
Was wie ein Horrorthriller beginnt, wendet sich nach und nach in einen Thriller, wie man ihn von Sebastian Fitzek kennt. Der Schreibstil ist anfangs etwas lahm, so dass man Mühe hat, der Geschichte weiter folgen zu wollen. Jedoch versteht Brandhorst es blendend, die Grenze zur Langeweile nicht zu überschreiten. Man möchte wissen, wie es weiter geht, obwohl man eigentlich schon keine Lust mehr hat. Das liegt daran, dass Brandhorst einem immer wieder kleine Häppchen zur Auflösung der Story hinwirft, die einen dazu animieren, noch ein paar Seiten mehr lesen zu wollen. Letztlich muss man sich durch über 500 Seiten kämpfen, um zu einer doch sehr gelungenen Auflösung zu kommen.
Neben mäßiger Unterhaltung hat mir der Roman einige Denkanstöße über das Sein und die Seele gebracht. Insgesamt hat es mich aber leider nicht vom Hocker gehauen. Ich gebe zu: Ich mag Trivialliteratur. Ein Roman muss mich in seinen Bann ziehen, mich berühren, schockieren und den ganzen Tag beschäftigen. Das ist Brandhorst hier leider nicht gelungen. Mein Hirn ist nur bereit, über ein Buch nachzugrübeln, wenn eben genannte Bedingungen vorher erfüllt wurden. Nur anspruchsvoll allein reicht mir nicht. Ich brauche Action.
Dennoch ein interessantes Werk. Mal was Anderes.

Erhältlich beim Heyne Verlag über Randomhouse für 14,00 Euro mit 592 Seiten 




Samstag, 15. Oktober 2011

Die Bestien - Brett McBean

Mit bestem Dank an den Festa Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.








Inhalt laut Festa Verlag:

Jim Clayton will nie wieder in den Knast, wo er achtzehn Jahre lang schmorte. Nie wieder darf er die Beherrschung verlieren. Doch dann landet er in einer winzigen Stadt und sieht, wie ein Mann ein junges Mädchen mit einem Gürtel blutig schlägt. Als er eingreift, schießt man ihn einfach nieder …

Am nächsten Morgen führt man ihn einer Gruppe von Jägern vor. »Er dachte, er könnte in unsere kleine Stadt platzen und einen Polizei-Chief verprügeln, ohne dafür bestraft zu werden.«
Ein tiefes Kichern schwappte durch die Gruppe.
»Nun, hier regeln wir die Dinge ein wenig anders, Jim. Hier lassen wir Gott über dein Schicksal entscheiden. Kein Gericht, keine Anwälte, nichts als die wunderschönen Blue Ridge Mountains und einige unserer besten Jäger, die Jagd auf dich machen. Es ist ziemlich einfach. Wir geben dir zehn Minuten Vorsprung.«

Ich sage:
Oh mein Gott! Nach einigen Romanen von Laymon, Ketchum und Co. glaubte ich, schon ALLES gelesen zu haben, was das Hirn eines Horrorautors hervorbringen kann. Bei "Die Bestien" habe ich mich völlig überschätzt, und ich war bei Weitem nicht gefasst auf das, was mich da überfallen sollte.
McBeans Debütroman "Die Mutter" war bereits ein hartes Stück Horrorliteratur, konnte mich jedoch nicht so sehr vom Hocker reissen, wie ich es von einem solchen Buch erwarte.
Das dachte sich wohl auch McBean, als er mit "Die Bestien" gnadenlos noch Einen drauflegte.

Wir werden hier konfrontiert mit Inzest, blutigsten Grausamkeiten, hoffnungslos irren Hinterwäldlern und noch hoffnungsloseren Aussichten für Jim Clayton, diese Geschichte zu überleben.
Fantastische Elemente, die ich aufgrund erhöhter Spoilergefahr nicht näher ausführen möchte, runden das Höllenszenario gekonnt ab.
Immer, wenn man glaubt, man hält es kaum noch aus, und es kann eigentlich nicht mehr schlimmer kommen, bekommt man gnadenlos noch einen weiteren Schocker übergebraten.
Zart besaitete Seelchen sollten lieber einen Stephen King zur Hand nehmen. Wahre Horrorfans kommen hier voll auf ihre Kosten. Wenn man mit schlaflosen Nächten und brutalsten Fantasien umgehen kann, hat man mit "Die Bestien" die ideale Lektüre in der Hand.
Ich bin jetzt noch völlig geflasht. Dieser Roman ist verstörend gut. Die erste Seite dieses Romanes aufzuschlagen ist, wie die die Büchse der Pandora zu öffnen. Danach gibt es keine Entkommen mehr. Genial! Danke, Brett McBean! Danke Festa Verlag!

Hier gibt es eine kostenlose Leseprobe.

Erhältlich als Taschenbuch seit August 2011 mit 352 Seiten für 13, 95 Euro



Montag, 10. Oktober 2011

Tagebuch aus der Hölle - Jeffrey Thomas

Mit bestem Dank an den Festa Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.



Das sagt der Festa Verlag über den Inhalt:

Die Warnung eines Toten an uns, die noch Lebenden
Dies sind die Aufzeichnungen eines Mannes, der nach seinem Selbstmord in der Hölle erwacht – denn dort landen alle Menschen, außer bibelfeste Christen. Fragt den Papst, der wird es Euch bestätigen.
Eine Welt des Leidens und ewigen Sterbens
Wie all die anderen armen Seelen muss der Mann endlose Qualen ertragen – denn in der Hölle stirbt man nicht. Und die vielen Dämonen haben nur eine Aufgabe: Ungläubige zu foltern und zu bestrafen.
Als der Mann die schwerverletzte Dämonin Chara findet, die von einigen rebellischen Verdammten an einem Baum gekreuzigt wurde, überkommt ihn Mitleid. Er befreit Chara und damit löst er eine sich langsam vollziehende Kettenreaktion aus, die zur letzten Schlacht zwischen Himmel und Hölle, Engel und Dämonen führt ...

Ich sage:
Das war mit Abstand das interessanteste Werk der Fantastik, das ich bisher lesen durfte.
Der Protagonist landet nach seinem Selbstmord in der Hölle, die auf eine bizarre Art und Weise äußerst organisiert und durchdacht ist. Abgesehen von den übliche Qualen, die man in der Hölle durchleben muss, gibt es nebenher auch so etwas wie ein "normales" Leben. Man muss arbeiten, um über die Runden zu kommen. Man kann Ärger bekommen, und man kann sich verlieben.
In diesem Roman gibt es Engel, wie wir sie uns ganz sicher nicht vorstellen, Himmelsboten, die eher an Guerilla-Kämpfer erinnern und Dämonen, die mehr menschliche Züge aufweisen als jede andere Romanfigur (den Protagonisten ausgeschlossen). Andere Rezensionen verwenden gerne das Wort "Blasphemie". Das halte ich persönlich für ein wenig übertrieben, denn es setzt aboluten Gottesglauben voraus, diesen Roman als blasphemisch zu betrachten. Ich gehe davon aus, dass religiöse Fanatiker eher nicht zum Leserkreis gehören.
Nichtsdestotrotz kann ich eine gewisse Kritik an Gott und der Kirche herauslesen, denn in dieser Hölle gibt es keinen Satan, sondern nur den "Schöpfer", der anscheinend geisteskrank genug war, diese Hölle zu erschaffen, in der neben den üblichen Sündern auch die Gottesabtrünnigen und Un- bzw. Andersgläubigen landen.
Die düstere und hoffnungslose Szenerie dieser Hölle wird im wahrsten Sinne des Wortes durch ebenso düstere Zeichnungen untermalt, die alle paar Seiten, immer passend zum jeweiligen Inhalt, auftauchen.
Ich kann mich nicht so richtig dazu überwinden, das Buch toll zu finden. Allerdings habe ich es an zwei Abenden geplättet. Folglich muss es irgendwie doch gut gewesen sein, sonst hätte ich es abgebrochen. Bei Facebook schrieb ich bereits, dass es ähnlich wie bei einem schrecklichen Autounfall ist. Man will eigentlich nicht hinsehen. Es ist schrecklich, und es gehört sich nicht. Man kann aber nicht anders. Man muss es immer wieder tun.
Ein nicht enden wollender Horror, in dem ein Mensch versucht, sich seine Menschlichkeit zu bewahren. Irgendwie auf eine fast perverse Art genial. Besser kann ich es nicht beschreiben. Am besten selber lesen ;-)


Die aktuellste Ausgabe erschien am 17. August 2011, hat 272 Seiten, und ist für 13,95 Euro beim Festa Verlag erhältlich.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Ich schreibe ein Buch, und das hier ist eine Leseprobe

Runde Ecken




Mein Name ist Clementine und dies ist das Ende der Menschheit!

Nein, natürlich ist mein Name nicht Clementine, aber ich wäre ja schön blöd, wenn ich meinen wirklichen Namen hier veröffentlichen würde.
Natürlich ist dies auch nicht das Ende der Menschheit, aber ich finde diesen Satz einfach nur brillant. Es ist der perfekte Satz, um einen richtigen Reißer zu beginnen.

Nehmen wir also an, mein Name wäre Clementine. Wahrscheinlich assoziieren Sie diesen Namen mit ganz bestimmten Dingen. Sie sehen eine rundliche, patente und gutmütig aussehende Frau in einer weißen Latzhose. Ihr Blick ist voller Tatendrang. Nichts und niemand kann sie stoppen. Kein Fleck ist vor ihr sicher. Sie ist der Putzteufel in Person. Und nun stellen Sie sich vor, diese Frau hat ein Drittel ihres Lebens nichts weiter getan, als sich um den Dreck anderer Leute zu kümmern.
Peng!!!
Schon haben Sie ihren Reißer.
Wenn Sie nun denken, eine Putzfrau hätte nichts zu erzählen, dann haben Sie sich gründlich getäuscht. Wer die wirklichen Abgründe der Menschheit studieren möchte, sollte einfach mal ein paar Jahre als Putzfrau arbeiten. Ich denke, man kann damit ein Buch füllen – oder auch zwei.

Eines davon halten Sie gerade in ihren Händen.

Vorher sollten Sie aber einige Warnhinweise beachten.
Es könnte ekelhaft werden.
Es könnte unfassbar werden.
Es könnte ihr Weltbild verändern
(Das ist genau so ein Quatsch wie „das Ende der Menschheit“, aber es klingt toll)
Es könnte lustig werden.


Noch können Sie fliehen. Schmeißen Sie das Buch einfach in die Ecke, wenn Sie es doch nicht lesen wollen. Die Putzfrau kümmert sich schon darum.




Wir sind Helden

Und das meine ich ganz genau so wie es sich anhört.

Natürlich habe ich irgendwann in der Steinzeit einen „vernünftigen“ Beruf erlernt. Und natürlich ging es mir danach wie allen realitätsfremden Frauen, die sich einbilden, es trotz Familie und Kind mal zu etwas zu bringen.
Nach über 5 Jahren Dasein als Mutter, Köchin und Sklavin der Familie kann man seinen Facharbeiterbrief in der Toilette runter spülen. Die Berufserfahrung geht gegen Null, und die fachliche Kompetenz im erlernten Beruf ist veraltet. Also machen wir eben das neu Erlernte zu Geld. Wir führen einen Haushalt, wir putzen, oder um es mit brutaler Ehrlichkeit zu sagen, wir wälzen uns im Rotz der besser gestellten Gesellschaft.
Wenn man sich einmal dazu durchgerungen hat, putzen zu gehen, kann man sich körperlich und geistig damit arrangieren. Es hat sogar den Vorteil, dass man sich die Nägel nicht mehr lackieren muss. Frisch lackierte Nägel halten bei einem Putzjob ungefähr genauso lange wie eine Föhnfrisur in der Autowaschanlage.
Anfangs versucht man noch den Schein zu wahren. Man föhnt sich die Haare, macht sich die Nägel und schminkt sich ein wenig. Immerhin will man ja nicht wie eine Putze aussehen. Nach vier bis fünf Stunden putzen hat man sehr aussagekräftige Vorher- Nachher -Resultate.
Ich erinnere mich sehr gut an einen Tag, an dem ich meine erste längere Putzschicht hinter mir hatte. Den Blick in den Spiegel hätte ich mir besser geschenkt. Mein vor Stunden frisch gewaschenes Haar hing mir strähnig im Gesicht herum. Es hätte nach einem Bad in der Fritteuse nicht besser aussehen können. Die Wimperntusche befand sich irgendwo in Wangenknochenhöhe. Auf den Lippen – Moment mal, waren das etwa Zahnabdruckspuren? Die muss ich mir beim verbissenen Schrubben der Armaturen meines neuen Arbeitgebers selbst beigebracht haben. Mein Shirt hatte dunkle Flecken unter den Achseln und irgendwas Rotes in Brusthöhe (Lieber Gott, lass es Tomatensoße sein!). Auf meiner Jeans hatten sich weiße ausgeblichene Flecken gebildet. Die kamen vermutlich von dem Versuch, das äußerst abartig verdreckte Klo meiner neuen Chef-Familie mit Klorix in einen benutzbaren Zustand zu versetzen. Ein weiterer Blick auf meine ausgefransten Fingernägel warf die Frage auf, ob ich nun putzen war, oder versucht habe, mich mit bloßen Händen aus einem Erdloch in die Freiheit zu graben.
Nach einem solchen Arbeitstag nicht zu kündigen, erfordert wahren Heldenmut.
Am nächsten Tag putzte ich mir die Zähne, kletterte in eine alte Arbeitshose und setze ein Baseballkäppi auf. So viel zum Thema Styling. Das Duschen gehörte ab sofort ans Ende eines Tages und nicht mehr an den Anfang.
Eine Putze opfert ihren Style, ihren Körper, ihre Lieblingsklamotten und ihre Selbstachtung. Deswegen sind wir Helden.

Donnerstag, 29. September 2011

Dying to live - Vom Überleben unter Zombies, Kim Paffenroth

Dieses Rezensionsexemplar wurde mir zur Verfügung gestellt vom Festa Verlag . Dafür an dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank.



Jonah Caine lebt alleine in einer von Zombies bevölkerten Welt, ohne eine Erklärung für die brutalen Schrecken um sich herum zu finden. Nach Monaten ziellosen Umherirrens trifft er endlich auf eine Gruppe weiterer Überlebender, und nun scheint sich sein Dasein zum Guten zu wenden. Zusammen mit seinen Freunden baut er ein kleines Reich des Friedens auf, das jedoch ständig umkreist wird von gnadenlosen Menschenjägern.
Als sie von einer weiteren Gruppe Überlebender aufgespürt werden, erlebt Jonah, dass der Untot nicht der einzige und bei weiten nicht der schlimmste Schrecken auf Erden ist, denn Menschen können böser sein als jeder wandelnde Tote …
 

"Dying to live" ist auf den ersten Blick einer von vielen Zombie-Romanen. Eine kaputte Welt, tödliche Bedrohung seitens der Zombies, ein Grüppchen Überlebender und die anderen Überlebenden, die den "Guten" so ganz nebenher noch das sowieso schon üble Leben kräftig zur Hölle machen. Alles schon einmal da gewesen. Es stört mich immer wieder, wenn der Roman bereits mitten im Geschehen startet und man anhand von Rückblenden ein Bild davon bekommt, wie einmal alles begonnen hat.
Dennoch habe ich den Roman an einem Abend verschlungen.
Zwar haben wir auch hier im Prinzip dieselben Zombies wie in anderen Romanen dieser Art, aber ähnlich wie bei Moody gibt es zwischenmenschliche Aspekte, die klar beleuchtet werden.
Ferner haben mir auch einige sozialkritische Seitenhiebe gut gefallen, die klar machen, dass Paffenroth sich eine insgesamt bessere Welt wünscht. Es gibt eine Passage, in der beschrieben steht, wie Schwarze, Weiße, Latinos, usw... von ein und demselben Hunger getrieben als eine Einheit zusammen unterwegs ist, und wie gleichermaßen absurd es zu sein scheint, dass die Menschen erst zu hirnlosen Kannibalen mutieren mussten, um das zu erreichen.
Was mir auch positiv aufgefallen ist: Der Protagonist hat Mitgefühl für die Zombies. Zwar muss auch er wild um sich morden, um am Leben zu bleiben, doch immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, was dieser Zombie einst für ein Mensch gewesen war, wie er lebte und wie er starb.
Das waren, für einen Zombie-Roman, wertvolle Textpassagen, die sich vom üblichen Splattergechehen stark abhoben.
Ansonsten hat der Horror-Fan trotzdem alles, was das Herz begehrt. Es gibt Spannung, Blut und Gemetzel, dass es eine wahre Freude ist.

Fazit: Bereits Dagewesenes mit jedoch außergewöhnlichen Ansätzen, fast schon etwas zum nachdenken. Darf in keiner Zombie-Sammlung fehlen.

Erhältlich als Taschenbuch beim Festa Verlag für 13,95 Euro, 256 Seiten

Samstag, 24. September 2011

Das Treffen von Richard Laymon



Inhalt:

Sie treffen sich jedes Jahr für eine Woche: fünf junge Frauen, beste Freundinnen seit dem College und immer auf der Suche nach Abenteuern. Dieses Jahr haben sie die Totem Pole Lodge für ihr Treffen ausgewählt, ein verlassenes Sporthotel mitten im Wald. Schlechte Wahl! Vor Jahren wurde hier ein furchtbares Verbrechen verübt – und als die Freundinnen herauszufinden versuchen, was damals wirklich geschehen ist, wird klar, dass das Hotel keineswegs so verlassen ist, wie es scheint …


Dieser Roman von Laymon ist einer von denen, die einen das Fingernägelkauen lehren. In üblicher Laymon-Manier bekommen wir hier das volle Programm. In der verlassenen Hotelanlage spielen sich mehr als spannende Dinge ab, so dass man oft atemlos auf das nächste Happening wartet. Natürlich wird auch hier, wie in allen Romanen von Laymon, mit Horror-Klischees gespielt. Es wird plötzlich dunkel, Lampen gehen kaputt, man sieht die Hand nicht mehr vor Augen, und etwas Schreckliches passiert in der Dunkelphase. Wenn man nun aber glaubt, dass alles vorhersehbar ist, dann hat man nicht mit Richard Laymon gerechnet. Durch den ganzen Roman zieht sich ein fast unerträgliches Grauen. Einerseits möchte man sofort aufhören zu lesen, weil man es kaum noch aushält. Andererseits kann und will man das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Wie in allen seinen Romanen spart Laymon auch hier nicht am Sex und an reichlich Kraftausdrücken. Pingelige Gemüter sollten eher zu anderer Lektüre greifen.
Wer das Grauen liebt und sich in einer beklemmenden Atmosphäre wohl fühlt, darf sich diesen Roman nicht entgehen lassen.


Heyne TB

9,95 Euro

560 Seiten

Donnerstag, 25. August 2011

Fieber von Bentley Little

Klappentext:

Hunt Jackson führt ein gutes Leben. Bis er eine Lebensversicherung abschließt. Ein Fehler. Denn er hat das Kleingedruckte nicht gelesen: Sollten Sie Drohanrufe von uns erhalten, legen Sie bitte nicht auf Sollten wir Ihre Wohnung verwüsten, rufen Sie nicht die Polizei Sollten wir Sie in ein Sanatorium zwangseinweisen, hat Flucht keinen Sinn Und sollten wir als Rückversicherung ein Stück Menschenfleisch benötigen: Laufen Sie ruhig. Wir finden Sie überall.



Was wäre, wenn immer im richtigen Moment ein Versicherungsvertreter vor Ihrer Türe stünde?
Anfangs wäre man evtl. noch erfreut, aber dann wird es irgendwann unheimlich. Hunt macht die erschreckende Erfahrung, dass die Versicherung seiner Träume gerne dafür sorgt, dass er versichert sein muss. Ob er will oder nicht, er muss unterschreiben, sonst....

Seien wir ehrlich! Von Bentley Little's Romanen muss man Fan sein, sonst wird es schnell langweilig. Auch hier wird eine anfangs geniale Story in ein übertriebenes und altbekanntes Ende münden. Typisch Bentley Little eben. Jedoch liest sich der Roman flüssig und rasant, so dass man nach einem anstrengenden Arbeitstag durchaus das Maß an Unterhaltung bekommt, das man gerade ertragen kann.

Ein weiterer Pluspunkt: "Fieber" kann auch von meinem 12-jährigen Sohn gelesen werden, denn im Gegensatz zu seinen anderen Romanen hat Little hier auf extreme Sexszenen verzichtet.

Für mich als Fan auf jeden Fall lesenswert, obwohl die Vorhersehbarkeit der Romanentwicklung mich langsam ein wenig nervt.
Anspruchsvolle Leser sollten Abstand nehmen. Zu seicht für Euch ;-)

Erschienen am 15. September 2009 als Taschenbuch von Bastei Lübbe mit 480 Seiten zu 8,95 Euro

Dienstag, 23. August 2011

Auferstehung von Brian Keene


Klappentext:

Das Ende der Welt ist erst der Anfang…

Was würdest du tun, wenn du in einem Bunker tief unter der Erde eingesperrt wärst? Wenn draußen das Grauen regiert, die Toten auferstehen und Jagd auf die Menschen machen? Was würdest Du tun, wenn plötzlich dein Sohn um Hilfe ruft? Jim Thurmond hat sich diese Fragen hundertmal gestellt, und er kennt auch schon die Antwort: Er muss nach draußen. Allein ...

So weit, so gut :-)

Jim macht sich also auf, seinen Sohn zu suchen. Dazu muss er sich einen Weg durch eine apokalyptische Welt bahnen, die zum Großteil vom Zombies bevölkert wird.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Dennoch könnten einige wenige Leser nun schon wissen, wie es weiter geht, denn was viele nicht wissen:

"Auferstehung" ist der erste Teil der Neuauflage von "Das Reich der Siqqusim". Dieses heissbegehrte und nur noch für viel Geld erhältliche Sammlerstück ist ein Doppelband bestehend aus "Auferstehung" und "Stadt der Toten".

Mit "Auferstehung" wurde für mich persönlich endlich der Traum wahr, diese Story doch noch lesen zu dürfen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen.

Wir haben es hier nicht mit Allerweltszombies zu tun, sondern mit Untoten der Extraklasse. Diese Zombies sind besonders grauenvoll, weil sie intelligent sind und sprechen können. Wie das geht? Das solltet Ihr Euch dringend selber erlesen. Es lohnt sich.
In seinem für ihn typischen Apokalypse-Style zieht Keene uns in den Bann und lässt uns nach mehr schreien.
Wer jetzt in anderen Rezensionen liest "Das Ende ist aber nicht so toll, usw..." sollte sich entspannt zurücklehnen mit dem Wissen, dass es noch einen zweiten Teil geben wird, der am 9. November 2011 veröffentlicht wird.

Mein Fazit: Brian Keene ist ein Zombiespezialist. Es gibt keinen Besseren. Daumen hoch!

Auferstehung, Heyne Verlag, 400 Seiten, 8,99 Euro, veröffentlicht am 11. April 2011



Unheil von Bentley Little

Klappentext:

Sie suchen Ruhe und Erholung? Dann ist das "Reata" der perfekte Ort für Ihren Urlaub. Unser gemütliches Resort liegt mitten in der Wüste von Arizona, ruhig und abgeschieden. Ein wahres Paradies für Familien mit Kindern! Leider hat es in letzter Zeit ein paar tödliche Unfälle gegeben. Stören Sie sich auch nicht daran, dass gelegentlich Gäste spurlos verschwinden. Für den Fall, dass Sie Blutflecken auf dem Teppich in Ihrem Zimmer entdecken, verständigen Sie bitte unser Reinigungspersonal. Und dann ist da noch dieses Ding im Pool. Sollten Sie irgendwann der letzte Gast in unserem Hotel sein, denken Sie daran: In der Wüste hört Sie niemand schreien ...



Was der Klappentext verspricht, das hält er auch.
"Unheil" entfaltet, wie die vorherigen Romane von Bentley Little, nach und nach seinen eigenen Horror.
Die Story beginnt mit einer Luxusreise und der Hoffnung auf Entspannung. Letztlich geschehen aber nach und nach immer verstörendere Dinge im Reata-Resort, so dass der Leser schnell dahinter kommt, dass dort etwas nicht stimmt.
Die Schreibweise ist relativ einfach zu erklären:
Man stelle sich einen Stephen King vor, entfernt die endlos langen Beschreibungen und die unnötigen Schachtelsätze und reduziere das Ganze aufs Wesentliche. Schon hat man einen sehr gelungenen Roman von Bentley Little.
Wie auch bei den Vorgängerromanen (ohne jetzt spoilern zu wollen), erwartet uns hier ein recht krasses und grausiges Ende. Das herauszufinden, sollte einem der Kauf dieses Buches Wert sein.

Ich habe mich jedenfalls königlich gegruselt und hervorragend unterhalten. Dieses Buch erhält von mir das Prädikat: In-einem-durch-Verschlinger

Gruselfaktor nach Schulnoten: gut (+)

Preis als Taschenbuch: 8,99 Euro für 464 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe

Erschienen: 6. Mai 2010