Sonntag, 20. November 2011

Feuer - Karen Rose

Dieses Rezensionsexemplar wurde mir zur Verfügung gestellt von Droemer-Knaur.






Zum Inhalt laut Klappentext:

Aus Leichtsinn verursachen vier College-Studenten einen Großbrand in einem Apartmentkomplex, bei dem ein junges Mädchen qualvoll verbrennt. Was sie nicht wissen: Sie werden beobachtet. Wenig später erhalten sie ein Video und die unmissverständliche Anweisung, ein Warenhaus in Brand zu stecken. Sie haben keine Wahl und setzen ein Flammeninferno in Gang, das Feuerwehrmann Hunter und seine smarte Kollegin, Detective Olivia Sutherland, tagelang in Atem hält. Dann stirbt der erste der Freunde – bei einem Autounfall, angeblich. Als wenig später der nächste ums Leben kommt, entsteht Panik. Was für ein grausames Spiel spielt dieser Erpresser? Er muss zum Schweigen gebracht werden – für immer… 

"Feuer" von Karen Rose ist als Fortsetzung von "Todesstoß" wieder ein sehr gelungener Thriller, den man nach einem etwas zähen Anfang atemlos in einem Zug weglesen kann. Wir treffen auf die alten Bekannten David Hunter und Olivia Sutherland, wobei der Fokus dieses Mal auf David liegt. Insgeheim hat sich doch jede schmachtende Leserin schon gewünscht, dass David endlich seinen eigenen Roman bekommt. Nun ist es also soweit.
Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass zwischen Olivia und David das altbekannte Liebes-Hin-und-Her wieder eine Rolle spielt. Für mich als Thriller- und Horrorfan eigentlich völlig nebensächlich. Ich frage mich oft, warum ein guter Roman nicht ein einziges Mal ohne diesen Liebeskäse auskommen kann, aber okay - da "Feuer" letztlich sehr unterhaltsam und spannend war, sehe ich auch dieses Mal gerne darüber hinweg.
Anfangs zieht sich die Handlung durch Ermittlungsarbeiten ein wenig zögerlich in die Länge, so daß die Spannung noch etwas auf sich warten lässt. Hält man durch, wird man im weiteren Verlauf mit Spannung und Rafinesse belohnt.
Es macht wirklich Spaß, sich die ganze Zeit zu fragen, wie die einzelnen Puzzleteile nun zusammen gehören. Die Story ist sehr raffiniert gestrickt und spart nicht mit "Aha-Effekten".
Ich fand die Brandserie mit all ihren Hintergründen sehr gekonnt ausgetüftelt. Die Überraschung, die ich in einem guten Thriller erwarte, wurde mir geboten, und mein leidenschaftliches Hobbyprofiler-Herz wurde gut bedient.
Kritikpunkte wären dann letztlich der etwas zähe Anfang und die absolut nichts zur Sache tuende Liebeskasperei zwischen den Ermittlern.
Für die Zukunft wünsche ich mir gute Thriller ohne Herzschmerz. Ich bin gespannt, wann das mal endlich geschieht. Solange, liebe Krimi-und Thrillerautoren, findet Ihr mich weiterhin inmitten von actiongeladenen Horrorschmökern.

Insgesamt aber trotzdem ein gelungenes Buch. 
Ein Taschenbuch des Knaur Verlags mit 624 Seiten
ISBN: 978-3426503010
9,99 Euro

Buchtrailer via Youtube: 




 

Freitag, 4. November 2011

Die Kinder der sechsten Dämmerung - Celia Rees

Dieses Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom BÜCHERECK NIENDORF.


Inhalt:

Die Kinder der sechsten Dämmerung ist der Name einer gigantischen Sekte, deren Mitglieder weltweit vertreten sind. Die junge Zillah, Protagonistin des Romanes, wurde im Alter von 7 Jahren in diese Sekte entführt, um dort, wie alle anderen Kinder auch, willenlos gemacht zu werden. Der Advokat, Anführer der Sekte hofft durch einen Massenselbstmord aller Kinder zur selben Zeit, den einst verstorbenen Großmeister der Sekte zurück ins Leben zu rufen. Die Tragödie gelingt ihm, aber Zillah durchschaut zuvor seine skupellosen Pläne und schafft es, zu entkommen.
Zillah flieht und trifft auf den jungen Adam, der dazu bestimmt ist, die Welt zu retten. Doch dazu braucht er Zillah's Hilfe...
Die Inhaltsangabe hätte eigentlich noch wesentlich breiter ausfallen müssen, aber das würde den Rahmen sprengen. Gleichzeitig wäre an dieser Stelle bereits ein Kritikpunkt fällig.
Parallel laufende Handlungsstränge, ständige wechselnde Schauplätze und obendrein noch haufenweise geheimnisvoller Prophezeihungen machen meine Verwirrung komplett. Es fiel mir wahnsinnig schwer, mich auf das Buch zu konzentrieren. Legte ich es für einen Tag zur Seite, musste ich erst wieder "rein kommen". Das fand ich persönlich sehr anstrengend.
Ferner sind bis zum Schluss noch Fragen offen geblieben, deren Antworten sich mir einfach nicht entschlüsseln wollten.
Ich weiss leider immer noch nicht, was es mit der "alten Zeit" auf sich hat.
Leider sind auch die Charaktere ziemlich nachlässig gestaltet. Ich hätte mir da etwas mehr Liebe zum Detail erhofft, die man dafür wieder umso mehr in diversen Tagebucheinträgen findet, die man pausenlos um die Ohren geschlagen bekommt.
Nur ungerne, aber ehrlicherweise gebe ich zu: Das Buch hat mich angestrengt und meinen ganzen Lesewillen gefordert. 
Ich hatte, aufgrund des wirklich ansprechenden Covers, einen spannenden Jugendthriller erwartet. Dies hat sich leider nicht erfüllt.

Fazit:
Ein Buch sollte mich fesseln, unterhalten und für immer in meinen Gedanken bleiben. Das ist Celia Rees nicht gelungen. Ich bin froh, dass ich durch bin. Es war unsagbar anstrengend. Schade!

Gebundene Ausgabe, Fischer Schatzinsel, 448 Seiten, 15,90 Euro 

Never knowing - Endlose Angst (Hörbuch) - Chevy Stevens




Dieses Hörbuch wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom ARGON VERLAG.

Zum Inhalt:


Kurz vor ihrer Hochzeit erfährt die adoptierte Sara etwas Unfassbares: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienkiller. Seit über 30 Jahren geht er jeden Sommer auf die Jagd – nach Frauen. Er ist einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes. Mit Hilfe der Therapeutin Nadine versucht Sara, mit ihren Ängsten fertigzuwerden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird klar, dass es Schlimmeres gibt, als herauszufinden, dass dein Vater ein Serienkiller ist – nämlich dass er Teil deines Lebens werden will ...

Wie auch im ersten Roman von Chevy Stevens "Still Missing" erzählt die Protagonistin Sara als Patientin der Therapeutin Nadine aus der Ich-Perspektive ihre Geschichte.

Sara muss nicht nur mit der Angst, das "Mörder-Gen" ihres Vaters geerbt zu haben, fertig werden. Vielmehr lebt sie auch in der ständigen Furcht, dass dieser von seinem Enkelkind Ally erfährt, welches Sara mit allen Mitteln zu beschützen versucht.

Chevy Stevens bleibt ihrer Linie treu und überzeugt auch in ihrem zweiten Roman nicht mit blutigem Gemetzel, sondern mit stetig wachsender Spannung, die es unmöglich macht, die nötigen Toilettenpausen einzulegen. Die zunächst scheinbar vorhersehbare Handlung hat im weiteren Verlauf noch einige Überraschungen auf Lager. Mehr darf an dieser Stelle nicht verraten werden. Es lohnt sich, dieses Hörbuch zu kaufen.

Die Sprecherin Laura Maire fügt sich problemlos in den Charakter der Sara ein und zeichnet dem Hörer schnell ein individuelles Bild einer total verängstigten und doch starken Mutter. Man zittert mit. Man leidet mit. Obwohl ich eher ein Fan der gebundenen Buchkunst bin, hat mir das Hörbuch ausgesprochen gut gefallen. Wider Erwarten war das Hörbuch an keiner Stelle langweilig oder zäh.

Mein Fazit:
Warum immer selber umblättern, wenn man beide Hände zum Nägelkauen braucht? Da ist dieses Hörbuch genau das Richtige!

Details:

412 Minuten verteilt auf 6CDs für 19,95 Euro beim ARGON VERLAG.
ISBN: 978-3-8398-1126-9
Erschienen am 7. Oktober 2011