Montag, 14. Mai 2012

Red Sky - Nate Southard



Auch hier vorab wieder meinen horrormäßigen Dank an den Festa Verlag für dieses exzellente Rezensionsexemplar.

Inhalt laut Klappentext:

Der Überfall auf eine Bank in El Paso läuft völlig aus dem Ruder und so bleibt dem Ganoven Danny Black nur die Flucht in die Wüste von New Mexico – auf dem Rücksitz eine weibliche Geisel, einen schwerverwundeten Psychopathen und dessen hysterische Freundin.

Als sie in den verlassenen Fabrikhallen von Red Sky Manufacturing Schutz suchen, ahnen sie nichts von dem geheimen Leben im Wüstensand um sie herum. Bald umschwirren Armee-Helikopter das Gebäude und eröffnen erbarmungslos das Feuer. Die Soldaten tragen Gasmasken und sie haben es eilig, denn die Sonne sinkt … und aus den Schatten kriecht das hungrige Grauen hervor …
 

Danny Black und seine mehr oder weniger kompetente Verbrechercrew setzen also zunächst einmal ganz gepflegt den oben genannten Banküberfall in den Sand. 
Auf der Flucht, mit einer weiblichen Bankangestellten als Geisel im Schlepptau, landen sie schließlich in einer verlassenen Fabrik namens "Red Sky", die irgendwann einmal weiß-der-Geier-was hergestellt hat.
Als wären die plötzlich aus der Luft auftauchenden und schwerst vermummten Soldaten noch nicht lästig genug, gilt es, sich dem zu stellen, das in den Tiefen der Fabrik auf sie lauert. Nun beginnt ein Kampf ums Überleben, der sich gewaschen hat.

Southard verliert sich prinzipiell nicht in ausschweifenden Charakter- und Umgebungsdarstellungen. Gleich zu Beginn stolpert der Leser in den äußerst rasanten und unterhaltsamen Banküberfall hinein. Dieser ist so gut erzählt, dass man sich wie in einem spannenden Actionfilm fühlt.
Zum ersten Mal habe ich eine Verfolgungsjagd in Wort und Schrift erlebt. Ich muss sagen, dass es mich dabei wirklich gepackt hat. Diese Hetzjagd war sehr gut gemacht und absolut lebendig geschrieben.
In diesem Tempo geht es dann auch weiter. Sowohl die Figuren, als auch der Leser kommen  kaum zum Durchatmen. Die Protagonisten sind quasi pausenlos auf der Flucht und liefern sich explosive Feuergefechte und Zweikämpfe mit ihren Gegnern.
Über die Hintergründe und Geheimnisse der verlassenen Fabrik wird man weitgehendst im Dunkeln gelassen. Einblicke in die Gedanken der hungrigen Monster dieses Ortes machen dieses Manko jedoch wieder wett, so dass man sich seinen Teil denken kann.
Zwischen der Geisel und den Verbrechern entwickelt sich mit der Zeit zwangsläufig eine Art Verbündetenverhältnis, was unter diesen Umständen irgendwo auch zu erwarten war.

Wie weit das Ganze schließlich geht und wie der Horror endet, sollte man sich unbedingt selber erlesen. "Red Sky" war wirklich sehr spannend und rasant und aufgrund seiner gerade mal 272 Seiten locker an einem Abend verschlingbar.

Nate Southard war mir bisher nicht bekannt. Das wird aber sicher nicht mein letztes Buch von ihm bleiben. Es ging halsbrecherisch zur Sache, es gab Opfer, Monster und Helden: Bitte mehr davon!

Fazit:
"Red Sky" ist eine gelungene Mischung aus Horror und Action, ohne übertrieben blutrünstig daher zu kommen. Splatterjunkies bekommen auch hier ihren Stoff, aber die wahren Gewinner sind zweifellos die Actionfans.
Luft anhalten, erste Seite aufschlagen und sich mitreißen lassen! Dieser Roman gönnt Euch keine Ruhepause, bis die letzte Seite verschlungen ist.

Details:
Erschienen im März 2012 beim Festa Verlag 

Deutsche Erstveröffentlichung
Broschur 19 x 12 cm, Umschlag in Lederoptik
272 Seiten
Originaltitel: Red Sky
Übersetzung: Sandra Schindler und Wolma Krefting
ISBN: 978-3-86552-146-0
  

Eine kostenlose Leseprobe gibt es hier.  

Das eBook bekommt man hier.

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