Samstag, 2. Juni 2012

Licht aus!



Vorab möchte ich mich ganz herzlich beim Festa Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Inhalt laut Klappentext:

In diesem Kino spielt der Tod die Hauptrolle ...

Als Brit in einem Kino den Film Schreck, der Vampir sieht, wundert sie sich: Die junge Frau, der man die Kehle durchschneidet, ist das nicht ihre Freundin Tina? Aber die ist doch keine Schauspielerin!

Brit ahnt noch nicht, dass auch sie bald die Hauptrolle in einem Film spielen wird – in Schreck, der Inquisitor …


Sadistisch, brutal, genial krank – Laymon auf Speed. Wie irre hetzt er den Leser durch diesen Roman, hinein in die Welt der ›snuff-movies‹. Und die ganze Zeit hat man im Hinterkopf: Solche Filme gibt es wirklich!

Wie böse Deine Fantasie auch sein mag – die von Richard Laymon ist schlimmer!



Zunächst möchte ich kurz auf die gut gelungene Aufmachung eingehen. Seit Einführung der Lederoptik, ist ein Buch vom Festa Verlag nicht nur ein Buch, sondern zudem noch ein sehr dekoratives Kleinod aus der Welt der Fantastik.
Noch bevor ich den Klappentext las, assoziierte ich den Buchtitel und das Cover mit Dingen wie Dunkelheit, Keller und Gefangenschaft. Dem ist jedoch nicht so. Ganz im Gegenteil! In diesem Roman dreht es sich um Licht - und zwar dem Licht der Scheinwerfer einer gefährlich realen Filmproduktion, dessen Darsteller sich auf einen roten Teppich - getränkt mit ihrem eigenen Blut - freuen dürfen. 


Wer jetzt denkt, dass Brit in diesem Roman die Hauptfigur ist, hat sich gründlich getäuscht. Aber es wäre ja nicht der Festa Verlag, wenn der Klappentext uns schon im Vorfeld zuviel über den Inhalt verraten würde.

Ganz typisch für Laymon, ist eine der Hauptfiguren wieder eine Frau, Connie, die im Laufe des Geschehens über sich hinaus wächst. 
Auch den guten alten Bekannten - der harmlose Normalo, der im Rahmen sich überstürzender Erignisse zum Handlanger des Bösen wird - treffen wir erneut an.

Laymon blieb seinem Schema treu und schaffte es dennoch, eine völlig neue und halsbecherische Horrorstory zu schaffen, die seinen vorherigen Geschichten an Spannung in nichts nachsteht.
Wer Laymon's Romane kennt, wird jetzt wissen was ich meine, wenn ich sage: Schnell noch zur Toilette, etwas essen und trinken und die Klingel abstellen!
Einmal angefangen, kann man das Buch nicht wieder aus der Hand legen. Bei gerade mal 272 Seiten ist das auch problemlos an einem Abend zu schaffen. 
Die Story ist fortlaufend unterhaltsam und hat keine überflüssigen Längen. Deswegen empfinde ich die Länge des Romanes als genau richtig. Jede weitere Seite wäre hier zuviel gewesen.
Blut und Gewalt sind auch hier wieder genauso an der Tagesordnung wie die übliche Ladung Sex - also nach wie vor nichts für zartbesaitete Dornröschenleser.
Wie ich es auch gar nicht anders erwartet hätte, bekam ich schliesslich noch einen actionreichen und blutigen Schluss geliefert, der keine Fragen offen lässt.
Was will man mehr? Ich lehne mich zufrieden zurück und warte gespannt auf  Laymon's nächsten Roman.


Fazit:
Der Festa Verlag hat uns wieder gekonnt einen kleinen Happen aus Laymon's Hinterlassenschaft hingeworfen - gerade genug, um nach dem Nächsten zu gieren.
Der Altmeister des Horrors - The big "L" regiert auch lange nach seinem Ableben über unsere Bücherregale - und so muss es auch sein.

Details zum Buch:
"Licht aus!" erschien im Mai 2012 beim Festa Verlag. 

Originaltitel: Out are the Lights
Broschur 19 x 12 cm, Umschlag in Lederoptik,
272 Seiten
Übersetzer: Michael Krug
ISBN: 978-3-86552-166-8



Den Titel als eBook gibt es hier. 

Eine kostenlose Leseprobe bekommt Ihr hier


Kommentare:

  1. Deine Rezis sind immer wieder klasse. Ich freue mich schon auf die nächste.

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  2. Dankeschön! Ich wünsche Dir noch ein tolles Wochenende :-)

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  3. MAn...das Buch klingt ja wieder total klasse. Habe vor kurzem erst "Zerfleischt" gelesen und war schon begeistert. Da werd ich mir das Buch auch noch besorgen :-)

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