Samstag, 24. November 2012

Das Grauen in den Bergen - Fred Ink



Ich bedanke mich vorab ganz herzlich bei FRED INK für das Rezensionsexemplar.

Klappentext:

"Ein Mann wird aus der Nervenheilanstalt entlassen und erfährt von einem mysteriösen Erbe. Die Suche nach seinen Wurzeln führt ihn tief in die Berge Neuenglands, wo zahlreiche seiner Vorfahren auf grausige Weise ums Leben kamen. Was erwartet ihn auf dem nebelverhangenen Gipfel? Welche Macht zieht unwiderstehlich an ihm und hat seine Familie ins Verderben gestürzt? Eine klassisch angehauchte Horrornovelle für Freunde der "alten Meister" wie Poe oder Lovecraft!"

Wir schreiben das Jahr 1927 in Neuengland. Roderick Usher wird aus einer Nervenheilanstalt entlassen. Kaum an der Bushaltestelle angekommen, wird er bereits von einem Fahrer erwartet, der ihn zum Notar Mr. Vanderbilt chauffiert. Dort erfährt er, dass er ein beträchtliches Erbe antreten soll, an das eine sonderbare Bedingung geknüpft ist. 
Seine Neugier und sein Wissensdurst übersteigen die Freude über das beträchtliche Erbe. So macht er sich auf den Weg in ein kleines Dorf in den Bergen, um seine Wurzeln zu ergründen und damit das unaussprechliche Grauen zu erfahren, das dort bereits auf ihn wartet.

Mit "Das Grauen in den Bergen" hat Fred Ink eine Horrornovelle geschrieben, die in Form und Schreibstil ganz klar an klassische Werke altbekannter Schriftsteller wie Poe und Lovecraft anlehnt. Deswegen war ich auch nicht überrascht, gleich zu Anfang die Widmung "Für Edgar und Howard" zu lesen. Auch im weiteren Verlauf der Novelle treffen wir immer wieder auf altbekannte Namen wie z.B. "Usher", die unmissverständlich klar machen, womit wir es hier zu tun haben.
Trotzdem wurde hier nicht etwa abgekupfert, sondern eine eigene - und wie ich finde - sehr gelungene Hommage an die Altmeister des Horrors geschaffen.

Roderick Usher erzählt seine Geschichte in einem langen Brief an seine Frau Magdalene. Der Schreibstil ist der damaligen Zeit entsprechend altmodisch angehaucht. Dies schadet aber der sich langsam aufbauenden Spannung in keiner Weise. Ganz im Gegenteil. Fred Ink gelingt es ausgesprochen gut, eine Art Lagerfeuerspannung aufzubauen. 
Jeder kennt vielleicht diese Momente, in denen jemand mit angstvoll geweiteten Augen und todernster Stimme seinen Zuhörern eine unfassbare Geschichte erzählt. Niemand will sie so richtig glauben, aber trotzdem ist man nicht in der Lage, wegzuhören. Und obwohl einen die Spannung fast auffrisst, will man das Ende kennen - egal wie schrecklich es sein könnte. So in etwa liest sich "Das Grauen in den Bergen".

Die gesamte Novelle ist ein einziges großes Geheimnis, und der Leser selbst wird sich dabei ertappen, wie er versuchen wird, es zu lösen. Es gibt Stellen in der Erzählung, an denen kluge Köpfe ihren Spaß haben werden. Wer aufmerksam liest, wird in der Lage sein, gewisse Rätsel zu entschlüsseln.
Ich persönlich mag interaktive Lektüre sehr gerne. Nur lesen kann jeder, oder?

Insgesamt war diese kurze aber reichhaltige Novelle ganz großes Kino. Es war durchgängig spannend, interessant und unterhaltsam. 
Abseits vom Mainstream der momentan vorherrschenden Ekel- und Splatterwelle ist Fred Ink hier ein kleines Schmuckstück gelungen, das dem Leser wieder Lust macht, sich einen heißen Tee zu kochen, sich in eine dicke Decke einzuwickeln und das Licht gerade so weit herunter zu drehen, dass man so eben noch in der Lage ist, zu lesen.
Supergut!

Fazit:
"Das Grauen in den Bergen" kann etwas, das viele andere Romane nicht können: Gänsehaut und Faszination erzeugen. Das war richtig guter Schauer-Horror, fabelhaft erzählt und in eine intelligent gestrickte Geschichte gepackt. Ich gebe dafür gerne eine Leseempfehlung.

Details zum Buch:

  • Taschenbuch: 140 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (28. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1478377089
  • ISBN-13: 978-1478377085
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,6 x 1,2 cm 
  • Preis: EUR 6,95
  • Preis für das eBook EUR 2,99

Das Taschenbuch kann man HIER bestellen.

Das eBook gibt es HIER.

Mehr über FRED INK 

Viel Spass !!!

 
 




     

 

  

Kommentare:

  1. Ich fand das Buch auch total klasse. Schade, dass es in diesem Stil nur so wenige Bücher gibt. Oder ich habe sie noch nicht entdeckt.

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    1. Hast Du Dir bei Amazon "Nebelgrund" von Johanna Wiesner runtergeladen? Ich glaube, das ist ähnlich. Gab es die letzten Tage kostenlos.

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  2. Die Autorin hatte mich angeschrieben und gefragt, ob ich ihr Buch rezensieren moechte. Kommt gleich als nächstes dran. *freu*

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    1. Das ist super! Bin gespannt, wie Du es findest. Ich habe leider vorher noch andere Aufträge. Das muss noch ein wenig warten :-(

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