Donnerstag, 25. Oktober 2012

Abgeschnitten - Fitzek/Tsokos



Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Droemer für das Rezensionsexemplar.

Klappentext:

"Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert. Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …"


Paul Herzfeld, Rechtsmediziner und Vater, ist durch seinen Beruf schon einiges gewöhnt. Trotzdem trifft ihn fast der Schlag, als er in einer brutal verstümmelten Leiche ausgerechnet die Telefonnummer seiner Tochter findet. Diese Nummer ist der Beginn einer temporeichen Jagd, denn seine Tochter wurde entführt. Das Ziel: Seine Tochter retten und den Entführer aufspüren.
Das Problem: Die Insel Helgoland birgt weitere Hinweise, ist jedoch kilometerweit entfernt und außerdem durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten. Allein die Comiczeichnerin Linda, die zufällig auf den nächsten Hinweis stößt, kann Herzfeld jetzt noch helfen. Obwohl sie ihre eigenen Dämonen der Vergangenheit zu bekämpfen hat, lässt sie sich in den Fall hineinziehen und hilft Herzfeld telefonisch bei der Rettung seiner Tochter.

"Abgeschnitten" ist ein weiterer fesselnder Thriller von Sebastian Fitzek, der dieses Mal in Kooperation mit einem echten Rechtsmediziner entstanden ist. Michael Tsokos ist unter anderem ebenfalls Buchautor. Einige Leser kennen ihn vielleicht bereits als Verfasser der Titel "Dem Tod auf der Spur" und "Der Totenleser", die ich selber schon verschlungen habe.

Dieses Wissen kommt dem Roman in besonderem Maße zugute. Tsokos lässt sein professionelles Wissen als Gerichtsmediziner in die Story mit einfließen, so dass der Leser einen universitätsreifen Einblick in die Materie bekommt. So ist es auch kein Wunder, dass der Fokus auf dem Charakter Paul Herzfeld liegt. Sein Können allein macht die Aufklärung der Angelegenheit überhaupt erst möglich.
Ein weiterer Charakter ist der Praktikant Ingolf, ein Jungunternehmer, der es durch den Verkauf erfolgreicher Ideen zu einem imposanten Vermögen gebracht hat. Als Herzfeld's tollpatschiger Praktikant bringt er ein bisschen Auflockerung in die Handlung und sorgt ab und zu für den einen oder anderen Schmunzler. Sehr sympathisch.
Linda ist eine Spezies für sich. Gefangen in ihren Ängsten wegen ihres stalkenden Ex-Freundes ist sie trotzdem eine starke, freche Persönlichkeit, ohne die der Roman nur halb so fetzig wäre.
Weitere Charaktere sind vorhanden, aber haben nicht annähernd die Tiefe wie die Hauptprotagonisten. Das ist auch gut so. Sehr viel mehr Informationen kann und will der Leser dann auch nicht verarbeiten, denn die Handlung nimmt einen komplett in Anspruch.

Wie ich es nicht anders von Fitzek kenne, hat der Roman mich von der ersten Seite an gefesselt und nicht wieder losgelassen. Absolut jede Passage hatte Spannung und Tempo. Gänzlich ohne überflüssige Längen brilliert "Abgeschnitten" mit einer mitreißenden Handlung, interessanten Charakteren, einem lockeren und unterhaltsamen Schreibstil und nervenzerfetzender Spannung.
Wie auch bei seinen anderen Werken zuvor, hat Fitzek mich mehr als einmal ausgetrickst und mich auf eine falsche Fährte gelockt. Obwohl ich mit überraschenden Wendungen gerechnet habe, ist es ihm wieder gelungen, mich gekonnt an der Nase herum zu führen. Ich habe mich mehr als nur gut unterhalten gefühlt. Ganz großes Kino!

Immer, wenn man glaubt, der Roman ist zu ende, gibt Fitzek dem Leser noch die Möglichkeit, interaktiv mitzuwirken.
Deswegen empfehle ich jedem Leser, die Telefonnummer auf dem Cover zu wählen. Ein kleines Extra ist bei Fitzek immer drin.

Fazit:
"Abgeschnitten" ist sowohl äußerlich als auch inhaltlich ein Prachtstück für jedes Thriller-Regal. Und wer sich das Nägelkauen schon abgewöhnt hatte, läuft hier Gefahr, wieder damit anzufangen. Dafür gibt es von mir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Details zum Buch:

Erschienen bei Droemer im September 2012

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Droemer (26. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426199262
  • ISBN-13: 978-3426199268
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3 cm
  •  Preis: EUR 19,99
Eine Bestellmöglichkeit mit Leseprobe, Leserstimmen, Trailer und Link zum eBook gibt es HIER.

Viel Spaß !!!
 
   

 

 
 

 

Montag, 22. Oktober 2012

Der jüngste Tag - Michael Green



Vorab recht herzlichen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar

Klappentext:

"Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Ein Supervirus hat beinahe die gesamte Menschheit ausgelöscht. Mark Chatfield und seine Familie sind immun gegen die Krankheit. Auf der Suche nach anderen Überlebenden segeln sie nach Australien. Was sie dort erwartet, übersteigt den bisherigen Schrecken: Denn offenbar war die globale Pandemie kein Zufall. Mark könnte selbst dafür verantwortlich sein..."

"Der jüngste Tag" ist der zweite Teil der "Blood Line Reihe" von Michael Green und knüpft in der Handlung direkt an den ersten Teil "Stunde Null" an.

Wir erinnern uns:
(Achtung, Spoiler für Leser, die den ersten Teil "Stunde Null" noch nicht kennen!)

Mark Chatfield muss am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn nahezu die gesamte Menschheit ausgelöscht wird. Ein Supervirus mit tödlich kurzer Inkubationszeit richtet innerhalb von wenigen Wochen alle Menschen außer ihn, wie er zunächst glaubt.
Er begibt sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden und trifft im englischen Haver House auf eine Gruppe Menschen, die sich als seine direkten Verwandten herausstellen. Anscheinend ist die gesamte Familie Chatfield gegen den Virus immun, was man später auf ein spezielles Gen, das nur diese Famile hat, zurückführt.
Die anfängliche Freude über den Fund anderer Menschen wandelt sich bald in blankes Entsetzen. Die Familie unterliegt nämlich der mittelalterlichen Schreckensherrschaft von Nigel und seinen grausamen Söhnen. Sie halten die restlichen Familienmitglieder wie Sklaven und richten selbst kleinste Vergehen mit blanker Waffengewalt. Mark und seine Familie sitzen in der Falle, planen jedoch die Flucht, die ihnen schließlich auch gelingt.
Im zweiten Teil "Der jüngste Tag" befinden sich Mark und einige andere Familienmitglieder auf dem Weg nach Australien, um weitere Überlebende der Familie Chatfield ausfindig zu machen.
Parallel dazu erzählt uns Michael Green, wie es in England weiter geht, denn die Flucht der kleinen Gruppe wurde bemerkt und die dortige Gruppe muss nun die Flüchtigen ersetzen. Die Diktatur von Nigel geht weiter.


Ich möchte gleich vorweg sagen, dass diese Reihe weder Zombies noch Splatterszenen enthält. Wir haben hier ein Endzeitszenario in seiner reinsten Form - entstanden durch eine Pandemie ohne paranormale Zutaten.

Auch den zweiten Teil konnte ich als Fan von solider Endzeitliteratur wieder nicht aus der Hand legen.
Michael Green hat mit "Der jüngste Tag" einen würdigen Folgeroman geschaffen, der dem ersten Teil "Stunde Null" an Spannung in nichts nachsteht. 
Erneut darf der Leser mit Mark und seinen Verwandten ums nackte Überleben kämpfen. Sprachlich guter und flüssig zu lesender Stoff für den Fan von Apokalypsen aller Art. 
Auch hier hat Michael Green die Gunst der Stunde genutzt, um ein wenig Kritik an Religion und Gesellschaft einzubringen. Was wäre ein Endzeitthriller ohne diese Elemente?
Der Charakter Mark Chatfield leidet in diesem Teil allerdings ein wenig. Seine übertriebene Jagd nach Genen und möglichen zeugungswilligen Überlebenden macht ihn streckenweise ein wenig unsympathisch. Seine Besessenheit bezüglich der Arterhaltung nimmt im Laufe der Geschichte übertriebene Züge an. Das hat mich irgendwann etwas genervt. Dies soll nun aber nicht bedeuten, dass es reichlich Sexszenen gibt. Natürlich erfreuen sich auch in diesem Roman die Protagonisten eines erfüllten Liebeslebens, aber Sex ist eine Sache, mit der Michael Green sich ein wenig schwer tut. So konnte ich mir bei der einen oder anderen Liebesszene ein Grinsen nicht verkneifen, wirkten diese Versuche, ein Paar beim Sex zu beschreiben doch etwas hölzern und gestelzt. Ich würde fast so weit gehen, dass solche Passagen unfreiwillig komisch waren.

Das wäre dann aber auch mein einziger Kritikpunkt, den Michael Green mit den beiden parallel laufenden Handlungen wieder wett gemacht hat. Als Höhepunkt der Story laufen diese beiden Handlungen irgendwann wieder zusammen und lassen den gespannten Leser mit einem wirklich argen Cliffhanger zurück.
Auch dieses Mal mochte ich mich von den Chatfields noch nicht trennen und fühlte mich viel zu früh und zu plötzlich aus diesem spannenden Roman herausgerissen.
Nun bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass dieser Roman sich gut genug verkauft, damit Bastei Lübbe auch den dritten und letzten Teil der Reihe ( Blood Roots) nach Deutschland holt.

Fazit:
"Der jüngste Tag" von Michael Green ist ein packender und würdiger zweiter Teil zu "Stunde Null", der einen angefixten Leser zurück lässt. Klare Leseempfehlung für Fans von stimmiger Endzeitliteratur. Horrorfans in Erwartung von Zombies und anderen Monstern: Finger weg, denn das ist kein Horror Roman.  

Details zum Buch:

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 1 (21. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404166973
  • ISBN-13: 978-3404166978
  • Originaltitel: Blood Bond
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 3,2 cm 
  • Preis: EUR 8,99 

Dieses Buch bei BASTEI LÜBBE bestellen.

Viel Spaß !!!
 
   

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Das Schloss - Tim Svart



Vorab ganz herzlichen Dank an Tim Svart für ein wirklich tolles und zudem auch noch signiertes Rezensionsexemplar.

Klappentext:

"Mit ihren gerade einmal sechzehn Jahren hatte Jessica noch keinen einzigen Gedanken ihres zuckersüßen Teenagerlebens an den Tod verschwendet. Aus diesem Grund ahnte sie auch nicht, dass er ihr bereits dicht auf den Fersen war..."

Sechs Menschen treffen in einem verlassenen Schloss aufeinander, doch nicht jeder von ihnen ist freiwillig hier. Und nicht jeder wird das alte Gemäuer lebend verlassen. Das Schloss – seit jeher wurde in seinen Mauern gelitten, gequält und getötet. An diesem düsteren Ort kannst du noch so laut um Hilfe rufen. Niemand wird deine Schreie hören."


"Das Schloss" von Tim Svart führt den Leser in einen Abgrund aus Tod, Folter und Sex.
Die Story dreht sich grundsätzlich um die Brüder Kid und Adam, deren favorisierter Zeitvertreib darin besteht, junge, hübsche Frauen zu ködern und sie in ihre tödliche Falle zu locken. Nachdem ihr altes Versteck, eine verlassene, heruntergekommene Hütte im Wald, als Entsorgungsmöglichkeit für Dutzende von Frauenleichen nicht mehr ausreicht, beziehen sie ein altes Schloss. Das riesige Anwesen bietet jede Menge Stauraum für abgelegte Spielzeuge und ausschweifende Folterstunden.
Aber das Schloss zieht auch noch ein anderes Publikum an. Der Fotograf Jonas entdeckt das scheinbar verlassene Gemäuer als perfekte Location für erotische Fotoshootings. So dauert es nicht lange, bis auch er mit seinem Model Vanessa dort Einzug hält.
Gleichzeitig gibt es da noch den jungen Ronnie, den es auf der Suche nach seiner verschwundenen Freundin Sandy ebenfalls an diesen Ort verschlägt.

Dieser, als Psychothriller kategorisierte Roman, ist ein Pageturner wie ihn der leidenschaftliche Horrorfan mag.
Tim Svart hat mit Kid und Adam zwei kaltblütige Psychopathen geschaffen, die alles mitbringen, was perverse Mörder brauchen. Kid ist der gutaussehende Lockvogel, der problemlos jedes Mädchen rumkriegt. Er ist der Kopf des Duos, der trotz aller Grausamkeit mit seinem wachen Verstand jede Situation im Griff hat. Adam verkörpert den weniger gutaussehenden, dafür aber  umso unberechenbareren und kränkeren Part der Geschwister. Im Gegensatz zu Kid ist ihm das Glück mit Frauen nicht hold. Faszinierenderweise haben die Brüder ein tiefes und inniges Verhältnis zueinander, das im krassen Gegensatz zu ihren Machenschaften steht. 
Die anderen Charaktere sind relativ platt und irgendwie auch unwichtig, und das ist auch gut so. Als Fan von genau solcher Lektüre brauche ich bitte keine tiefgründigen Problemcharaktere, deren Innerstes mich zu Tode langweilt. Sie dürfen an dieser Stelle gerne vorhersehbar dämlich sein. Von solchen Leuten lebt der Psychopath, oder?

Zugegeben, hier werden ein paar Klischees bedient. Aber ist das nicht genau das, was der begeisterte Horrorfan auch an Laymon's Werken liebt? Mir war das jedenfalls mehr als recht, denn sie Story hatte Tempo und Spannung.
Tim Svart präsentiert dem Leser die Story in geschickt platzierten Häppchen. So wechselt die Handlung immer wieder von einem zum anderen Charakter. Fast jeder Abschnitt endet in einem spannenden Cliffhanger, so dass man es kaum erwarten kann, bis dieser Charakter wieder an der Reihe ist.

Der Roman ist mit einer guten Portion Erotik versehen. Da kann es passieren, dass dem angespannten Leser ab und zu ein wenig heiß wird. Dabei erschafft der Autor im richtigen Moment die richtige Stimmung, ohne auf übertriebene Fäkalsprache zugreifen zu müssen.

Die blutigen Szenen sind dann schon etwas derber, bewahren sich aber immer noch einen gewissen Stil, so dass ich sie jetzt nicht als Splatter bezeichnen mag.

Insgesamt hat Tim Svart einen sehr angenehmen Schreibstil, der dem Horrorgenre mehr als gerecht wird. Es wurde darauf geachtet, den Leser nicht mit Verschachtelungen und Detailverliebtheit zu langweilen, wofür ich immer wieder sehr dankbar bin. Auf überflüssige Längen verzichtet der Horrorfan nämlich gerne. Ein solcher Roman muss rasant voran gehen, an jeder Stelle absolut rocken und den Leser nach mehr verlangen lassen. Das ist Tim Svart zu hundert Prozent gelungen.

Tatsächlich erinnert mich das Werk in seiner Gesamtheit ein bisschen an die Romane von Richard Laymon. Ich hatte eigentlich aus allen Kategorien etwas dabei: Spannung, Sex, Blut und menschliche Abgründe - perfekt.

Mit dem Ende von "Das Schloss" hat Tim Svart sich ganz elegant ein Hintertürchen offen gelassen. Es muss noch nicht vorbei sein, und von mir aus soll es das auch nicht. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ihm in naher Zukunft zu dieser Story noch ein paar Leckerbissen einfallen. 

Schließlich bekommt der Leser am Ende des Buches noch eine Kurzgeschichte geschenkt, die man als kleine Vorgeschichte zum eigentlichen Roman betrachten könnte. Das tröstet dann ein bisschen darüber hinweg, dass man schon durch ist.

Fazit:
"Das Schloss" ist ein spannender Pageturner, der mich mehrere Stunden gut unterhalten hat. Wer auf Horrorschmöker im Laymon-Style steht, ist mit diesem Roman absolut gut bedient. Guten Gewissens gebe ich für diesen Roman eine Leseempfehlung.

Details zum Buch:

  • Taschenbuch: 322 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (3. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1480035041
  • ISBN-13: 978-1480035041
  • Größe und/oder Gewicht: 20,3 x 13,3 x 2,1 cm 
  • Preis: EUR 9,99
Die Taschenbuchausgabe kann man HIER bestellen.

Diesen Titel als Kindle eBook inklusive Blick ins Buch gibt es HIER

Dem anspruchsvolleren Horrorfan, der eher auf Poe und Lovecraft setzt, empfehle ich Tim Svart's Kurzgeschichte "Musik der Finsternis". An Vielseitigkeit mangelt es diesem Autor absolut nicht. Eine Rezension zu diesem Titel findet Ihr ebenfalls auf diesem Blog. Ihr findet sie über die Suchfunktion.

Wer Tim Svart auf seiner Facebookfanseite gerne ein "Like" schenken möchte, kann das gerne HIER tun.

Eine Übersicht und Informationen zu seinen Werken findet man HIER.

Viel Spass !!!

 

Sonntag, 14. Oktober 2012

Die Treppe im See - Ronald Malfi


Vorab auch hier wieder ganz herzlichen Dank an VOODOO PRESS für dieses Rezensionsexemplar.

Klappentext:

"Für Travis und Jodie Glasgow scheint das Haus in der idyllischen Kleinstadt perfekt. Die umliegenden Wälder und der See gleichen dem Bild einer Postkarte. Doch kaum ziehen sie ein, fangen die Dinge an … sich zu verändern.
Fremde Stimmen wecken Travis Nacht für Nacht. Geister plagen seine Träume. Gestalten huschen durch die dunklen Flure – erschreckende Formen, die Ähnlichkeit mit einem kleinen Jungen haben. Und unerklärlich sind auch die Treppen, die sich aus den Tiefen des Sees erheben.
Je mehr Nachforschungen Travis anstellt, je mehr er über das Haus und dessen gewaltsame und tragische Vergangenheit erfährt, desto weiter taucht er in die Geheimnisse ein, die unter der Oberfläche lauern."


Der 1977 in den Staaten geborene Autor Ronald Malfi hat bereits in den 90ern zahlreiche Novellen und Kurzgeschichten aus den Bereichen Horror und Thriller veröffentlicht. 
Inzwischen schreibt Malfi auch Romane, die bislang nicht in Deutschland erschienen sind. Einer davon - "Shamrock Alley" wurde 2010 sogar mit einem "Independent Publisher Book Award" für den besten Spannungs-Roman des Jahres ausgezeichnet.
Nun konnte VOODOO PRESS Ronald Malfi für sich gewinnen, so dass auch deutsche Leser in den Genuss seiner Werke kommen.

"Die Treppe im See" erzählt die Story von Travis Glasgow.
Travis ist ein Autor, der die Geister seiner Vergangenheit in seinen Werken verarbeitet. Mehr als einmal versucht er, durch seine Bücher über den Tod seines kleinen Bruders Kyle hinweg zu kommen.  Mit seiner Frau Jodie bezieht er ein Haus in der unmittelbaren Nachbarschaft seines Bruders Adam. Dort beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt und gleichzeitig eine Zeit voller unheimlicher Begebenheiten und Rätsel. Geheimnisvolle Erscheinungen und Ungereimtheiten über die Vorgeschichte des neuen Hauses lassen Travis nicht ruhen. Also beginnt er, Nachforschungen in die Wege zu leiten, um Geheimnisse zu ergründen und seine eigenen Geister zu vertreiben.

Ronald Malfi ist in den Staaten bereits dafür bekannt, dass seine Charaktere oft am Leben gescheiterte Existenzen sind, die im Laufe der Handlung ihre Abgründe aufarbeiten und bewältigen.

Travis ist ein solcher Charakter. Gekonnt zeichnet Malfi hier das Bild eines innerlich zerrissenen Menschen, der im Begriff ist, die Leichen in seinem Keller an die Oberfläche zu befördern. 
Der Leser begleitet Travis, der seine Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, auf eine spannende und aufwühlende Reise in die düsteren Geheimnisse einer Kleinstadt.
Das ist sogar so gut gelungen, dass man Travis nicht nur begleitet - man IST Travis. Wir erleben die Story durch seine Augen, wir fühlen den Schmerz, wir haben Angst und wir werden fast wahnsinnig vor Spannung, wenn er des Nachts durch unheimliche Geräusche geweckt wird und sich auf die Suche nach deren Ursache macht.
Ein weiterer detailliert gezeichneter Charakter ist David Dentman, der, obwohl er nur ein Nebencharakter ist, einen großen Eindruck bei mir als Leser hinterlassen hat. Leider darf ich aus Spoilergründen nicht weiter auf ihn eingehen, was sehr schade ist. Dazu kann ich nur sagen: Großartig geschrieben! Man wird wissen, wie ich es meine, wenn man es selber liest.
Der Charakter seiner Frau Jodie ist nur eine Randfigur. Sie dient dazu, den Bezug zur Realität in genau den richtigen Momenten wieder herzustellen. Sie ist der stabile Faktor, der für Momente der Entspannung sorgt.

"Die Treppe im See" hat noch den seltenen Gänsehautfaktor, der vielen zeitgenössischen Mysterythrillern heutzutage leider abgeht. 
Wenn man sich vorstellt, dass man in der Nacht wach wird und fast den Herztod stirbt, weil ein Schatten vor dem Bett steht, der sich später als das eigene Kind herausstellt, das nur Durst hatte, dann beschreibt das in etwa wie es ist, diesen Roman zu lesen. Man steht eigentlich permanent unter Strom, weil der Spannungsbogen an vielen Stellen oftmals bis zum Zerreissen gespannt ist.

Dazu kommt dann noch das Rätsel, das der Story zugrunde liegt. Travis arbeitet sich durch eine komplexe Ermittlung, die den Hobbydetektiv im Leser weckt. Dabei werden wir mehr als nur einmal raffiniert auf eine falsche Fährte gelockt. Das bringt einen letztlich auch dazu, das Buch ab dem letzten Drittel ohne Pause zu verschlingen, weil man die Ungewissheit kaum noch aushält.

Ich muss zugeben, dass mich die Auflösung am Ende überrascht hat. Ich lag bis zum Schluss komplett falsch - Mission geglückt - Leser gekonnt an der Nase herumgeführt.

Den Schreibstil möchte ich als eine Mischung aus einfach und bildhaft beschreiben.
Ronald Malfi erschlägt seine Leser nicht mit ausladenden Metaphern und komplexen Schachtelsätzen. Trotzdem ist hier ein bildhafter Sprachgebrauch gelungen, der im Kopf des Lesers atmosphärische Stimmungen und Eindrücke erzeugen kann.
In meinen Augen ein gelungener Mix aus Unterhaltung und einem gewissen Anspruch.

Fazit:
"Die Treppe im See" ist spannend, unheimlich und intelligent gestrickt - gespickt mit raffiniert eingebauten Finten, die den Leser das eine oder andere Mal auf eine falsche Fährte locken. Ich habe mich ausgezeichnet unterhalten und setze Malfi auf meine Liste favorisierter Autoren.
Sowas von Kaufempfehlung!

Details zum Buch:


ISBN: 978-3-902802-16-3

EUR 12.95

Taschenbuch
Deutsche Erstveröffentlichung
Übersetzer: Andreas Schiffmann
Originaltitel: Floating Staircase
Titelbild: Lars Maria Maly
384 Seiten


Bestellen kann man diesen Roman HIER

Eine kostenlose Leseprobe findet man HIER

Viel Spaß!!!

 

Feed Viruszone - Mira Grant



Vorab herzlichen Dank an Fictionfatasy und LYX für das bereit gestellte Rezensionsexemplar!

Klappentext:

"Im Jahr 2014 geschieht das Unbegreifliche: Künstlich hergestellte Viren entweichen aus einem Labor und verbinden sich zu einem neuen Krankheitserreger, der die Toten zum Leben erweckt. Millionen Menschen sterben, als eine Flut von Zombies die ganze Welt überrennt. Zwanzig Jahre nach dem Ausbruch sind die Internetblogger Georgia und Shaun Mason auf der Suche nach den Hintergründen der Epidemie. Als Senator Peter Ryman sie bittet, ihn bei seiner Wahlkampagne zu begleiten, sagen die beiden sofort zu. Doch dann kommt es zu einem Zombie-Angriff, der eindeutig auf Sabotage zurückzuführen ist. Eine gefährliche Jagd beginnt ... "

Amerika im Jahre 2014:
Der Wissenschaft gelingt endlich der Durchbruch. Endlich sieht die Menschheit sich in der Lage, Krebs und Grippe effektiv zu heilen. Der Preis dafür ist hoch, denn die Forschung läuft aus dem Ruder und bringt einen neuen, gefährlicheren Virus hervor, der die Toten auferstehen lässt. 
20 Jahre später:
Die Menschheit hat düstere Zeiten hinter sich, in denen Untote die Welt bevölkert haben und die Zahl der Überlebenden merklich in den Keller gerutscht ist. Die Regierung hat sich der allgemeinen Situation angepasst, so dass man sich ständig und überall auf den Virus testen lassen muss. Eine Art Kontrollstaat hat sich gebildet.
Die Zombies haben eigene Gebiete in Beschlag genommen, die von den Menschen tunlichst gemieden werden. Kaum jemand verlässt noch seine sichere Region.  Der Kontakt zur Außenwelt geschieht hauptsächlich über das Internet. Also wird gebloggt, was das Zeug hält. Unter den Bloggern entwickelt sich eine Art Wettbewerb. 
Da wären wir auch schon bei den Protagonisten Georgia und Shaun Mason, die gemeinsam mit Buffy einen Blog führen. Um sich im Bloggerimperium zu etablieren, begeben sie sich immer wieder in Gefahrenzonen, auf der Suche nach der spektakulärsten Story. Natürlich dauert es nicht allzu lange, bis sie den Hintergründen der Epidemie und somit den Machenschaften der Regierung auf die Schliche kommen.

Nun denn - komme ich also zu meiner eigentlichen Buchbesprechung.

"Feed" wird als Zombie-Roman beworben und wird außerdem bei meinen Amazon-Empfehlungen in einer Reihe mit "Die Jahre der Toten" und ähnlichen echten Zombieschmökern geführt.
Wie gut, dass es die Möglichkeit der Buchbesprechungen gibt, denn die einzigen Untoten in diesem Roman waren die Charaktere, die mich auf den fast 500 Seiten von einem Sekundenschlaf in den nächsten katapultiert haben. So hat jeder Charakter seine für ihn typischen Eigenschaften, an denen dann auch mit stoischer Gelassenheit ununterbrochen festgehalten wird. Auflockerungsversuche und jugendlich-salopper Sprachgebrauch (Zitat: "Wir sind am Arsch!") konnten mich leider nicht dazu bewegen, von den Kids nicht genervt zu sein.
Leider sehe ich mich selber nicht in einer Gruppe mit all den anderen begeisterten Teenie-Bloggern, deren hochjubelnde Rezensionen derzeit den Markt fluten.
Das könnte daran liegen, dass "Feed" eher ein Abenteuerroman für Jugendliche ist, gleichzeitig aber durch geschickte Werbung auch die hartgesottenen Horrorfans wie mich anlocken soll. Zumindest das ist wirklich gut gelungen.

Gar nicht übel finde ich den Versuch, polit- und gesellschaftskritische Aspekte in der Story unterzubringen. Allerdings neigt die Autorin auch zu endlosen Schachtelsätzen. Die Kombination aus Thematik und Schreibstil ist anstrengend und ermüdend - in meinen Augen für Jugendliche eigentlich zu viel des Guten. 

Spannung hat sich - zumindest für mich -  an keiner Stelle auch nur annähernd entwickelt. Man weiss eigentlich ziemlich schnell, wer der Bösewicht ist. Alles ist sehr vorhersehbar und platt. Man hat im Grunde permanent das Gefühl, dass die Autorin versucht, es dem Leser recht zu machen. Das Buch soll ein breites Publikum ansprechen: Den Zombie-Fan, den Politthriller-Fan, den Jugendroman-Fan und eventuell auch noch ponyreitende Teenies, die sonst eigentlich nur die Bravo lesen. Es wurde versucht, mit allen Mitteln eine Jugendfreigabe zu erzielen. Das erklärt dann wahrscheinlich auch das komplette Fehlen sämtlicher Elemente, die ich mir von diesem Roman eigentlich erwartet hatte.

Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum dieser Titel auf Amazon mit Bryan Smith und Tim Curran getagged wurde.

Ganz sicher kann die Autorin nichts dafür, dass sie meinen Geschmack um Kilometer verfehlt hat. Dann bitte ich im Gegenzug doch um eine wahrheitsgetreue Bewerbung der Romane, damit man sich später nicht ärgert.

Fazit:
Allein die Tatsache, dass ich versprochen habe, eine Rezension abzuliefern, hat mich durchhalten lassen. Es gab mal Zeiten, da habe ich "Hanni und Nanni" verschlungen. Damals hätte ich sicherlich auch diesen Schmöker geliebt. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Deswegen bin ich mehr als nur einmal unangenehm aufgefallen, weil mir laut schnarchend das Buch aus der Hand gerutscht ist.
Leseempfehlung für Harry Potter Fans zwischen 12 und 15 Jahren - Horrorfans und Zombieliebhaber: Hände weg!

Details zum Buch:


  • Broschiert: 512 Seiten
  • Verlag: Lyx; Auflage: 1 (12. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3802584163
  • ISBN-13: 978-3802584169
  • Originaltitel: Feed
  • Größe und/oder Gewicht: 21,3 x 13,2 x 4,1 cm 

Einen Kauflink mit Blick ins Buch gibt es HIER.





 

Montag, 8. Oktober 2012

Graues Land - Die Schreie der Toten - Michael Dissieux



Klappentext:

Der dreizehnjährige Daryll hat zwei Wochen in einer postapokalyptischen Welt überlebt. Zusammen mit der kleinen Mary Jane machte er sich das Leben so angenehm wie es die Umstände zuließen. Als das Mädchen eines Tages von einer höllischen Kreatur angefallen wird und kurz darauf verschwindet, beschließt Daryll seine Heimatstadt zu verlassen.
Auf seiner Reise trifft er auf andere Überlebende, wie etwa Murphy, einen alten, kauzigen Mann, die zwölfjährige Demi und Wulf, einen Biker, den der Verlust seiner Familie zu zerreißen droht.
Sie alle merken schnell, dass sie die Gefahren, die diese tote, nahezu entvölkerte Welt für sie bereithält, nur gemeinsam bestehen können. Und so beschließen sie, eine Militärbasis an der Küste aufzusuchen, in der Hoffnung auf Hilfe und medizinische Versorgung.
Als sie nach einer gefährlichen und aufrüttelnden Reise die Basis erreichen, wird der Gruppe auf brutale Weise vor Augen geführt, dass die Welt sich weitergedreht hat.
Und dann ist da noch Meg, das Mädchen von der Straße, das die Schreie der Toten hören kann ...


Mit "Die Schreie der Toten" setzt Michael Dissieux die Geschichte um Daryll, den Zeitungsjungen, fort, der im ersten Teil "Graues Land" lediglich eine kleine Nebenrolle hatte.
Gehen wir noch einmal zurück ins graue Land, wo in den Hügeln noch der alte Harvey lebte, der seine totkranke Frau pflegte und sich nach dem Verschwinden nahezu aller Menschen in seinem Haus verbarrikadierte. In Zeiten, wo noch alles seinen geregelten Ablauf hatte, war Daryll einmal Harv's Zeitungsjunge.

Inzwischen sind nur wenige Wochen vergangen. Harvey und seine Frau sind tot. Die Story konzentriert sich nun zunächst auf den 13-jährigen Daryll, der sich gemeinsam mit der kleinen Mary Jane in seiner ehemaligen Schule versteckt. Die graue Welt hat sich nicht verändert. Die wenigen Überlebenden verschanzen sich noch immer in ständiger Angst vor den Kreaturen, die nachts um die Häuser streifen. Mittlerweile sind die Bestien mutiger geworden und machen die Suche nach lebensnotwendigen Dingen immer gefährlicher. Nachdem auch Mary Jane von einer der Bestien gebissen wird, verschwindet diese nach wenigen Tagen. Daryll beschließt, den sicheren Schutz seines Klassenzimmers zu verlassen, um andere Überlebende zu finden. 
Schon nach kurzer Zeit trifft er auf den alten Murphy, Harvey's alten Freund, der sich um Harvey's verletzte Enkelin Demi kümmert. Als wenig später auch Wulf dazu stößt, beschließen sie, gemeinsam die Stadt zu verlassen, in der Hoffnung auf Hilfe und so etwas wie eine Zukunft. 

Wie schon in "Graues Land" besticht Michael Dissieux durch seine eindringliche und greifbare Erzählkunst. Es gab eigentlich keinen Moment in dem ich die erdrückende und hoffnungslose Atmosphäre nicht spüren konnte. Der Autor schafft eine dichte und belastende Stimmung, die schon fast zu viel wäre, wenn da nicht immer im richtigen Moment kleine Auflockerungen in Form von warmen Erinnerungen und kurzen Flashbacks kämen. Dieses Einstreuen positiver Energie, wie ich es jetzt mal nennen möchte, hält den Leser gekonnt bei der Stange und verhindert das Aufkommen von Frustration. Ich möchte mal fast sagen, dass hier mit den Gefühlen der Leser gespielt wird. Erst denkt man noch, dass alles absolut hoffnungslos ist, und im nächsten Moment ist man überzeugt davon, dass alles wieder gut wird.

Nicht ganz unschuldig daran sind die geschickt ausgearbeiteten Charaktere.
Wieder darf der Leser tief in die Gedanken der einzelnen Figuren eintauchen und sich von den unterschiedlichsten Stimmungen gefangen nehmen lassen.
So war ich hautnah dabei, als Daryll sich innerlich von seiner Kindheit verabschiedete und lernte, über sich hinaus zu wachsen.
Ich sah durch Demi's Augen wie ihre Mutter starb und ich erfuhr durch Wulf, dass man für immer ein Vater sein kann, auch, wenn man längst keiner mehr ist.
Jeder einzelne von ihnen trägt eine Moral in sich, die es zu entdecken gilt. So dauert es dann auch nicht sonderlich lange, bis man sich an jeden Charakter gewöhnt und ihn lieb gewinnt.

Ein zweiter Teil hat immer den Nachteil, dass man ihn mit dem ersten Teil vergleicht. Oftmals schneiden die Nachfolgeteile schlechter ab als ihre Vorgänger. Hier fällt mir ein direkter Vergleich jedoch schwer, weil die Story inhaltlich etwas andere Wege geht, als zuvor. Der erste Teil lebt quasi von seinem stillen Grauen, wo hingegen der zweite Teil mehr Bewegung in die Handlung bringt. Ich würde noch nicht soweit gehen, von Action zu sprechen, aber hier passiert definitv mehr. Die Figuren sind entschlossener und handlungsbereiter. Die Sache kommt schlicht und ergreifend in Gang. Trotzdem musste ich nicht auf die Gänsehaut verzichten, die während meiner Lesestunden sozusagen mein Dauergast war.

Die Fragen, die der goreverwöhnte Horrorfan nun eventuell noch hat, will ich auch gerne beantworten. Auf überzogenen Splatter und Fäkalsprache muss man hier verzichten. Sex ist hier nur Nebensache. Natürlich gibt es Tote, die nicht sanft im Schlaf sterben, aber die Beschreibungen halten sich im magenfreundlichen Rahmen. Vollkommen okay für Splatterfans - noch besser für empfindsame Gemüter. Dieser Roman ist also für eine breite Leserschaft geeignet.

Wieder wurden einige Fragen offen gelassen. Michael Dissieux lässt seine Leser nach einem finalen Showdown mit einem Cliffhanger und dem Wunsch nach einer sofortigen Fortsetzung zurück.

Wie alle Bücher vom LUZIFER-Verlag ist auch dieses Buch wieder hervorragend verarbeitet und von absolut hochwertiger Qualität. Der stabile Einband schützt das Buch, so dass es auch jetzt noch wie frisch aus dem Laden aussieht.

Das stimmige und atmosphärische Cover wurde von Timo Kümmel gestaltet. Ich finde es wunderbar gelungen und sehr passend für diesen Roman.

Innen im Buch haben wir wieder Illustrationen, die jeweils passend zur Handlung ab und zu auftauchen und die Bilder in unseren Köpfen dezent bestätigen. Klasse gemacht!

Fazit:
"Die Schreie der Toten" ist ein absolut würdiger Nachfolger von "Graues Land" - ein Must-Have für Fans von stillem Grauen und düsterer Endzeitstimmung. Klare Kaufempfehlung!

Details zum Buch:


  • Broschiert: 279 Seiten
  • Verlag: Luzifer (18. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943408086
  • ISBN-13: 978-3943408089
  • Größe und/oder Gewicht: 20,9 x 11,7 x 1,8 cm 
  • Illustrationen: Jessica May Dean
  • Covergestaltung: Timo Kümmel
  • Preis € 12,95

HIER kann man das Buch bestellen.

Es gibt verschiedene eBook-Formate. Zum Download geht es mit jeweiligem Klick auf das gewünschte Format.

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Und zum Schluß noch eine kostenlose LESEPROBE

Viel Spaß !









 

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Interview mit Michael Preissl von VOODOO PRESS



Liebe Horrorfans,

gemeinsam mit Thomas Backus, Autor von "Zombies - Sie werden Dich fressen" durfte ich den Gründer und Chef von VOODOO PRESS Michael Preissl interviewen.

Das Ergebnis dieser mehrstündigen Chatsession könnt Ihr jetzt hier nachlesen.

Thomas: Also, Michael, erzähle doch ein bisschen was über Dich, Deine Beziehung zu Horror- und Deinen Verlag!

Michael: Hi, ich bin 35 Jahre alt, wohne in Österreich, ausserhalb von Wien und führe mittlerweile seit 3 Jahren den Verlag Voodoo Press, der durch die Leidenschaft zur Phantastik entstanden ist.

Thomas: Was hast Du vorher gemacht? Betreibst Du Deinen Verlag hauptberuflich?

Michael: Ich bin freiberuflich als IT Consultant, Verleger und Übersetzer tätig.

Thomas: Was übersetzt Du denn so, und für wen?

Michael: Anfangs meist für Voodoo Press, danach kamen Anfragen von Kleinverlagen und aktuell arbeite ich an einer Übersetzung für ein größeres Verlagshaus.

Carmen: Musst Du auch andere Genres übersetzen?

Michael: Bis jetzt ist es mir gelungen, der Phantastik treu zu bleiben. Darunter zähle ich Horror, Bizarro Fiction, SF und Phantastische Thriller.

Thomas: Du sagtest, Dein Verlag sei das Ergebnis Deiner Phantastik-Leidenschaft. Wie hat denn diese Leidenschaft begonnen? Wo liegen Deine Wurzeln?

Michael: Angefangen hat es mit Old School Horror Büchern verschiedenster Autoren. Danach las ich altbekannte Autoren wie Poe, Lovecraft, Kafka. Außerdem bin ich ein großer Film und Serienfan.

Thomas: Welche Old School Autoren denn? Und gibt es vielleicht jemanden, der Dich da heran geführt hat?

Michael: Ich zähle mal Stephen King als Old School Horror Autor oder Dean Koontz, Peter Straub, Clive Barker. Das erste Buch, das ich damals als Teenager in den Händen hielt, war "ES". Das steht heute noch bei mir im Regal :-)
Ich habe es mir damals von meinem Taschengeld gekauft und war total fasziniert davon.


Carmen: Welcher Autor ist heute Dein Favorit, Michael?

Michael: Favoriten habe ich keine. Das liegt vielleicht auch daran, dass es bei mir sehr stimmungsabhängig ist.

Thomas: Warst Du immer nur Konsument, oder auch Kreativer? Hast Du vor dem Verlegen geschrieben oder Illustriert? Hast Du evtl. Fandomerfahrung?

Michael: Ich habe mich mal in Kurzgeschichten versucht, aber es dann gelassen. Diese Art der Kreativität überlasse ich den Autoren :-)

Thomas: Okay, und wie wurdest Du dann zum Verleger? Wie kamst Du auf die Idee, einen Verlag zu Gründen?

Michael: Der Gedanke kam mir, als ich meine erste Anthologie in Angriff nahm. "Rose Noire" wollte ich selbst vertreiben und nach reichlichen Überlegungen gründete ich Voodoo Press. Kurz darauf kamen auch schon die ersten Manuskripte. Darunter "Das Tal des Grauens" von Michael Knoke.

Thomas: Kannst Du auf diese Anthologie etwas näher eingehen?

Michael: Mein Ziel war es, eine auf 100 Exemplare limitierte Anthologie zu veröffentlichen. Ich habe sie damals absichtlich auf kein Thema beschränkt, da ich sehen wollte, was den Autoren zu dunkler Phantastik einfällt.

Thomas: Hast Du das Projekt zuerst woanders eingereicht oder gleich den eigenen Verlag gegründet?

Michael: Ich hatte darüber nachgedacht, ob ich es wo einreichen sollte, mich aber dazu entschlossen, es selbst zu probieren.

Thomas: Hast Du Dir vorher Ratschläge geholt, oder bist Du gleich ins kalte Wasser gesprungen?

Michael: So ganz ins kalte Wasser bin ich nicht gesprungen. Ich habe mich zuvor mit ein paar Leuten darüber unterhalten und mir auch wertvolle Tipps geholt.

Thomas: Und das hat gleich geklappt?

Michael: Natürlich nicht. Es gab jede Menge Hürden. Aber daraus habe ich - mittlerweile wir - viel gelernt. Meine Frau hat mich stets unterstützt und mich angetrieben weiter zu machen.

Thomas: Das ist erfreulich.
Immerhin hat es Dich ja nicht abgeschreckt, das Programm zu erweitern.

Michael: So schnell schreckt mich nichts ab :-)  Außerdem muss man sich ständig weiterentwickeln und darf nicht stehen bleiben.

Thomas: Ein laufender Prozess, oder? 

Michael: Klar.

Thomas: Wie wichtig ist Dir denn der Kontakt zu den Lesern?

Michael: Uns ist der Kontakt sehr wichtig. Wir freuen uns immer, wenn wir Lesermeinungen erhalten, oder einfach irgendwelche Rückmeldungen.

Thomas: Welchen Stellenwert nimmt Dein eigener Geschmack beim Verlagsprogramm ein, und wieweit holst Du Dir Anregungen von den Lesern?

Michael: Das Voodoo Press Programm besteht hauptsächlich aus unseren Vorlieben. Wir stehen hinter jeder Story die wir herausgeben. Gesellschaftskritische Untertöne, gerne auch Horror mit humorvollen Episoden, durchgeknallte neue Ideen usw. Natürlich freuen wir uns über Anregungen von unseren Lesern, würden aber nichts publizieren was gar nicht zu uns passt.

Thomas: Eines Deiner neuen Veröffentlichungen ist von Edward Lee "Innswich Horror". Wie kamst Du denn auf diesen Titel?

Michael: Ich bin immer auf der Suche nach Autoren und lese mich gerne durch den englischen Markt. Wenn mir dann ein Buch besonders gut gefällt, schaue ich ob es eine Möglichkeit zur deutschen Veröffentlichung gibt.
"Innwich Horror" war mein vierter englischer Roman von Edward Lee und der Roman, der mir am meisten gefallen hat.


Thomas: Als Leser?

Michael: Als Leser. Ich lese die Bücher und entscheide dann, ob ich sie ins Programm aufnehme oder nicht. Und die Meinung über ein Buch versuche ich mir immer als Leser selbst zu bilden.

Thomas: Ich meine das technisch. Als erstes gefällt Dir das Buch, und dann? Rechte kaufen? Gibt es da eine Agentur, oder geht man direkt an den Autor?

Michael: Kontakt aufnehmen, Agentur oder direkt. Danach wird verhandelt, Verträge geschlossen, das Projekt in Angriff genommen.

Thomas: Also in dem Fall mit Edward Lee? Und der hat sich bestimmt gefreut, sein Buch in Deutsch verlegt zu bekommen?

Michael: Bei Edward Lee war es direkt möglich. Er ist ein total netter und sympathischer Kerl. Ein solcher Kontakt ist oftmals über eine Agentur nicht möglich.
Ja, Edward Lee hat sich sehr gefreut. Von Lee sind ja schon Jahre zuvor Bücher auf Deutsch erschienen, warum das allerdings nicht weiterverfolgt wurde weiß ich nicht.


Thomas: Als Lovecraft-Fan hat mir die Übersetzung sehr gefallen! Okay, Du hast dann also die Rechte. Wie geht es weiter? Selbst übersetzt hast Du das Buch ja nicht...

Ob ich es selbst übersetze oder übersetzen lasse, hängt von meiner Zeit ab. Wir haben ein sehr straffes Programm und alles alleine zu übersetzen ginge nicht. Darum suche ich dann geeignete Übersetzer.
Zuerst lasse ich mir Probeübersetzungen anfertigen die ich dann anhand des Originals durchsehe. Dabei lege ich großen Wert auf werkgetreue und keine freien Übersetzungen.


Thomas: Lovecraft hat ja absichtlich einen veralteten Stil verwendet, Lee auch?

Michael: Ja, Lee hat auch im englischen Text einen alten Stil verwendet. Diesen Stil wiederzugeben ist natürlich jede Menge Arbeit.
Viele Lovecraft-Fans finden "Innswich Horror" klasse. Und hier muss ich mich bei der Übersetzerin, als auch unserem Lektor bedanken. Beide haben gute Arbeit geleistet.
Wir arbeiten gerne werkgetreu, da wir den Autor noch durchhören möchten, und es unfair finden würden, einen Stil einfach abzuändern. Jeder Autor hat ein Recht, so wiedergegeben zu werden, wie er es geschrieben hat. Kostet zwar mehr Zeit, ist aber dem Original näher.


Thomas: Gibt es dann noch Testleser, oder geht das Buch nach dem Lektorat gleich an die Druckerei?

Übersetzung, Lektorat, Korrektorat, Satz, dann nochmal Korrektorat mit ausgedruckter Version.

Thomas: Da ich nicht in Englisch lesen kann, muss ich mich als Leser darauf verlassen, dass das geglückt ist ... überprüfen kann ich es leider nicht.
Aber das deutsche Buch las sich gut.

Michael: Freut mich.

Thomas: Aber da Du Lovecraft auch zu Deinen Wurzeln zählst, wirst Du dieses Buch schon bewusst ausgewählt haben!

Michael: Ja klar und es wird nicht das einzige Buch bleiben, dass wir in dieser Richtung verlegen :-)

Thomas: DAS freut mich doch sehr! Ist da denn schon was spruchreif?

Michael: Noch nicht, obwohl die Verhandlungen schon abgeschlossen sind.

Thomas: Sehr gut hat mir auch das Cover gefallen - das nicht dem Original-Cover entspricht, oder?

Michael: Nein ,unser Cover entspricht keinem der beiden US Versionen. Es ist extra für die deutsche Ausgabe gezeichnet worden.

Thomas: Wird der Zeichner auch weitere Lovecraft-Ausgaben betiteln?

Michael: Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Das ist meist eine spontane Entscheidung. Je nachdem was uns passend erscheint.

Thomas: Das Buch ist ja erst vor Kurzem erschienen - wie ist denn die allgemeine Lesermeinung? (Und läuft es gut?)

Michael: Derzeit haben wir sehr viele und durchaus positive Lesermeinungen erhalten, was uns natürlich sehr freut. Das Buch läuft sehr gut.

Thomas: Das ist zu wünschen. Von dem limitierten 100 Exemplaren bist Du aber abgerückt, oder? Ich als Lovecraft-Fan kann das nachvollziehen - Carmen kommt von der Edward Lee-Seite.

Michael: 100 limitierte Exemplare sind für Sammler interessant, und war das erste Versuchsprojekt des Verlags. Alle Projekte danach erfreuten sich immer größerer Nachfrage.

Thomas: Gut, weil es dann vielleicht ausverkauft wäre, wenn man darauf stößt. Gute Bücher sind mit 100 Exemplaren schnell ausverkauft ;-)

Michael: Ja, ich höre oftmals von Edward Lee Lesern, dass sie nun damit anfangen Lovecraft zu lesen :-)

Thomas: Ist es für einen kleinen Verlag nicht schwierig, in die Buchhandlungen zu kommen? Verkaufst Du mehr über Amazon, oder direkt an die Leser? Oder gibt es andere Vertriebswege?

Michael: Unser Bücher sind überall erhältlich. Buchhandlungen die sie nicht lagernd haben, können sie bestellen, größere Buchketten führen unsere Titel. Der meiste Umsatz geht über Onlineshops, darunter Amazon. Viele Leser bestellen direkt über uns, was einen Kleinverlag am besten unterstützt.

Thomas: Sicher, Amazon verlangt ziemlich happige Rabatte. Du hast ja auch eBooks im Programm - die Du auch nicht ausschließlich über Amazon vertreibst...

Michael: Es sind all unsere Romane auch als eBook verfügbar und das bei fast allen gängigen Onlineshops. Das war uns sehr wichtig, denn ich wollte hier keine Leser auf irgendwelche Geräte einschränken.

Thomas: Gibt es da auch verschiedene Formate, oder hat sich epub durchgesetzt?

Michael: Da gibt es leider verschiedene Formate, was die Umwandlung natürlich etwas erschwert, aber wir testen all unsere eBooks in allen Formaten.

Thomas: Und wie entwickelt sich der eBook-Markt im Bereich Horror?

Michael: Der eBook Markt hat seit Weihnachten enorm zugelegt. Ich vermute, diese Form von Büchern wurde anfangs total unterschätzt. Es gibt immer mehr Geräte auf denen man eBooks lesen kann. Gerade der Fantasybereich profitiert enorm.

Thomas: Wenn man bedenkt, das Heyne jetzt je eine KG von Koontz und King für 1.99 auf den Markt brachte....

Michael: Wir haben vergleichsweise niedrige eBook Preise, von 2,99 Euro bis 4,99 Euro.

Thomas: Okay, der Zukunftsmarkt liegt vielleicht im eBook. Und wie steht es um das gedruckte Wort? Die Deutschen lesen immer weniger, heißt es.Ich meine, heutzutage braucht man jede Menge Idealismus, um ausgerechnet einen Verlag aufzumachen - mit anderen Geldanlagen lässt sich bestimmt mehr verdienen!"

Michael: Ob die Zukunft in den eBooks liegt kann ich nicht sagen, wird auch noch niemand sagen können, denn dazu fehlen einfach noch die Langzeiterfahrungswerte. Derzeit ist es Mode – ein schicker Reader mit unzähligen Titeln bestückt. Gedruckte Bücher gehen bei uns aber nach wie vor gut weg.

Thomas: Bei Direktvertrieb vom Verlag kann ich mir auch gut ein Abo oder eine Flat vorstellen ... das ist ja ein neues Land, das erst erobert werden will!Dein Verlag bekennt sich ja zum Horror, hast Du dadurch eine Marktlücke gefunden?

Michael: Wie schon oben erwähnt, verlegen wir das was wir selbst lesen und lieben. Daher interessieren uns Marktlücken oder Nischen, wie sie oft genannt werden, nicht unbedingt.

Thomas: Okay, und welche Bücher in Deinem Programm würdest Du den Lesern gerne ans Herz legen? Und warum?

Michael: Dem Leser würde ich gerne all unsere Bücher ans Herz legen :-)

Thomas: Nun gut, dann mal anders. Welchen Lesern, die Voodoo Press noch nicht kennen, würden Deine Bücher wahrscheinlich gut gefallen?

Michael: Aufgeschlossene, neugierige, gesellschaftskritische, experimentierfreudige, humorvolle, rebellische, mutige, individuelle Selbstdenker. Wir bieten Horror, Zombie, als auch Endzeitfans einiges an, und auch etwas für Leser die gerne abgedrehtes, bizarr witziges Zeug lesen. Die Science Fiction Sparte wird ausgebaut. Genre-Mix. Wir haben Bücher für Leser die gerne dauergrinsen. Und wir haben Grafik Novellen für jene die mehr auf Zeichenkunst stehen.
Wir haben für Splatter Leser sowie für Old School Horror Leser etwas. Wenn ich das anhand von Filmen beispielhaft nenne, so bieten wir ein wenig HOSTEL und viel CABIN IN THE WOODS an.

Thomas: Die Insider wissen jetzt Bescheid!Du hast mal im Chat was von Old School Horror-Projekten gesagt. Was ist denn da geplant?

Michael: Unter Old-School Horror verstehe ich Geisterhäuser, Flüche, Monster. Wir haben z.B. Bentley Little eingeplant mit einer tollen klassischen Geistergeschichte. Von Kealan Patrick Burk wird eine Reihe um einen geistersehenden Jungen erscheinen, mit Michael Laimo haben wir klassichen Ritual Horror.

Thomas: Wirst Du auch auf Cons oder Fantreffen deinen Verlag / Dein Verlagsprogramm vorstellen?

Michael: Wir sind auf vielen Messen und Cons gewesen, wie oft wir noch dazu kommen, wird sich weisen.

Carmen: Ich würde abschließend gerne ein paar der bekloppten und typischen Fragen stellen, die in keinem Interview fehlen dürfen.

1. Welche drei Dinge (nicht Personen) würdest Du im Fall einer Apokalypse retten?

Mein Apple Notebook
Mein iPhone
Mein iPad


2. Welcher der zuletzt gesehenen Filme hat Dich am meisten beeindruckt und warum?

Cabin in the Woods (Genre Mix, Humor, Sigourney Weaver J)

3. Was kann Dich auf die Palme bringen?

Engstirnigkeit, Bürokratie, Steuern, Hochnäsigkeit, Gruppenzwang

4. Was begeistert Dich?

Meine Frau und meine Kinder, Ideenreichtum, Visionäre, Vorkämpfer, Länder und Sprachen, muscle cars, Verschwörungstheorien 


Fictionfantasy und Horror and more bedanken sich recht herzlich bei Michael für die tiefen Einbliche in das Verlagswesen!
Wer nun neugierig auf das Verlagsprogramm geworden ist, sollte unbedingt die Internetseite von
VOODOO PRESS besuchen.
VOODOO PRESS liefert alle Bücher kostenlos nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz!


Dieses Interview könnt Ihr auch bei FICTIONFANTASY lesen.