Freitag, 10. Januar 2014

Infam - André Wegmann

infam
Klappentext:


INFAM - Die Nacht hat tausend Augen Es könnte alles so perfekt sein. Sarah, Studentin aus Dover im US-Bundesstaat Delaware, ist frisch verliebt und kann auch noch, zusammen mit ihrer Freundin Denise, einen Job als Babysitter unweit der Stadt ergattern. Die beiden jungen Frauen freuen sich auf die gemeinsame Arbeit und der Vater des Kindes macht einen freundlichen, lockeren und charmanten Eindruck. Doch schon bald, nachdem die beiden Frauen alleine sind, geschehen merkwürdige Dinge im Haus. Schnell ist klar, dass außer ihnen und dem 4-jährigen Sid noch jemand auf dem abgelegenen Anwesen sein muss. Jemand, der Hunger hat und nach ihrem Fleisch und Blut giert. Der Abend verwandelt sich in einen Albtraum und in einen brutalen Kampf um das nackte Überleben. Hüte dich vor der Dunkelheit ... denn die Nacht hat tausend Augen! Der neue Horror-Thriller von André Wegmann. Grusel, Horror, Sex und Spannung. Ab 18!  

Ich kann guten Gewissens behaupten, dass ich bis jetzt alle Werke gelesen habe, die André Wegmann veröffentlicht hat. Seine Horrovisionen, an denen er seine Leser teilhaben lässt, sind mitunter nichts für zarte Gemüter und es geht in jeder Hinsicht schonungslos zur Sache. Infam“ macht da absolut keine Ausnahme. 

Auch hier erwartet den geneigten Leser eine satte Auswahl an brutalen, blutigen Szenen, bei denen jeder Horror-Nerd glänzende Augen bekommt. In Sachen Erotik hat der Autor noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Also kommt der Leser auch hier in den Genuss einiger detaillierter Sexszenen.  

Wegmann ist kein Mann der schwülstigen Worte. Deswegen geht es auch immer relativ direkt und geradlinig zu. Obwohl sich hier und da der eine oder andere Schachtelsatz eingeschlichen hat, liest sich die Story rasant und spannend. Freunde von ordentlich Action und einem durchweg zügigem Tempo dürften mit diesem Roman richtig viel Spaß haben.  

Gruselige Momente gab es nicht unbedingt viele, denn der Roman setzt nicht auf den düsteren Schauer, sondern auf temporeiche Spannung und packende Schockmomente. Allerdings gab es eine Szene in der Küche – ich möchte nicht spoilern, die Insider wissen, was gemeint ist - die mir eine ordentliche Gänsehaut beschert hat.  

Die Idee hinter der Story ist nicht unbedingt neu und mir fiel spontan seine Kurzgeschichte „Sonne des Grauens“ ein, die grundsätzlich eine ähnliche Auflösung bereithält. Allerdings hat „Infam“ mit Sid noch ein zusätzliches Ass im Ärmel. Auch diese Idee ist nicht neu, aber der Junge hat was, muss ich zugeben. Ich hätte ihn wirklich zu gerne abgemurkst. Für mich ein Zeichen dafür, dass die Charakterzeichnung gelungen ist.  

Meine Kritikpunkte:  
Den Schauplatz Amerika nehme ich der Geschichte nicht so ganz ab. Da hat etwas gefehlt. Ich könnte nicht explizit benennen, was genau nicht gestimmt hat und so unbeholfen es klingen mag: es war mir etwas zu un-amerikanisch. Zusätzlich sind mir hier und da Orthographie- und Grammatikfehler aufgefallen. Die könnte man im eBook aber leicht nachträglich beheben. Auch zwei bis drei kleinere Logikfehler bzw. Ungereimtheiten haben mich zwischendurch stutzen lassen. Es war aber nicht so gravierend, dass es beim Lesen gestört hatte. Dem Vergnügen tat es keinen Abbruch. Und das Ende lässt evtl. eine Fortsetzung zu, die ich sicher lesen würde.  

Von meiner Seite aus wäre an dieser Stelle alles Nennenswerte gesagt, aber Amazon verlangt eine Punktevergabe, mit der ich mich etwas schwer tue. Ich vergebe 3,5 Sterne und runde, aufgrund des genialen Covers von Timo Kümmel auf 4 Sterne auf, um dem System von Amazon gerecht zu werden.  

Fazit:  

Infam“ von André Wegmann besticht durch Spannung, Tempo und Action und ist trotz kleiner Schwächen ein Horrorschmöker, der Spaß macht. Nichts für zarte Seelchen – eher was für mich.

 INFAM - Die Nacht hat tausend Augen gibt es hier *klick*

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