Mittwoch, 5. Februar 2014

In Blut und Liebe - Constantin Dupien

Buchcover_IBuLneu

In Blut und Liebe – Constantin Dupien

Das finden wir in der Produktbeschreibung:
In Blut geschrieben Herzensblut ist jedes Wort Gedankengut, das mit Liebe wurd gewählt, das mit Liebe uns erzählt. Von Gefahren und von Leid, Von dem was geht, von dem was bleibt. Erzählungen von Constantin Dupien, illustriert von Melanie Stoll und Julia Takagi, mit Einleitungen von Vincent Voss.

Inhalt:
In Blut:
Remember the Alamo!
Verloren im Nichts
Erleuchtung
Auge um Auge
Meteoritenfeuer
Der Anfang oder das Ende
Glaube

In Liebe:
Eins+1=Zwei-1
Vollendung
Vergiss mich nicht …
Heimkehr
Geliebt und unvergessen

In Frevel:
Nicht den verdammten Einkaufszettel
Blutrote Nacht

Der erste Satz in der Produktbeschreibung enthält bereits die für mich treffendsten Worte für dieses Werk: Herzensblut, Gedankengut und Liebe.
Besser könnte man diese Sammlung von Constantin Dupien nicht beschreiben, denn diese Geschichten enthalten einen Teil seiner Seele.
Bisher kannte ich nur einen kleinen Teil dieser sorgfältig ausgewählten Geschichten. Hier und dort gab es Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien, wobei mir ganz besonders die Geschichte „Auge um Auge“ in Erinnerung geblieben ist, die Constantin Dupien mit dem für ihn so typischen altmodischen Stil versah. Seine Leidenschaft für den guten alten Poe kommt hier und dort immer wieder mal durch. In dieser Sammlung vereint der Autor jedoch unterschiedliche Schreibstile in einem Band. So kann es durchaus passieren, dass man in einer Story noch im neunzehnten Jahrhundert unterwegs ist, während einem in der nächsten schon in schönster Trasher-Manier das Blut um die Ohren spritzt.
Gerade im Bereich des Horrors hat Herr Dupien bereits bei mir punkten können. Abgesehen von diversen veröffentlichten Kurzgeschichten, hat er auch als Herausgeber der Anthologie „Mängelexemplare“ ein äußerst geschicktes Händchen bewiesen.
Gar keine Frage, die Horrorabteilung „In Blut“ trifft meinen persönlichen Geschmack am besten.

Der Unterpunkt „In Liebe“ enthält dagegen die leiseren Töne, die ich vom Autor in dieser Form nicht gewohnt bin. Hier darf der Leser einfach mal in sich gehen und ein wenig über diverse Dinge nachdenken. Eine Botschaft ist in jeder der Geschichten enthalten. Die Unterteilung „In Liebe“ ist, wie sollte es auch anders sein, nicht nach meinem Geschmack. Der eine oder andere Genießer wird sich sicher finden, der die Tiefe und die Poesie dieser Geschichten zu schätzen weiß. Mir waren sie leider insgesamt ein wenig zu „Off-Toppic“. Ohne sie würde allerdings der Titel dieser Sammlung nicht viel Sinn machen. Der Autor hat sich etwas dabei gedacht und es auch zum Ausdruck gebracht. Allein für diesen Mut und die Beharrlichkeit, seine gesteckten Ziele in dieser Form durchzusetzen, muss ich ihm meinen Respekt zollen.

Der Unterpunkt „In Frevel“ enthält lediglich zwei Geschichten, die schon wieder eher nach meinem Geschmack waren. Aber ich kann eben nicht aus meiner Haut.

Einige Dinge haben alle Geschichten jedenfalls gemeinsam. Sie tragen eine gewisse Schwermut und Dunkelheit in sich. Und was ich noch anfügen möchte ist, dass auch hier, wie in allen Arbeiten von Constantin Dupien, sorgfältig und gut gearbeitet wurde. Gerade deswegen ist es eigentlich ein Jammer, dass dieses Werk so gar nicht massentauglich ist, obwohl der Horroranteil absolut überwiegt. Dieser Punkt führt dann leider auch zu einem geringen Abzug. Ich würde es ohne zu zögern den Genußlesern empfehlen, die Wert auf Stil, Tiefe, Qualität und Klasse legen. Unterhaltungsjunkies wie ich werden wahrscheinlich nur in der Blut-Abteilung kribbelige Beine bekommen.

Erwähnenswert finde ich übrigens auch die kurzen Erzähltexte von Vincent Voss, die Gedichte von Merten Mederacke, die Kapitelillustrationen von Julia Tagaki und die Geschichtsillustrationen von Melanie Stoll. Meine Wenigkeit hat das Vorwort zu dieser Sammlung beigetragen. Und wie ich dort bereits schrieb: Diese Geschichten müssen keine Leser finden. Wenn es passt, werden die Leser von den Geschichten gefunden.

Fazit:
„In Blut und Liebe“ von Constantin Dupien ist eine anspruchsvolle, düstere, schwermütige Sammlung von Kurzgeschichten, die nicht auf der reinen Unterhaltungsschiene unterwegs ist, sondern eher die besonnenen Genießer ansprechen dürfte. Dieses handwerklich einwandfreie Werk ist etwas zu speziell, um die breite Masse ansprechen zu können. Deswegen muss ich ein Pünktchen abziehen. Die restlichen Punkte gebe ich für Handwerk, Stil, Perfektion, Herzensblut, Mut und der gelungenen Vereinigung verschiedener Künste in einem Werk.

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