Dienstag, 11. Februar 2014

Inkubation - Wayne Simmons

inkubation

Inkubation – Wayne Simmons

Fast zu lange mussten die Fans von Wayne Simmons auf die Fortsetzung zu „Grippe“ warten. Doch nun ist es endlich soweit und „Inkubation“ kann endlich erworben und verschlungen werden.

Im ersten Teil (Grippe) war ich als Leserin von Anfang an dabei. Dachte ich.
Wayne Simmons zeigte den Lesern den Zeitpunkt, an dem die Grippe ausbrach, wer stirbt, wer überlebt und wie sich die ersten Zombies zeigten. In verschiedenen Erzählsträngen begleitete ich eine Reihe Überlebender bei ihrem Kampf gegen das drohende Ende. Schließlich war dann noch alles offen und ich rechnete damit, dass es an genau dieser Stelle weitergeht.
Das geschah aber nicht. Wie ich weiter oben bereits erwähnte, dachte ich, von Anfang an dabei gewesen zu sein.
Dabei vergaß ich ein wichtiges Detail: Patient Null.
Der Mensch, mit dem alles anfing. Der Mann, der zuerst durch die Grippe zum Zombie mutierte und damit das große Sterben einläutete. In „Inkubation“ bringt Wayne Simmons seine Leser an die Stelle, die auflöst, wie alles überhaupt begann. Im weiteren Verlauf kommen wir wieder dorthin, wo wir bereits einmal waren und lernen weitere Überlebende kennen, deren Erlebnisse sich in etwa zur selben Zeit abspielen wie des Trüppchens aus Teil eins.
Wer ein gutes Gedächtnis hat, wird dann über kurz oder lang auch auf alte Bekannte treffen. Das Ganze vermischt sich insgesamt ein wenig und alles läuft wieder zusammen.

So viel kurz zum Inhalt.

Den ersten Teil hatte ich ja bereits verschlungen. Es hatte Spaß gemacht und vor allen Dingen bekam ich Lust auf mehr davon.
Für „Inkubation“ hat sich das lange Warten gelohnt. Hier liegt der Fokus jedoch weniger auf den Zombies und mehr auf den Menschen. Es dauert sogar eine ganze Weile, bis das Wort „Zombie“ als solches überhaupt fällt. Hier geht es zunächst einfach nur um die Grippe und darum, wie sich alles um die Grippe herum entwickelt. Massenflucht, willkürliche Tötungen durch das Militär und die Regierung, die im Hintergrund agiert, sind die vorherrschenden Themen in diesem zweiten Teil.

In „Grippe“ wurden die Charaktere teilweise von einigen Kritikern als sehr flach empfunden. Ob der Autor das so beabsichtigte oder sich die Kritik zu Herzen nahm, kann ich nicht beurteilen. Allerdings habe ich persönlich das Gefühl, dass die Leute im ersten Teil einfach nicht „wichtig“ genug waren, um diese Art der Charakterzeichnung zu erhalten. Man sollte dabei auch immer bedenken, dass viele Protagonisten gerade in Horror-Schmökern oft nicht sehr alt werden. Das nur am Rande (hier Smiley einfügen).

Auf jeden Fall haben wir es in dieser Fortsetzung mit deutlich intensiveren Persönlichkeiten zu tun, so dass einem der Bezug zu ihnen leichter fällt. Trotzdem würde ich mich nicht zu sehr an sie gewöhnen. Ihr wisst schon: Horror-Schmöker.

Auch dieses Mal habe ich jede Seite genossen und verschlungen. Ich mag es einfach, wie Wayne Simmons sich ausdrückt und uns erzählt, wie die Welt den Bach runtergeht. Deswegen war ich leider ziemlich schnell wieder am Ende der Lektüre angelangt.
Auch hier wurde ich wieder bestens unterhalten und zombifiziert.

Wieder sehr schön: Kein Dauergerammle, höchstens die Erwähnung einer Affäre oder das leise Auflodern von Zuneigung. Das würde ich mir auch für weitere Teile wünschen.

Weitere Teile? Ja, das ist wieder so eine Sache mit dieser verdammten Grippe. Das Ende lässt auch dieses Mal wieder einige Fragen offen. Eine Fortsetzung wäre also auch hier wieder möglich. Ob es eine geben wird, konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen. Wir werden sehen.

Fazit:
„Inkubation“ von Wayne Simmons ist ein spannender und gelungener zweiter Teil, dessen Schwerpunkt dieses Mal mehr auf den Charakteren liegt. Das tut der Spannung jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil. Ich bange immer wieder gerne mit liebgewonnenen Leuten. Wenn ihr auf solide Zombie-Kost mit mittelprächtigem Gemetzel steht und, so wie ich, auch gerne auf wildes Rumgevögele verzichten könnt, seid ihr mit Wayne Simmons gut bedient.

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Kommentare:

  1. Hab ich auch hier liegen, mich aber derzeit derart mit Lesestoff eingedeckt, dass ich nicht weiß, wo ich übrhaupt anfangen soll. Derzeit bin ich bei Shaun Hutson und "Blutiger Segen", danach ist dann "The lost land 1" von Jonathan Maberry eingeplant. Und dann....? Aber wenn ich sonst keine Probleme hab.

    Gute Rezi, macht mich natürlich noch neugieriger als ich es eh schon bin.

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    1. Huhu Harry, ja, den Simmons muss man schon mögen. Da geht es nicht so rasant zu wie in anderen Zombieschmökern. Ich lese ihn trotzdem sehr gerne.
      Im Moment lese ich gerade "Prinzessin" von John Aysa. DAS ist richtig harter Stoff. Könnte glatt von Edward Lee sein. Allerdings ist es wesentlich actionreicher und richtig rotzig. Geht gut zur Sache. Rezi dazu kommt bald :-)

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  2. Ja, bei Festa wäre es eine echt "extreme" Prinzessin. Und dort gibt es (noch) keinen Privatdruck. Bei -mkrug hat man sich aber mit dem Thema auch noch nicht so sehr befasst. Solange kein Kläger auch kein Richter.

    Prinzessin wird ja fortgesetzt. Soll wohl im Mai erscheinen. Mich würde mal deine Meinung zum Bonus interessieren.

    Gruß
    Harry

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    1. Im Moment bin ich etwa zur Hälfte durch. Nun bin ich natürlich auf den "Bonus" gespannt. Werde nachher weiter lesen und meine Meinung dann schriftlich kundtun :-)

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