Donnerstag, 3. April 2014

Gastrezension von Wenke Mehl: Schockgefroren - Sascha Buzmann

schockgefroren-e1395791114316
Gastrezension von Wenke Mehl:

Am 9. Januar 1986 wird der neunjährige Sascha wenige Meter von seinem Elternhaus entfernt  verschleppt. Stundenlang zerrt ihn der wildfremde Mann in der kalten Winternacht über Feldwege und Wiesen bis zu einem einsamen Grundstück, auf dem ein Wohnwagen steht. Ohne Toilette, ohne Wasser, nachts kommen die Ratten. Fast drei Monate überlebt der kleine Junge, bevor er durch Zufall gerettet wird. Dies is seine Geschichte.

Inhalt
„Die Welt ist gefährlich, und ich war nicht darauf vorbereitet.“
Am 9. Januar 1986 wurde der 9 jährige Sascha Buzmann auf dem Nachhauseweg überfallen und entführt. Der Täter, ein Landstreicher und Alkoholiker hielt den kleinen Jungen über 86 Tage in seiner Gefangenschaft. Fast täglich wurde Sascha schwer misshandelt und er durchlebte ein grausames Martyrium.

Entweder. Oder.

In einem verwahrlosten Bauwagen an einem abgelegen Ort wurde aus dem verängstigten Kind ein Erwachsener, denn nur so überlebte er die Tage in den Händen seines Entführers. Immer wieder wurde er unter Druck gesetzt. Entweder ließ er die körperlichen und psychischen Misshandlungen zu oder sein Peiniger drohte, ihn zu töten.
25 Jahre nach der grausamen Tat nimmt ein Journalist erstmals Kontakt zu Sascha Buzmann auf, um über dessen Entführung zu berichten. Für Sascha ist dies der erste Schritt, um aus der Isolierung auszubrechen und die schreckliche Erinnerung aufzuarbeiten und zu bekämpfen.

Meine Meinung
Sascha Buzmann berichtet über seine verlorene Kindheit, seinen Kampf ums Überleben und über sein Leben nach der Gefangenschaft. In kurzen Kapiteln beschreibt er seine furchtbaren Erlebnisse, parallel zu seiner Rückkehr in ein halbwegs normales Leben.
Dieser spektakuläre Fall erschütterte Deutschland und noch heute berichten die Medien immer wieder von Kindesmisshandlungen und Entführungen. Sascha Buzmann möchte zudem mit seinem Buch Menschen zum aktiven Handeln animieren. Er wünscht sich mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit in bestimmten Situationen, in denen Kinder von fremden Personen angesprochen werden.
Ich kann meine Gedanken schwer in Worte fassen, denn ich bin immer noch schockiert über die Geschehnisse, die er als kleiner Junge durchleben musste. Hass, Wut und tiefe Trauer überkamen mich und oftmals wischte ich mir während des Lesens Tränen aus den Augen. Dieses Buch hat mich zutiefst bewegt und noch lange Zeit nach dem Lesen beschäftigt.

Fazit
Ein Buch, das den Leser berührt und nachdenklich macht.

Schockgefroren: Wie ich 86 Tage in der Gewalt meines Peinigers überlebte kann hier bestellt werden *klick*

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen