Montag, 27. Oktober 2014

Unmensch - Sönke Hansen, Gastrezension von Jasmin Jülicher

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Dieses Mal war ich als Teil des Amrûn-Teams an der Entstehung von “Unmensch” indirekt beteiligt. Deswegen bin ich “befangen”und darf meinen Senf zum Buch nicht selbst verfassen. Trotzdem möchte ich es mir nicht nehmen lassen, zu betonen, dass ich auch vor meinem Ausflug ins Lektorat und Korrektorat bereits ein großer Fan von Sönke Hansen war. Mir war immer schon klar: “Aus dem Typ wird mal was!” Das dachte sich auch Amrûn-Chef Jürgen Eglseer und schnappte sich ganz flott dieses rasante Manuskript, bevor es ein anderer Verlag tun konnte. Gut gemacht, Jürgen!
Natürlich gebe ich nicht eher Ruhe, bis ich einen Weg finde, Amrûn-Bücher trotzdem auf Horror and more vorstellen zu können.
Aus diesem Grund hat Gastrezensentin Jasmin Jülicher “Unmensch” für euch gelesen und besprochen.
Danke für die Rezension, Jasmin!!!


Klappentext: Dem Journalisten Mark Dorn bietet sich die einmalige Gelegenheit, einen Serienkiller auf der Jagd zu begleiten. Doch die Sache eskaliert. Plötzlich klebt auch an Marks Händen Blut. Kann er den mordenden Unmenschen noch aufhalten? Will er es überhaupt?

Oh ja, der Klappentext machte sofort Lust auf mehr. Wo trifft man einen Serienkiller? Und wie kommt man dazu, einen zu begleiten? Von diesen Fragen getrieben hetzt man nur so durch den ersten Teil des Buches. Man lernt beide Hauptpersonen kennen. Und endlich lernen sie einander kennen. Fast ab dem Punkt tritt der Autor gefühlt auf die Bremse, um eine Vollbremsung zu vollführen. Irgendwie bleibt das, was man sich anhand des Klapppentextes ausgemalt hat, aus. Und irgendwie ist die Story, die ich als Leser für die Story gehalten habe, vorbei. Was kommt, ist eine Reise in die geschundene Seele des Protagonisten. Eine sehr, sehr lange Reise. So viel zur Geschichte.

Auch wenn mir das Tempo und die Spannung gerade im Mittelteil des Buches gefielen, fehlte doch immer etwas. Ein kleines Etwas, das ich nicht recht bestimmen konnte. Möglicherweise lag es an der Kälte, mit der alles beschrieben wurde, welche weder Sympathie noch Mitgefühl für die Hauptfigur aufkommen ließ, möglicherweise an den dauernden Wiederholungen in Bezug auf die Hauptperson (ich gehe nicht näher darauf ein, das würde nur zu viel von der Geschichte verraten).
Gespickt ist das Buch zusätzlich mit wirklich fiesen Szenen, die Freunde der härteren Gangart in Büchern sicher erfreuen, Menschen, die es lieber etwas gemäßigter mögen, jedoch sicher verstören werden.

Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch mit einer sehr guten Idee, einigem an Gemetzel, absurden Szenen und zwischendurch einem deutlichen „Hä?“- Moment.

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