Dienstag, 22. Dezember 2015

Ruf der Dunkelheit







Klappentext:
Weihnachten 1914. Es lauert in den Schützengräben: Eine Macht, die Jahrhunderte im Verborgenen schlummerte, wird durch das zermürbende Kriegstreiben im regendurchtränkten Flandern geweckt. Dunkle Schatten nähern sich den Stellungen der Krauts und Tommys, gefährlicher noch als das Trommelfeuer der Mörser und Haubitzen.
Immer mehr Leichen säumen die Schlachtfelder.



Um es etwas detaillierter als im Klappentext zu formulieren, ohne zu spoilern: Schauplatz ist die Gegend um das Schlachtfeld während des Ersten Weltkriegs. Die Tommys und die Krauts bekämpfen sich bis zum Tod.
Erzählt wird die Story aus zwei Perspektiven. Da ist zum einen Mallory auf der Seite der Briten und zum anderen Walter, einer der deutschen Soldaten.
Abgesehen vom ständigen Regen und der allgegenwärtigen Todesgefahr bergen die Gräben und Bombenkrater eine weitere Gefahr, die sich wie ein Todesschleier über die gesamte Gegend legt. Dazu später noch einige Worte.

Als Leser sieht man sich unverzüglich mit den typischen Gegebenheiten eines Kriegsschauplatzes konfrontiert.
Obwohl dies nicht unbedingt mein bevorzugtes Thema ist, konnte ich mich recht schnell hineinfinden und das für mich ansonsten eher uninteressante Szenario ausblenden.
Dies ist einzig dem Können der beiden Autoren Constantin Dupien und Vincent Voss zu verdanken, die den recht kurzen Roman abwechselnd vorantreiben.

Die düstere, gefährliche und depressive Stimmung an einem solchen Schauplatz noch zu toppen, ist mit Sicherheit kein Kinderspiel. Den beiden Autoren ist es jedoch gelungen, dem Ganzen noch einen Schauereffekt hinzuzufügen.

Mit viel Gefühl und raffinierten Stilmitteln wurde Schritt für Schritt eine Spannung aufgebaut, die es einem eiskalt den Rücken herunterrieseln lässt. Das Grauen steigert sich eher bedächtig. Die beiden Autoren haben sich Zeit gelassen und lassen den Leser ziemlich lange am Spannungshaken zappeln, bis es schließlich zum Showdown kommt.
Damit wären wir wieder bei der anfangs erwähnten Gefahr, die in den Gräben lauert.
Was sich über viele Seiten so grandios und großartig geschrieben aufgebaut hat, wird dann leider am Ende relativ schnell abgehandelt. Der Showdown kommt nicht überraschend, dafür aber eher knapp und stiefmütterlich, hatte ich doch nach einem nervenaufreibenden Ritt wie diesem etwas mehr “Kawumm” erwartet.

Letztlich bekam das, was eigentlich ein Kurzroman ist, das Ende einer typischen Kurzgeschichte verpasst, die den Leser (also mich) etwas unbefriedigt und mit offenen Fragen zurücklässt. Dies führt dann auch zu einem Stern Abzug auf Amazonien. Ich hätte mir für dieses Romanende etwas mehr Durchhaltevermögen seitens der Autoren gewünscht, denn das ging mir schlicht zu schnell.
Trotzdem tröstet mich der insgesamt gelungene Spannungsaufbau über das eher hastige Ende hinweg. Bis zu diesem habe ich mich nämlich ausgesprochen gut unterhalten gefühlt.

Fazit:

“Ruf der Dunkelheit” von Constantin Dupien und Vincent Voss hat alles, was ein düsterer Horrorschmöker braucht. Ein etwas zu kurz geratener Showdown schmälert das Vergnügen ein wenig. Trotzdem: Wer eine großartig geschriebene Spannungslektüre zu schätzen weiß und am eigenen Leib erleben möchte, wie unaussprechliches Grauen einen fest im Griff hat, sollte hier zugreifen.

Freitag, 11. Dezember 2015

Criterion - Die dunkle Stadt, John Asya


Es ist schon dunkel. Jeder hier schläft bereits den Schlaf der Gelangweilten. Nur ich liege noch wach, die Wangen gerötet, nein, nicht vor Scham, denn diese hatte sich bereits nach eingehender Inhalation des Prinzessin-Zyklus leise winselnd verabschiedet. Meine Lesebrille rutscht mir immer wieder von der schweißnassen Nase, als wollte sie sich in die Tiefe stürzen. Die Tiefe, das ist das Buch, welches in meinen fahrigen Händen halte. Dieser unheilige Schmöker ist der Abgrund, der sich Criterion nennt, einer der Zyklen – oder wie ich sie nenne: Scheiße-Universen – die John Aysa einzig erschaffen hat, um uns Leser mit Worten auszupeitschen.



Als ich das Buch schließlich weglege, fühle ich mich positiv geschändet und gleichermaßen überwältigt. Wo nimmt dieser Mann bitte immer diesen Sündenpfuhl abartiger Eloquenz her?

John Aysa beschreibt „Criterion“ auf seiner Homepage folgendermaßen:
„Der Moloch, in dem, ungeahnt vom Großteil der menschliche Bewohner, Geschehnisse vorkommen, die jenseits aller Menschlichkeit liegen. Die Stadt, in der Verbrechen fast immer verhängnisvolle Wendungen nehmen und wo die Dinge sehr rasch außer Kontrolle geraten.
Dieses Buch versammelt die ersten fünf Langerzählungen in einer Collection, vier der Bände sind auch einzeln als eBooks erhältlich. Eine Story – Das Haus am Bamboo Hill – ist brandneu, vier Erzählungen sind Neuveröffentlichungen.“

Giese Geschichten sind in „Criterion“ enthalten:
Am Anfang war die Tat
Expedition
Killer Klown
Das Haus am Bamboo Hill
Ferve der Dreckfresser

Ich beschreibe „Criterion“ so:

Diese Story-Sammlung vereint insgesamt vier der bereits erschienenen Geschichten aus „Am Anfang war die Tat“ und „Ferve der Dreckfresser“ mit einer neuen Story und leitet somit den Einstieg in den Criterion-Zyklus ein.
Dieser wird sich mit einem uralten Vampirclan befassen, welcher – darauf könnt ihr getrost einen lassen – Aysas bisher veröffentlichten Werken unterhaltungstechnisch in nichts nachstehen wird.
Langjährige Fans des Autors werden hier absolut auf ihre Kosten kommen, denn John Aysa bleibt seiner Linie treu und erzählt auf seine individuelle, großartige, rücksichtslose Art von stinkenden Höllenlöchern, abgedrehten Charakteren und moralisch verwerflichen Gelagen aller vorstellbaren (und unvorstellbaren) Extrem-Stufen.
Ganz klar richtet sich seine Schreibe ausschließlich an jene Zielgruppe, die über einen Tümpel voller verwesender undefinierbarer Klumpen nur müde lächelt.
Dennoch bleibt auch hier niemals die Story selbst auf der Strecke. Es gibt eine Menge zu entdecken, und sollte man die Cojones haben, kann man sich auf einen echt durchwachsenen Ritt freuen.
Fazit:

Ich rolle den Ärmel meines Pyjama-Oberteils nach oben und greife beherzt mit der Hand in das stinkende Loch, in welches sich meine beschlagene Lesebrille nun doch noch verabschiedet hat. Meine Finger wühlen in etwas, ich will gar nicht erst wissen, was es ist. Ein grauenvoller Gestank schlägt mir entgegen. Schließlich ertaste ich das Gestell, schließe meine Finger darum und ziehe das vergewaltigte Hilfsmittel mit einem Ruck aus der zähen Suppe heraus. Mit einem ekelerregenden Schmatzen löst sich das gute Stück. Ich falle rücklings auf mein Bett, halte die vollgeschmierte Brille vor meine Brust und lächle, während um mich herum immer noch alle den Schlaf der Gelangweilten schlafen.


Sonntag, 18. Oktober 2015

Schlimmer geht immer! Schwarzer Humor aus der Horrorklinik

Schlimmer geht immer!
Artikelinformation laut Horrorklinik.de:
Humor, schwärzer als ein schwarzes Loch! Bissiger als ein Rudel tollwütiger Piranhas mit ADHS! Klebriger als eine Ölpest! Wer dieses Buch nur aufschlägt, hat seinen Platz im Himmel schon verspielt!

Alle, die von der viel gepriesenen Political Correctness endgültig die Schnauze voll haben, aber sich nicht trauen, über unverhohlene Bösartigkeiten zu lachen, sollten wissen: SCHLIMMER GEHT IMMER!

Der geneigte Betrachter wird in diesem Cartoon-Buch mit einem Potpourri der besten Cartoons des Zeichners Norman Winter konfrontiert. Eine in liebevoller Handarbeit zu Papier gebrachte Melange aus Liebe, Familie, Sex, Tod, Arztbesuchen und Zombies. Derbe? Geschmacklos? Herausfordernd? Unmoralisch? Absolut! Wir laden herzlichst zur Suche nach Tabus in Winters Opus magnum ein. Aber eines ist sicher: eher findet man den heiligen Gral im Magen eines Yetis, der im Peyote-Rausch am Steuer eines UFOs Loopings über Bielefeld dreht!

Mittels der Facebook-Kanäleder HORRORKLINIK besitzen Norman WintersCartoons zur Zeit eine Beitragsreichweite von 4 Millionen – und das liegt gewiss nicht an den subliminalen, bewusstseinsverändernden Botschaften, die in den Comic-Strips versteckt sind! Zumindest nicht nur …

Dieses Comic-Buch ist auf hochwertigem Papier gedruckt und in ein edles Hardcover eingebunden. Auf 64 Seiten finden Sie hier beste Unterhaltung der niederträchtigsten Sorte - genau wie Sie es lieben!

Der neue schwarze Stern am Humorhimmel! Das perfekte Geschenk für alle, die gerne über richtig derben Humor lachen!

Achtung! Nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet. Kann Kleinteile enthalten – Erstickungsgefahr.


Nachdem ich mir auf Facebook immer wieder mal vereinzelte Ausschnitte aus diesem genialen HK-Comic reinziehen durfte, schmückt das gute Stück nun auch mein Regal.
Ich bedanke mich bei Horrorklinik.de für das Lese-Exemplar.
Der Band kommt sehr hochwertig daher und schreit förmlich danach, gesammelt zu werden.
Die schrägen und zudem extrem schwarzhumorigen Comics sind genau nach meinem Geschmack. Zugegeben, das Lesevergnügen ist relativ kurz. Ich hatte den Comic nach einer guten halben Stunde inhaliert und musste immer wieder laut lachen. Evtl. trifft er nicht jedermanns Humor, meinen traf er jedoch direkt ins schwarze Herz.
Die Zeichnungen sind einfach nur genial, die dazugehörigen Texte sowieso.
Ich freue mich auf alle Bände, die da noch kommen werden. Entsprechenden Platz im Regal habe ich dafür bereits reserviert.

Fazit:
„Schlimmer geht immer“ mit Zeichnungen von Norman Winter trifft den morbiden Fan genau da, wo andere Jokes nicht hinkommen: ins düstere, geschmacklose, morbide Horror-Herz.
Absolute Lese- und Sammelempfehlung!

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Montag, 12. Oktober 2015

Ex und Hopp! - Fräulein Jacky D.



Klappentext laut Amazon:
"Nach wenigen Sekunden kommt ein Ping und die Benachrichtigung, dass 6 Männer mich gerne kennenlernen würden. Ich glaube, ich bin in diesem Moment 6 Zentimeter gewachsen. Wie leicht ist das denn bitte? Ich muss jetzt nur noch den Perfektesten raus suchen und fertig.

Chatbenachrichtigung. Ich öffne das Fenster voller Vorfreude. Ich schließe das Fenster und lösche das soeben erhaltene Penisfoto." Nach einer zerbrochenen Beziehung versucht Fräulein Jacky D. sich am Internetdating. Mit der Ausdauer eines schlechten Marathonläufers und der Naivität eines flauschigen Babyhäschens durchschreitet sie mit ihrer Machete die Abgründe der Datingportale. Doch lauert der neue Mr Right wirklich zwischen impotenten Supermännern und stalkenden Familienvätern, oder sollte sie lieber auf den Soldaten/Typen hören, der sie gleich zu Beginn warnt: "Die Kerle bescheißen dich eh alle!"

Heute möchte ich mal einen etwas anderen Horror präsentieren, den Horror der Partnersuche.
Ja, ich gebe zu, ich wurde auf dieses Buch aufmerksam, weil ich mit der Autorin Jacky D. auf Facebook befreundet bin. Bis vor kurzem wusste ich nicht einmal, dass sie auch Autorin ist. Und dann kam der Tag, an dem sie mit einer Hörprobe für dieses saukomische Buch warb. Ich hörte kurz rein und wusste: Das kaufe ich mir jetzt.
Und ich habe es auch nicht bereut. Von der ersten bis zur letzten Seite bezauberte mich das aus der Ich-Perspektive geschriebene Taschenbuch aufs Höchste.
Der Erzählstil ist locker, wenn nicht sogar flapsig und absolut wie aus dem Leben gegriffen. Es liest sich, als würde das Fräulein Jacky einem gegenüber sitzen und aus dem Nähkästchen plaudern.
Die freche, rotzige und selbstironische Erzählweise ist sowohl unterhaltsam als auch äußerst sympathisch.
Was für eine süße Sau, wirklich!
Mehr als einmal musste ich laut lachen. Leider wurde mir das Buch bereits aus den sterbenden Händen gerissen, deswegen kann ich meinen Lieblingssatz nicht mehr exakt zitieren, aber sinngemäß lautete der etwa so:
Ich versuchte immer noch, mir den rammelnden Hund vom Bein zu schieben.
Sehr geil fand ich auch die Stealth-Einlage beim Abwimmeln eines Verehrers, aber was erzähle ich hier? Am besten kaufen und selbst lesen, denn es ist wirklich ein echtes Spaß-Buch. Ich habe es in nur einer Lesenacht in einem Stück gefressen. Danke für die gute Unterhaltung, Fräulein Jacky!
Einen Abzug gibt es für die leider sehr zahlreichen Fehler in dem Buch. Evtl. schaut noch einmal jemand drüber, sodass es überarbeitet werden kann. Ich drücke die Daumen und wünsche viel Erfolg. Ganz sicher werde ich auch den hoffentlich bald erscheinenden Folgeband verschlingen.

Fazit:
Ich bin fast erstickt vor Lachen, herrlich! Einfach mal nicht alles so eng sehen und dem Humor das Ruder überlassen.

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Dienstag, 22. September 2015

Sagredo - Alexander Drews







Klappentext:
Der junge Botaniker Ilja kommt wegen eines Forschungsauftrages seiner Universität in die abgelegene kastilische Bergstadt Sagredo, wo er die quirlige Studentin Marisol kennenlernt. Sie überredet ihn, gemeinsam mit ihr ein seit Jahren leerstehendes Haus zu erkunden. In der Ruine finden die Zwei ein altes Tagebuch, das in den 70er Jahren von einer jungen Frau geschrieben wurde und plötzlich abbricht. Neugierig versuchen die beiden, mehr über die Verfasserin herauszufinden, stoßen jedoch auf eine Mauer des Schweigens. Niemand will Chilla Campuestas gekannt haben, obwohl sie seit ihrer Geburt in Sagredo gelebt hatte.
Als es unter den Einwohnern Sagredos zu mysteriösen Todesfällen kommt, erkennen Ilja und Marisol, dass sie einem furchtbaren Geheimnis auf der Spur sind, welches die Stadt noch immer im Griff hat - und dass sie nur dann eine Chance haben, dem Wahnsinn zu entkommen, wenn es ihnen rechtzeitig gelingt, die Schatten der Vergangenheit zu vertreiben ...

Alexander Drews war mit zuvor als Autor nicht bekannt. Vor kurzem durfte ich aber seinen neuen Roman lesen, der in absehbarer Zeit bei Amrûn erscheinen wird. Dadurch wurde meine Neugier geschürt, und ich wollte unbedingt wissen, was dieser Autor zuvor veröffentlicht hat.
Dabei stieß ich auf seinen Roman „Sagredo“, welcher von Begedia verlegt wurde.

Inzwischen weiß ich, dass Alexander Drews ein Faible für Spanien und somit für die spanische Geschichte hat. So werden in seinen Romanen die Traditionen, die Politik (die Diktatur Francos) und die Mentalität Spaniens zu lesenswerten Erzählungen verarbeitet, die abseits des Mainstreams auf ganz eigene Weise hervorstechen.

Mit einem angenehmen, nicht ins Alberne abdriftenden Schuss Humor zieht Herr Drews seine Leser direkt ins Geschehen hinein und lässt diese auch bis zum Schluss nicht mehr los.

Aus einem kleinen Abenteuer wird ein großes Geheimnis, aus dem wiederum schleichend ein Abgrund wird, welcher letztlich in einem phantastisch anmutenden Finale gipfelt.

Keine Frage, ich mag diese Kombination aus Geschichte und Spannung. Deswegen hatte ich „Sagedo“ während meines Urlaubs auch an einem einzigen Strandtag restlos aufgefressen.

Fazit:
„Sagredo“ besticht durch lebendige Figuren, große Geheimnisse, fesselnde Spannung und einen guten Schuss spanischer Geschichte. Kein Reißer im „Action-Kracher-Sinn“, kein Splatter, kein Ferkelkram, aber dennoch ausgesprochen unterhaltsam.

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Die Schuld der Engel - L.C. Frey




Klappentext:
Der Leipziger Kommissar Karl Sauer hat Grund zur Freude: Wenige Tage vor seiner Pensionierung gelingt es ihm, seinen letzten Fall in Rekordzeit zu lösen. Doch im Urlaub kommen Sauer Zweifel, und er rollt den brutalen Mord an einem Leipziger Anwalt nochmals auf. Aber damit geraten Sauer und seine junge Kollegin Selina Gülek ins Visier eines eiskalten Psychokillers.
Mit „Schuld der Engel“ von L.C. Frey breche ich erneut mit meiner eigenen Regel: Keine Krimis. Komme, was da wolle, ich lese keine Krimis.

Hin und wieder gibt es aber sogenannte Ausnahme-Autoren, die mich zuvor bereits mit anderen Werken begeistern konnten. In diesem Fall verschlang ich bereits die „Jake Sloburn-Reihe“, „Das Geheimnis von Barton Hall“ und „Draakk“ von L.C. Frey. Da dachte ich, ein Krimi würde mich schon nicht umbringen.

Ich gebe zu, dass ich vermutlich aufgrund dieser Einstellung bereits mit „langen Zähnen“ an die Lektüre herangetreten bin. So tat ich mich zu Anfang etwas schwer und brauchte einige Seiten, um „hineinzukommen“.

Gerade Karl Sauer ging mir auf den ersten Metern mächtig auf den Senkel. Ich empfand ihn als unsympathisch, klischeebehaftet und hätte ihn aufgrund seiner noch klischeebehafteteren Sprüche anfangs am liebsten gegen die sprichwörtliche Wand geklatscht.

Ja, ich tat mich wirklich schwer.

Da ich den Autor aber kenne und genau weiß, was er kann, übte ich mich in Geduld, die schließlich auch belohnt wurde. Er schafft es nämlich irgendwie still und heimlich, diese anfängliche Antipathie in widerstrebende Sympathie umzuwandeln. Man merkt es nicht einmal so richtig, aber irgendwann stellt man fest, dass man Karl Sauer absolut cool findet, ob man will oder nicht. Es passiert einfach, und man kann rein gar nichts dagegen tun.

Auf dieselbe hinterhältige Weise wurde ein Psychopath erschaffen, dessen Abgründe sich so absurd wir spannend gestalten. Man möchte bestimmte Fakten hinterfragen, kann man aber nicht, weil Psychopathen sich schlicht nicht natürlichen Gesetzen unterwerfen. Gerade diese Tatsache wurde m.E. hier gut herausgearbeitet.

Bei L.C. Frey sollte man auf eben auf alles gefasst sein. Dies hat „Schuld der Engel“ in vollem Umfang bewiesen.
Insgesamt hatte ich dann doch noch meinen Spaß, sodass ich diesen Roman gerne weiterempfehle.

Fazit:
„Die „Schuld der Engel“ konnte mich nach einem nicht ganz so fesselnden Anfang schließlich doch noch ans Buch binden. Mit einem guten Händchen für Charaktere und Spannungsaufbau gelang L.C. Frey ein packender Thriller mit „unfreiwillig“ sympathischen Charakteren.

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Nomaden - Michael Schreckenberg




Klappentext:

„Wir hatten die Autobahn schon bei Montabaur verlassen (...) und fuhren nun auf langen, geraden Landstraßen, die links und rechts von Wald gesäumt waren. Laub und Geäst lag auf der einstigen Fahrbahn, das Unterholz an den Rändern war hoch, und überall bahnten sich Pflanzen ihren Weg durch kleinste Durchlässe im Asphalt. Mit unseren brüllenden Motoren waren wir Störenfriede in einer Stille, die wahr und richtig schien. Die Welt hatte begonnen, uns zu vergessen, und es schien mir fast obszön, dass wir uns mit solchem Lärm in Erinnerung brachten.“ Das neue Endzeit-Abenteuer aus der Welt des Erfolgsromans „Der Finder“ erzählt die Abenteuer der Überlebenden, die seinerzeit mit Autos und Motorrädern auf die Reise durch eine leere Welt gingen, nachdem von jetzt auf gleich alle Menschen verschwunden waren. Viel mehr als eine Fortsetzung: Eine ganz eigene, mitreißende Endzeit-Geschichte.

So, seitdem ich vor Jahren durch Krimi & Co. auf „Der Finder“ von Michael Schreckenberg aufmerksam gemacht wurde, bin ich ein Fan dieses Autors.

Schon immer stand ich auf gelungene Endzeit-Szenarien, und „Der Finder“ hatte mich sowohl beeindruckt als auch bestens unterhalten.

Nach langer Zeit des Ausharrens wurde ich schließlich mit einer Fortsetzung belohnt, die mich exakt so begeistern konnte, wie ich es erwartet hatte.

Wieder befinden wir uns in derselben verlassenen Welt, in der sich auch damals schon ein mageres Resttrüppchen Überlebender behaupten musste.

Nun ist es aber nicht so, dass wir diese Gruppe bei weiteren Abenteuern begleiten. Vielmehr gab es „damals“ im ersten Teil eine Spaltung unter den Pionieren der neuen Welt.
„Der Finder“ begleitete einen Teil der Truppe, die sich dazu entschlossen hatte, auf vorhandene Bequemlichkeiten zu verzichten. Nur mit dem, was die Natur und die eigenen Hände erschaffen konnten, sollte eine neue Zivilisation aufgebaut werden.

Die andere Gruppe wollte vorhandene Ressourcen und Vorräte nutzen, um überleben zu können. Um genau diese Menschen geht es in „Nomaden“.
Folglich würde ich diesen Roman auch nicht als Fortsetzung, sondern als Parallel-Erzählung bezeichnen, ein Fakt, der mitunter sogar bemängelt wurde, was mir völlig schleierhaft ist, weil dies im Vorfeld nie ein großes Geheimnis war. Auch hier gilt praktisch: Vor dem Motzen einfach mal informieren. So könnte man falsche Erwartungen gleich im Keim ersticken.
Ich habe exakt das bekommen, was ich erwartet hatte. Schließlich hatte ich mich im ersten Teil schon gefragt, was wohl aus den anderen Menschen geworden sein könnte.

Außerdem stehe ich total auf diese Erkundungstouren in verlassenen Welten. Auch in „Nomaden“ bleibt der Autor wieder „regional“, sodass man gewohnte bzw. bekannte Umgebungen mal auf ganz andere Weise präsentiert bekommt.

Insgesamt bin ich auch dem Schreibstil sehr zugetan. Sowohl dramatische als auch ruhige Szenen wurden anschaulich und unterhaltsam erzählt. Wobei die ruhigeren Parts wegen der allgegenwärtigen Gefahr (die Kreischer, ihr erinnert euch?) schon mal recht gruselig und spannend daherkommen. Natürlich ziehen die Menschen nicht nur sinnlos durch die Gegend, um zu plündern und sich zu versorgen. Vielmehr entwickeln sie sich miteinander und zum Teil auch gegeneinander, sodass unser altbekanntes Apokalypse-Problem nicht das einzige Problem darstellt.

Und dann hätten wir da noch den Ich-Erzähler, meine Lieblingsperspektive.

„Nomaden“ besticht nicht nur durch seine facettenreichen Charaktere in einer atemberaubenden und doch toten Welt, sondern hauptsächlich durch Michael Schreckenbergs unanfechtbares Können, diese Geschichte so zu erzählen, dass es einem die Bettschühchen auszieht. Grandios erzählt!

Einziger Meckerpunkt, der aber nur die Print-Leser betrifft: Die Schrift war mir ein wenig zu winzig. Ohne Lesebrille hatte ich keine Chance. Aber okay, bei über 500 Seiten muss der Verlag halt schauen, dass das Buch nicht zum Ziegelstein wird.

Fazit:
„Nomaden“ ist ein mehr als würdiger Nachfolger zu „Der Finder“. Großes Endzeit-Kino mit Tiefe und Mitzitter-Garantie. Ich habe es sehr genossen.

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Chaska - Tochter aus dem Eis - John Aysa


Klappentext:
Ein Fantasyepos vom Autor der berüchtigten "Prinzessin" Romane: Chaska lebt wohl behütet mit ihrer Mutter im rauen Norden der Eysen, abgeschottet vom Rest der Welt. Als die geplante Reise in die Länder des Südens vorzeitig zu einer wilden Flucht gerät, wird das Leben des Mädchens komplett auf den Kopf gestellt. In der Fremde sieht sie sich gezwungen, Demütigung und Ächtung auf sich zu nehmen. In der Zwischenzeit wächst eine von grenzenlosem Wahnsinn getriebene Bedrohung heran, die das Antlitz der Länder auf alle Zeiten zum Schlechteren ändern kann. Das Reich der Kriegerfrauen sieht sich den ersten Ausläufern des Unheils gegenüber. Wie der Rest der Welt wissen auch die Kämpferinnen nichts von der gottgleichen Macht im Hintergrund, die darangeht, einzugreifen. Chaska, die mit allen Mitteln darum kämpft, eine Kriegerin der Fünf Ringe zu werden, um ihr angestrebtes Ziel zu erreichen, muss erkennen, dass sie weit mehr Geld braucht, als sie hat. Der Weg, den sie beschreitet, um es zu erlangen, führt direkt ins Desaster.

John Aysa goes FANTASY! Krass, oder?

Diese Tatsache beförderte zuallererst eine meiner Augenbrauen in die Höhe. Nach allem, was Aysas „Prinzessin“ mir angetan hatte, konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass dieses Genre in irgendeiner Form aysafiziert werden könnte.

Konnte es aber.

Nun gut, man wird nicht gleich auf der ersten Seite mit haufenweise Dreck beworfen. Dafür aber gleich eine Seite weiter. Smileys machen sich ja bekanntlich in Rezensionen nicht so gut, also verkneife ich mir an dieser Stelle einen.
Tatsächlich ist es so, dass unsere Heldin Chaska erst einmal aufwachsen muss, bevor sie uns She-like mit Blut und Gedärm überhäufen kann. Das heißt aber nicht, dass alle anderen Gestalten in diesem Roman dies nicht können.
Da „Chaska“ laut Aussage seitens des Autors aus demselben Universum wie „She“ stammt, dürfen wir uns auch hier an John Aysas satter, testosterongetränkter Schreibe erfreuen. Das Reich der Kriegerfrauen, in dem Chaska sich beweisen und entwickeln muss, ist ein hartes Pflaster. Auch dort wird kein Blatt vor den Mund genommen, wenn es darum geht, die Dinge beim Namen zu nennen.

Kleines Zitat aus einem Gespräch zwischen Chaska und deren Mutter (Ich hoffe, das ist für Verlag und Autor okay):
„Aber die Sache mit Schwanz und Möse habe ich dir erklärt, oder?“
„Mama!“
„Ah, gut. Dann weißt du übers Ficken Bescheid.“
Mama!

Noch Fragen?

Der Tonfall ist und bleibt derbe. Daran gibt es nichts zu rütteln. Und ich liebe es!
Nein, ich brauche nicht auf Gedeih und Verderb diese extreme Ausdrucksweise. Aber was soll ich tun? Es ist so verflucht unterhaltsam, dass es mich einfach jedes Mal aufs Neue packt, wenn ich einen neuen Schmöker von John Aysa in den Händen halte. Mal abgesehen von alle dem krassen Zeug, kann dieser Autor nämlich auch großartige Charaktere und Schauplätze erschaffen. Wie ein bekannter Fernsehsender so treffend sagt: Mittendrin, usw.
In „Chaska“ ist man mehr als mittendrin. Man lebt die Story, als wäre man eine der Figuren.
Ich nenne diese atemberaubend fetzigen Bücher von Aysa auch gerne mal „Movie-Lit“, weil ich eigentlich keinen anderen Autor kenne, der Kämpfe und Gemetzel derart plastisch schildern kann.
Da wird dann mit einem eleganten „Knack!“ ein Schädel gespalten, und man wünscht sich eigentlich nur noch eine weitere freie Hand, mit der man in den Popcorneimer greifen möchte.
„Chaska“ ist, wenn ich korrekt informiert bin, als Trilogie ausgelegt. Ich kann es kaum erwarten, diese stinkende, raubeinige Welt erneut zu betreten und die spannende Geschichte erneut aufzugreifen.

Inzwischen muss ich wohl die zarten Pflänzchen nicht mehr warnen. John Aysa ist ein schreibender Gewaltakt. Nehmt es hin oder langweilt euch weiter.
No more words.

Fazit:
Mehr, John, mehr! Schreib schneller, los, mach schon!

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Montag, 24. August 2015

Tu es. Tu es nicht. - Gastrezension von Simona Turini







Gastrezension von Simona Turini
»Tu es. Tu es nicht.« von S. J. Watson
Klappentext:
Sie liebt ihren Mann. Und ist besessen von einem Fremden.
Sie ist eine gute Mutter. Und würde ihre Familie aufgeben.
Sie weiß, was sie tut. Und gerät außer Kontrolle.
Sie lebt zwei Leben. Und kann beide verlieren.



Julia führt ein scheinbar gesichertes Leben mit Mann und Sohn in London. Da wird ihre Schwester brutal ermordet. Julia begibt sich auf eine gefährliche Suche – und gerät unaufhaltsam in den Sog des Verbrechens und der Vergangenheit.

Schon der Titel ist nicht unbedingt vielversprechend, aber vermutlich vom Verlag mit Gewalt an den irrsinnig erfolgreichen Vorgänger »Ich. Darf. Nicht. Schlafen.« angelehnt. Sei`s drum: Doofe Titel gibt es im Thriller-Segment zuhauf, und das Original »Second Life« klingt denn auch beruhigend.
Also unvoreingenommen ran an das Buch.

Leider löst der Roman nicht ein, was das Label »Thriller« verspricht. Mag sein, dass die Geschichte von Julia, Hausfrau, Teilzeit-Fotografin und Adoptivmutter ihres Neffen, als psychologische Studie angelegt ist – auf den ersten 300 Seiten nerven ihre ständigen Zweifel und Selbstreflexionen eher.
Dummerweise ist Julia nämlich auch Ex-Junkie und trockene Alkoholikerin mit schwieriger Familiengeschichte, die sie offenbar niemals wirklich hinter sich lassen konnte.

Die ganze Misere, in die sie sich verstrickt, und die am Ende fast schon hektisch, fast nebenbei aufgelöst wird (zugegebenermaßen halbwegs überraschend und intelligent), hätte sich viel früher in Wohlgefallen auflösen können, wenn sich die Protagonistin annähernd normal verhalten würde.
Aber nein: Zunächst muss sich der Leser durch eine suspekte, erstaunlich langweilige Affäre quälen, gespickt mit dem üblichem Geseiere à la »Oh Gott, ich betrüge meinen Mann, ich setze mein oh so tolles und geordnetes Leben aufs Spiel!«

Oh ja, ich kann kaum schlafen vor Aufregung ob Julias Problemen.

Der Klappentext behauptet, Julia würde »zwei Leben leben«. Das ist nicht wahr; diese Frau hat nicht mal eines.
Die Ermordung der Schwester, Aufhänger und Beginn der Geschichte, tritt trotz ständiger Erwähnung mehr und mehr in den Hintergrund. Julias Unbedarftheit und Naivität sind es, die sie zum Opfer machen. Zum Opfer eines mäßig ausgefeilten Komplotts, das nur deshalb funktioniert, weil sie lieber schweigt, verdrängt und lügt, als sinnvoll zu agieren und sich Hilfe zu holen.
Es stimmt zwar, dass man ein Opfer braucht, um einen faszinierenden Täter zu entwickeln, aber das geht auch glaubhafter. Und vor allem: spannender.

Wer Lust auf einen vermeintlich Einblick in die Psyche einer naiven Londoner Vorstadt-Hausfrau hat, darf gerne zugreifen. Wer mal eine Affäre anfangen und sich darauf vorbereiten will, gerne ebenfalls.
Wer ein paar Stunden atemlose Spannung genießen will, sollte die Finger von dem Roman lassen – ›Thriller‹ geht anders.


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Sonntag, 2. August 2015

Der unglaubliche Mr. Corpse - Jeff Strand





Der unglaubliche Mr. Corpse
Klappentext:
Zombies … Manchmal steigen sie aus ihren Gräbern und gieren nach Menschenfleisch … Manchmal werden sie von verrückten Wissenschaftlern erschaffen, um eine unaufhaltsame Armee Untoter zu werden … Manchmal wird die Zombie-Plage durch einen schrecklichen Virus übertragen …

… und manchmal, da erheben sie sich live vor Millionen Zuschauern während einer Spezialsendung im Hauptabendprogramm. Dies ist die Geschichte von Stanley Dabernath, einem Zombie. Der UNGLAUBLICHE MR. CORPSE, wie die Presse ihn kurzerhand getauft hat. Eine internationale Sensation. Trotz grässlichem Aussehen lebt Stanley nun seinen Traum. Dummerweise ist es schwerer, das Leben eines Promis zu führen als das eines Zombies. Denn die Schlipsträger von Projekt Second Chance geben ihm vor, wie er sich in der Öffentlichkeit zu verhalten hat. Und seine Gegner bezeichnen ihn als widerwärtige Abscheulichkeit, die endgültig beseitigt werden sollte. Aber sind die Leute vom Projekt Second Chance wirklich auf Stanleys Seite, oder ist der wahre Grund für seine Auferstehung etwas viel … Unglaublicheres?


Das Cover lässt es schon durchblitzen: Stanley Dabernath ist nicht die Art Zombie, die unser Hirn nach all den Jahren abgespeichert hat. Vielmehr ist er eine gelungene Mischung aus „Glückspilz“ und „arme Sau“. Auf der einen Seite bekommt Stanley Dabernath nach seinem eher wenig stilvollen. Abgang eine zweite Chance. Aber auf der anderen Seite bringt ihm das rein gar nichts, denn abgesehen von seiner eher fragwürdigen Unsterblichkeit, hat er ansonsten nur noch einen stetig verrottenden Körper und eine Menge Kohle zu bieten.
Gelungen deshalb, weil Jeff Strand mit seinem ihm eigenen Humor an die Sache herangeht. Nicht jedermanns Sache. Aber die Leser, die diesen furztrockenen, satirischen Humor mögen, sind mit diesem Buch mehr als gut bedient.

Somit wurden meine Erwartungen zu 100% erfüllt. Genau das hatte ich von Jeff Strand erwartet.
Eine typische Horrorstory versteckt sich definitiv nicht hinter „Der unglaubliche Mr. Corpse“. Trotzdem darf man sich auf Action und Tempo freuen, denn im letzten Drittel gibt Strand richtig Gas und haucht der Figur mehr Leben ein, als ein Zombie eigentlich haben sollte. Und ja, es wird auch ein wenig gemetzelt.
Insgesamt war das Lesen dieser total bekloppten Story ein einziger großer Spaß. Mehr als einmal wurde ich von Lachflashs heimgesucht. Aber ich gebe zu: ich stehe total auf Jeff Strand – also auf seine Werke wohlgemerkt.
Fazit:
Von vorne bis hinten ein typischer Strand: Absurdes, Humor und Action – immer mit einer gesunden Portion „Gesellschafts-Kickass“. Wer diese Art Humor mag, muss hier unbedingt zuschlagen.

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Dienstag, 9. Juni 2015

Bigfoot Crank Stomp - Erik Williams







Klappentext:

Es hört sich so einfach an. Einsteigen, alle umlegen und das Geld und die Drogen mitnehmen. So sieht Russells und Mickeys Plan aus. Doch die Drogenhöhle mitten im Wald verbirgt ein dunkles, im Keller angekettetes Geheimnis. Eine wütende Bestie voller Methamphetamin will freikommen. Nichts könnte den Amoklauf mit Drogen vollgepumpten Bigfoots aufhalten … Bigfoot gibt es wirklich und er ist süchtig nach Meth! »Dieses Buch verleiht dem Wort unfassbar eine völlig neue Bedeutung! Es ist so absurd und zugleich so schwer wegzulegen … Die ganze Zeit während ich es las war ich angepisst, dass mir so etwas nicht eingefallen ist.« - EDWARD LEE, Autor von INNSWICH HORROR

Klappentext gelesen? Gut. Kinnlade wieder hochklappen und aufpassen!

Das war gerade keine Halluzination, auch kein komplett irrer Traum nach einem chilligen Abend mit Wasserpfeife und allem, was der Händler deines Vertrauens so im Angebot hat.
Bei „Bigfoot Crank Stomp“ von Erik Williams passiert tatsächlich all der schräge Kram, der im Klappentext lediglich sanft angedeutet wird.

Und wenn ich sanft sage, dann meine ich auch sanft.

Dieses Buch ist in Wahrheit nämlich noch viel schräger und dürfte Fans abgedrehter Horrorliteratur wahrscheinlich gut in der Hand liegen.
Irgendwie wusste ich ja schon immer, dass Bigfoot existiert. Mir war nur nicht klar, dass er auf Breaking Bad steht – na ja, im übertragenen Sinne.

Selbstverständlich wird reichlich geflucht, gesplattert und gevögelt. Wer letztlich was mit wem tut, und da gibt es einige Varianten, erfahrt ihr, wenn ihr euch den Schmöker einfach mal einverleibt.
Vorab gleich eine Warnung an die Leser mit „gewissen Ansprüchen“: Anspruch sucht ihr hier vergebens. Soll heißen: Schnappt euch Popcorn, zieht euch was Schnodderiges an und stellt das Hirn auf Sparflamme. Hier geht es um pure Unterhaltung, abgefahrene Action und einen gewissen Grad an ausgemachtem Blödsinn – kurz gesagt: Ich hatte wirklich Spaß.

Der Schreibstil ist einfach gehalten, die Ideen bewegen sich irgendwo in der Abteilung „geisteskrank“, aber hey, man gönnt sich ja sonst nichts.
Wer das Leben nicht zu ernst nimmt, sich nicht an einem rauen Umgangston stört und auch mal über krasses Zeug lachen kann, ist mit diesem Schmöker mehr als gut bedient.

Fazit:
Wenn man denkt, bekloppter kann es nicht mehr werden, kommt ein Bigfoot daher und klaut Drogen. Was für ein Spaß. Habt ihr Humor? Okay, lesen!

Bigfoot Crank Stomp: Extreme-Horror gibt es hier *klick*

Montag, 30. März 2015

KIN - Kealan Patrick Burke

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Klappentext:

An einem glühend heißen Sommertag in Elkwood, Alabama taumelt Claire Lambert nackt, verletzt und halb blind von einem Ort des Grauens davon. Sie ist die einzige Überlebende eines Albtraums, der ihre Freunde das Leben gekostet hat. Und obwohl sie für Rettung betet, kommen die Killer - eine Familie kannibalischer Geistesgestörter - immer näher.
Ein Soldat, der an posttraumatischer Belastungsstörung leidet, kehrt aus dem Irak zurück und erfährt, dass sein Bruder zu den Opfern in Elkwood zählt.
Im eingeschneiten Detroit bekommt eine Kellnerin, die in einer von Missbrauch geprägten Beziehung gefangen ist, unerwarteten Besuch, der zu Blutvergießen führt und sie in eine Vergangenheit zurückversetzt, vor der sie jahrelang zu fliehen versucht hat.
Claire, die alleinige Überlebende des Elkwood-Massakers, wird von ihren toten Freunden heimgesucht und träumt von Rache … ein Traum, der durch Trauer und Wut real wird, der gute Menschen in kaltblütige Mörder verwandelt und Fremde gezwungenermaßen zu Verbündeten werden lässt.
Es ist Zeit, nach Elkwood zurückzukehren.


So lautet die grobe Inhaltsangabe, welche der Wortgewalt der beschriebenen Geschichte nicht annähernd gerecht wird.

Um auch nur eine halbwegs angemessene Buchbesprechung zu diesem Werk abzuliefern, muss ich mich kurz sammeln.

Wirklich, Leute, ich bin überhaupt kein Fan von bildhafter Sprache, langen Sätzen und ausufernden Beschreibungen, aber was Kealan Patrick Burke hier abgeliefert hat, schickt einen Trash-Fan wie mich in die „Schäm dich-Ecke“.

Und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mich ernsthaft gefragt: Was zum Geier hat mich bisher geritten, mich vor Werken wie diesen zu drücken?
Ich gebe beschämt zu, dass ich eine der üblichen Hinterwäldler-Geschichten erwartet hatte. Eine von der Sorte, in der ein paar geisteskranke Vollspacken in karierten Hemden sich das Mädchen und dessen Freunde vorknöpfen, sie nach allen Regeln der Kunst foltern, um sie anschließend bei selbstgebranntem Schnaps über dem Lagerfeuer zu rösten. Das Mädchen schafft es irgendwie mehr tot als lebendig zurück ins Leben, um sich später fürchterlich zu rächen.
Es hätte so einfach sein können.
Aber da hatte ich wohl die Rechnung ohne Mr. Burke gemacht.
Ja, im Großen und Ganzen hat der Roman genau diese Grundzüge. Allerdings wurde die Geschichte so meisterhaft eloquent erzählt, dass man mittendrin das Atmen vergisst.

Die Charaktere, egal ob gut oder böse, haben ihre Daseinsberechtigung. Jeder von ihnen. Sie alle haben Tiefe, Seele und Gründe für das, was sie tun, mag es auch noch so krank sein. Burke hat die Mittel, uns jede noch so kranke Handlung glaubhaft zu verkaufen. Und er nutzt sie, darauf könnt ihr wetten.

Wenn dieser Autor einen Baum beschreibt, dann sehen wir ihn nicht nur vor uns. Wir SIND der Baum.
Wenn dieser Autor unaussprechliches Grauen erzeugen möchte, tut er das in einer quälend gründlichen Art und Weise, um dem Leser schließlich mit einem einzigen Satz den Todesstoß zu verpassen.

Selten hat mich ein Roman so aus der Fassung gebracht. Die Geschehnisse haben mich völlig für sich vereinnahmt und bis jetzt nicht losgelassen.
Ganz großes Kino (was für eine bescheuerte Floskel, die hierfür eigentlich zu lächerlich ist)! Aber wirklich ganz ganz großes Kino!

Fazit:

„KIN“ von Kealan Patrick Burke ist wie eine Totenhand, die des nachts aus deinem Kleiderschrank nach dir greift, um dich in eine Welt zu zerren, die du nicht kennen willst. „KIN“ ist mit das herausragendste Buch, das ich je gelesen habe. Ich kann nur noch meinen Hut ziehen – ein Meisterwerk.

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Samstag, 28. März 2015

The Viking Dead - Toby Venables

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Klappentext:
Düstere Legenden ranken sich um eine dunkle Festung - verborgen in einem Fjord - und unbesiegbare Berserker, die mit schwarzen Schiffen kommen werden …

Nordeuropa, Anno Domini 976: Nach einer erbitterten Schlacht sind der Wikinger Bjólf und seine Crew der Hrafn auf der Flucht durch unbekannte Gewässer. Schließlich landen sie an den Gestaden
eines trostlosen, verfluchten Landes. Die Toten finden hier keine Ruhe, sondern verwandeln sich in Draugr, Untote, getrieben von unstillbarem Hunger nach dem Fleisch der Lebenden. Bjólf beschließt
zu fliehen, doch dann kommen die schwarzen Schiffe.

Gestrandet mit Männern, die nach und nach zu wandelnden Toten werden, steht Bjólf vor der Wahl:
Sich durch einen Wald voller Untoter zu schlagen, in das Schloss einzudringen, um dort dem schrecklichen Geheimnis auf die Spur zu kommen, oder einer von ihnen zu werden, seelenlos und untot bis in alle Ewigkeit.


„The Viking Dead“ von Toby Venables, nicht zu verwechseln mit „The Walking Dead“ (obwohl ich das Wortspiel mag), ist ein Horror-Schmöker der besonderen Art.
Der Autor war mir zuvor nicht bekannt, aber Michael Preissls (Voodoo Press) unermüdlicher Suche nach außergewöhnlichem Stoff ist es zu verdanken, dass sich dies nun geändert hat.
Und außergewöhnlich ist dieser Roman auf jeden Fall.
Fühlt man sich als Leser im ersten Moment von zahlreichen skandinavischen Namen regelrecht erschlagen, steckt man wenig später bereits unrettbar in einer düsteren, unheilvollen Atmosphäre fest.
Tapfere Wikinger, grauenvolle Kreaturen und zuletzt ein junger Bursche, der sich für immer von seiner Kindheit verabschieden wird, machen diese Geschichte zu einem mitreißenden Erlebnis.
Sprachlich finden wir uns selbstverständlich in etwas altmodischeren Gefilden wieder, was dem Lesespaß aber in keiner Weise schadet. Im Gegenteil!
Toby Venables geht es zunächst etwas ruhiger an, baut dann aber einen herrlich schwarzen Spannungsbogen auf, der dem Leser seine volle Kraft schließlich in einem blutigen Showdown um die Ohren schlägt. So mag ich das. Man spürt es kommen. Und wenn es dann kommt, holt es einen aus den Schuhen.
Gut gemacht, würde ich sagen. Für mich war dieser Schmöker auf jeden Fall ein Vergnügen. Danke dafür!

Fazit:
„The Viking Dead“ zeigt dem Leser, dass Wikinger nicht nur Met saufen und lädierte Helme ausbeulen. DIESE Wikinger haben ganz andere Probleme. Toby Venables allein kennt die Wahrheit über das Blut auf deren Waffen. Okay, das ist nicht ganz richtig. Ich bin jetzt auch eingeweiht – und habe es nicht bereut. Gerne empfehle ich diesen Schmöker weiter.

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Mittwoch, 25. März 2015

Für eine Handvoll Füße - Jordan Krall

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Klappentext:

Screwhorse, Nevada ist legendär für seine brutalen und ungewöhnlichen Vorlieben. Doch als der Revolverheld einen hölzernen Esel in die Wüstenstadt schleppt, ist die Bühne frei für ein Blutbad, das Schlimmste, das der Westen je erlebt hat. Der Name des Helden? Calamaro – und er stammt aus New Jersey. In den Hauptrollen: Cthulhu verehrende Indianer, eine vierbeinige Frau, ein Giallo-esque Serienkiller, ein durchgeknallter Revolverheld, der es liebt an Zucker zu lecken, Syphilis Mutanten, Arschwasser rülpsende Pistolen, sexuell übertragbare Tattoos, und ein Haus, das den verrücktesten Fetischen gewidmet ist. Für eine Handvoll Füße von Jordan Krall ist der unheimlichste Western der je verfasst wurde.

Durch den Verlag Voodoo Press wurde ich bereits vor Jahren auf dieses seltsam nerdige Genre „Bizarro Fiction“ aufmerksam. Denn da gibt es nicht nur Carlton Mellick III, sondern einige andere Autoren, deren mitunter recht behämmerte Fantasien sich irgendwo zwischen genial und reif für die Geschlossene bewegen.

Einige abgedrehte Romane dieser Art habe ich bereits inhaliert und besprochen.
„Für eine Handvoll Füße“ (Jordan Krall) ist leider der letzte Band seiner Art, den Voodoo Press verlegt hat und vermutlich auch niemals wieder neu auflegen wird. Die Zielgruppe ist eben doch zu klein, und geisteskranke Vollnerds, wie ich es bin, werden künftig sehr intensiv suchen müssen, um derart abgedrehten Stoff lesen zu können.
So spalten sich meine Gefühle in „YEAH, ich besitze ein Sammlerstück“ und „Och nööö, war es das jetzt wirklich?“

Zurück zum Buch:

Ich bin kein Western-Fan. Nein, wirklich nicht.
Ich bin auch kein Fan von Hommagen an irgendwen oder irgendwas. In diesem Fall würde ich fast so weit gehen, von einer Hommage an die Italo-Western der siebziger Jahre zu sprechen.
Ich bin aber definitiv ein Fan von abgedrehten Geschichten, total bekloppten Protagonisten, die sich mehr oder weniger sinnvoll verhalten und allerhand anderen seltsamen Dingen.
Schon der Klappentext macht neugierig. Dieser ist keinesfalls übertrieben. Im Gegenteil. Er fasst so eben das Gröbste zusammen und verschweigt dabei noch dezent die Kühe, die anstelle der Euter Tentakel haben, Hermaphroditen und dubiose Substanzen.
Trotz allen Wahnsinns gibt es so etwas wie eine Geschichte, einen roten Faden, der das bizarre Geschehen auf eine irgendwie kranke Weise nachvollziehbar macht.
Also gibt es Helden, Schurken, Huren, Betrüger, Indianer und Verrückte – kurzum: alles, was ein Western-Spektakel braucht.
Erstaunlicherweise gab es in diesem Moloch von Leichen, Sex und Wahnsinn tatsächlich einige wenige Momente der Ruhe. Kaum zu glauben, aber wahr.
Zusätzlich sollte ich noch erwähnen, dass dieser Titel ein Roman für Erwachsene ist. Der Leser begegnet dort so ziemlich allen Abgründen, die sich ein Autor  ausdenken kann.
Zwischendurch liest es sich wie ein stinknormaler Western, und dann, wenn man meint, alles wäre in Butter, zieht erneut der Wahnsinn ein. Gerade diese Momente machen den Roman zu einem Pageturner für jene, denen „normal“ nicht reicht.
Ich fand es auch erfrischend locker geschrieben. Zackig und auf den Punkt. Das treibt den Lesefluss voran. Ich persönlich habe es vergangene Nacht in einem Rutsch gefressen.
Evtl. hätten der Geschichte ein paar Charaktere weniger gut getan, aber hey, je mehr verrückte Leute, desto vielseitiger die Ideen, was man diese Irren alles anstellen lassen könnte.

Fazit:
„Für eine Handvoll Füße“ tarnt sich zwischen den Kuriositäten als einfacher Western, verpasst dem Leser aber in regelmäßigen Abständen die volle Breitseite des Bizarro Fiction Genres. Erwartet nichts, aber rechnet mit allem. Ich muss mir jetzt erst wieder die hochgezogenen Augenbrauen abgewöhnen. Die sind immer noch oben, ich schwör’s euch!

Für eine Handvoll Füße gibt es hier *klick*

Dienstag, 24. März 2015

Rönum - Jörg Karweick

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Klappentext:

Der Leuchtturm, ein düsteres, riesiges Ungetüm. Er sendet sein Signal aus. Mensch, Tier und Wasser spielen verrückt. Gibt es einen Zusammenhang? Und was ist eigentlich Rönum? Ein abgelegenes Dorf an der Nordsee. Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Rodacher ist zurückgekehrt, um im Ort seiner Kindheit das Reisebüro seines Vaters weiterzuführen. Doch jetzt, da die Nächte kalten Nebel von den Feuchtwiesen aufsteigen lassen und die Touristen verschwinden, kehren dunkle Bilder aus seiner Kindheit zurück und mit ihnen die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre, für immer von hier fortzubleiben. Erst scheinen die Schafe den Verstand zu verlieren, dann verschwindet Rodachers langjährige Mitarbeiterin Maria Feinworth. Auf der Suche nach ihr entdeckt er, dass eine dunkle, geheimnisvolle Macht vom Leuchtturm und seinem Wärter ausgeht, der sich niemand entziehen kann. Und dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Ein Mystery-Thriller zwischen Stephen King und Twin Peaks!

„Rönum“ war mein erster Thriller von Jörg Karweick – und ziemlich sicher wird es auch nicht bei diesem bleiben.
Zuvor habe ich mich ein wenig erkundigt und dabei die unterschiedlichsten Meinungen vernommen. Manche fanden das Buch nicht so prall, andere schwärmten wiederum von der packenden Atmosphäre. Kontroverse Meinungen machen natürlich neugierig, also ran an das Buch!
Tatsächlich muss ich einem der anderen Rezensenten beipflichten: „Rönum“ kommt zunächst wie ein Krimi daher. Aber das täuscht. Lediglich die ersten Seiten lassen diesen Eindruck kurz aufblitzen. Sehr schnell wird einem dann aber klar, dass diese Geschichte sehr weit von einem Krimi entfernt ist.
Zuallererst hat mich der Schreibstil mächtig geflashed. Umgebungen, die Menschen in ihrer grenzenlosen, norddeutschen Spießigkeit und zuletzt das schleichende Grauen waren genial gut beschrieben.
Dabei gab es an keiner Stelle Längen und somit auch keine Langeweile.
Wer nun aber denkt, es hier mit einem Action-Kracher zu tun zu haben, dem muss ich vorab gehörig auf die Finger klopfen.
Diese Geschichte punktet nicht mit rasantem Gemetzel und ebenso wenig mit pornösen Abgründen. Hier kommt ein schleichendes, feuchtkaltes Unbehagen zum Tragen, das sich wie ein unheimliches Geräusch durch die gesamte Storyline zieht.
Dinge werden niemals direkt ausgesprochen, sondern eher hinter vorgehaltener Hand angedeutet. Es tun sich Rätsel auf, die zum Teil auf die Personen bezogen sind, zum Teil aber auch nicht. Eine angenehm gruselige Ladung Mystik kommt hier zum Tragen, die, wenn ich das so sagen darf, meisterhaft dezent umgesetzt wurde.
Auch dieser Roman ist wieder ein sehr gutes Beispiel dafür, dass weniger eben manchmal doch mehr ist.
Die Auflösung lässt Raum für eigene Spekulationen, war evtl. sogar etwas dürftig, lässt mich als Leserin aber mit der unruhigen Vorfreude auf eine mögliche Fortsetzung zurück.

Fazit:
„Rönum“ kann was! Wer sich mal etwas von der Extrem-Literatur entfernen, einen herrlichen Schreibstil und leises Unbehagen spüren möchte, sollte einfach zuschlagen.

Rönum hier bestellen *klick*

Die Rache der Toten - Michael White

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Klappentext:

Die sterblichen Mörder ihrer Familie sind tot – doch Lees Rachedurst ist immer noch nicht gestillt.
Mit Hilfe der unruhigen Toten beschwört sie ein Wesen aus der Unterwelt herauf und fordert damit die Uralten heraus.
In der goldenen Stadt enthüllen sie Lee endlich den wahren Grund für ihre Verwandlung in ein Kind der Nacht – sie soll das Portal öffnen, hinter dem sich die Blutgöttin in ihrem unruhigen Schlummer wiegt.
Lee begibt sich auf die Suche nach dem Portal – nicht wissend, dass ihre alte Feindin Catherine die Rückkehr der Göttin um jeden Preis verhindern will. Währenddessen planen die Uralten die Macht der Göttin an sich zu reißen – und der Preis dafür ist Lees unsterbliche Seele…

Gleich vorab sei gesagt, dass „Die Rache der Toten“ eine Fortsetzung ist. Der erste Teil, „Die Fährte der Toten“, wurde bereits von mir für gut befunden und auch in meiner bescheidenen Gruft besprochen.

Wie ich bereits in meiner ersten Besprechung betonte, bin ich noch immer kein Fan von Vampiren. Da Lee, die eigenwillige knallharte Kämpferin, sich jedoch positiv vom Einheitsbrei der Glitzerwelt absetzt, darf man auch hier wieder getrost zuschlagen.

Obwohl auch hier wieder die Charakterzeichnung im Vordergrund steht (Lee ist keine Allerweltsvampirin, sondern ursprünglich ein Mensch, der es sich weiß Gott nicht leicht macht), kommen in diesem zweiten Teil auch die Dialoge nicht zu kurz.
Dabei wäre es mir etwas weniger gesprächig vielleicht lieber gewesen, denn es schadet der düsteren, stimmungsvollen Atmosphäre, die mich im ersten Teil so aus den Latschen gehoben hat. Sicher ging dem angenehmen, unterhaltsamen Schreibstil dadurch nichts verloren, aber weniger ist manchmal mehr.
Dazu fällt mir spontan wieder die Entwicklung von „The Walking Dead“ ein. Dort ist man inzwischen an einem Punkt, an dem man vor lauter Gelaber und schicksalsträchtigen Gesprächen am liebsten ins Koma fallen möchte.
„A little less conversation, a little more action, please!“ – wie der King einst zu singen pflegte.
Hier war es jetzt nicht so schlimm, ich neige zu Übertreibungen, aber mehr dürfte davon auch nicht eingebaut werden.

Trotzdem war auch dieser zweite Teil wieder ein Genuss. Offene Fragen wurden beantwortet, Action war trotzdem reichlich vorhanden, und der Autor hat eine einigermaßen komplexe Welt mit Pageturner-Potenzial erschaffen.
Man sollte aber den ersten Teil gelesen haben, sonst wird es schwierig.
Für die kleinen Ferkel unter euch: Lee hat eine nette Freundin, und zimperlich ist sie auch nicht.

Fazit:
„Die Rache der Toten“ von Michael White ist eine gelungene Fortsetzung, die ziemlich sicher auch Vampirgegnern gefallen kann. Ich vergebe 4,5 Sterne, die ich beim großen Amazonas auf 5 aufrunde. Der halbe Stern ist mir leider in den Dialogen abhanden gekommen.

Die Rache der Toten hier bestellen *klick*

Mittwoch, 25. Februar 2015

Wasser - Vincent Voss

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Deutschland, irgendwann Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre: Es ist Sommer, und die großen Ferien haben begonnen.
Paul, Dirk, Lucie, Sasch, Kaltz und Mark sind eine Bande, und um sie geht es in dieser Geschichte.
Alle freuen sich auf die Ferien und haben große Pläne. Allerdings wird dies ein Sommer, den die Kids niemals vergessen werden, und der sie für immer prägen wird, denn etwas ist anders als sonst. Etwas bahnt sich einen Weg in die Realität, und etwas bedroht das Leben aller Beteiligten.
Über einen sehr langen Zeitraum sind immer wieder Kinder verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Nun scheint sich alles zu wiederholen, und die Kids müssen sich der Bedrohung stellen.

Was für ein Buch!

Die Geschichte, deren Inhaltsangabe sich auf den ersten flüchtigen Blick wie eine Folge der Vorstadtkrokodile liest, hat sich für immer in meine Erinnerung gebrannt, was vorher nur sehr wenigen Geschichten gelingen konnte.

Die Story wird von einem der inzwischen erwachsenen Bandenmitglieder erzählt. Wer das ist, erfahren wir erst am Ende der Geschichte. Und weil das so sein muss, werde ich an dieser Stelle nicht verraten, um wen es sich handelt.

Gleich die ersten Zeilen haben mich sofort für sich beansprucht, und es war mir kaum noch möglich, die Lektüre zu unterbrechen. Ich war sofort mit allen Sinnen dabei.

Nur ungern stelle ich Vergleiche zu anderen Autoren und deren Werke auf, aber in diesem Fall kam ich nicht umhin, mich an meine Lieblingsgeschichte zu erinnern: „Die Leiche“ von Stephen King ist eine der ganz wenigen Geschichten, die ich im Laufe der Jahre immer wieder gelesen habe. Die Verfilmung „Stand by me – Die Geschichte eines Sommers“ flimmerte sicher schon etwa zehn Mal über meine Mattscheibe.
„Wasser“ ist seit sehr langer Zeit der erste Roman, der in mir das Gefühl wieder aufleben ließ, welches ich damals beim Lesen von Kings „Die Leiche“ hatte.
Es war ein Abenteuer, wie ich es lange Zeit nicht mehr erleben durfte.
Mit wenigen Sätzen schoss Vincent Voss mich zurück in meine eigene Jugend. Ich sah meine eigene Bande, rauchte meine erste Zigarette, nähte mir Aufnäher auf die Jeansjacke und tanzte zu den rockigen Klängen von Kiss. Es war alles so vertraut, als wäre ich selbst dabei gewesen, und die Erinnerungen an damals trieben mir fast die Tränen in die Augen.
Die Story ist definitiv ein Horror-Roman, denn der Leser wird mit unheimlichen Mächten konfrontiert - bösartig und unberechenbar. Vincent Voss gelang es mühelos, mir eine ordentliche Gänsehaut nach der anderen zu bescheren. Die Geschichte ist einfach nur packend und zum Teil sehr unheimlich. Aber auch wenn sich das nun widersprüchlich liest, spielt der Horror eine eher untergeordnete Rolle.
Vielmehr begleiten wir eine Handvoll Heranwachsender dabei, wie sie sich verlieben, Angst haben, Opfer bringen, sich ihren Problemen stellen, alles für ihre Freunde tun und gemeinsam ihre Kindheit hinter sich lassen.
Das Ganze ist so grandios geschrieben, dass der Autor mir meine gesamte zur Verfügung stehende Gefühlspalette entlocken konnte. Unterhaltung, Spannung, Trauer, Erinnerungen, Wehmut – für mich war alles mit dabei, und ich konnte (und wollte) einfach noch nicht loslassen, als der Roman schließlich zu Ende war.

Das, lieber Herr Voss, war ganz großes Kino. Wäre doch nur die Hälfte aller veröffentlichten Bücher so packend! Danke, dass ich es vorab lesen durfte.

Fazit:
„Wasser“ ist einer der ganz seltenen Romane, die Abenteuer, Emotionen und Grauen in einem packenden Gesamtpaket miteinander vereinen und den Leser mit allen verfügbaren Sinnen an ein Buch fesseln. Ich bin immer noch wie verzaubert und kann nicht anders, als diesen Roman jedem ans Herz zu legen, der, so wie ich damals, mit leuchtenden Augen die ersten Geschichten von King verschlungen hat. Leseempfehlung mit Krönchen!

"Wasser" erscheint am 12.03.2015 beim Verlag Torsten Low und kann bereits vorbestellt werden *klick*

"Wasser" gibt es auch bei Amazon *klick*

Freitag, 13. Februar 2015

Fleisch 2 - Horror-Anthologie

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Mit Anthologien ist das ja oft so eine Sache.
Es ist eher selten der Fall, dass ich mich für jede Geschichte einer solchen Sammlung begeistern kann. Tatsächlich muss ich hier aber mit Anlauf meinen Hut ziehen.

Dieses beim Eldur-Verlag erschienene Sammelsurium der Grausamkeiten wartet mit altbekannten Namen auf, gibt aber auch Newcomern eine Chance.

Autoren wie z.B. John Aysa, Markus Kastenholz, Sönke Hansen, Peter Lancester, Bernhard Giersche, Torsten Exter, Thomas Backus, Torsten Scheib, Sören Prescher und Thomas Williams waren mir bereits vorher ein Begriff.
Da ahnte ich bereits, was ich zu erwarten hatte – und ich bekam sogar noch viel mehr. Jede einzelne Story packte mich hart im Genick und ließ somit keine Wünsche mehr offen.

Eigentlich möchte ich keinen Autor besonders hervorheben, weil jeder auf seine ihm eigene Art reichlich auf dem Kasten hat. Aber da wir schon beim Kasten sind:
Markus Kastenholz hat mich ganz besonders mit „Jenseits der Gleise“ so dermaßen gut abgeholt, dass es mir fast die Kuschelsöckchen ausgezogen hätte. Respekt, Mann!!!

Thomas Williams „Pornozismus“ war absolut mein Ding. Eine völlig abgedreht, absurde Story, die einen vor lauter Spaß fröhlich mit dem Fuß wippen lässt. Genau mein Ding.

Dann waren da noch Autorinnen und Autoren, von denen ich zwar gehört, aber noch nicht viel bzw. gar nichts gelesen hatte.
Als da wären: Antje Ippensen, Piper Marou, Rosa leber, Alisha Godoy, Michael Hauenstein und Cassandra Schwartz.

Meine besonderen Favoriten waren hier Antje Ippensen und Rosa Leber, die mich mit ihren Geschichten komplett vom Hocker gerissen haben. Auf euch werfe ich künftig ein riesengroßes Leser-Auge. Sehr gerne in Zukunft mehr von den beiden. Genau so etwas braucht die Horror-Welt. Danke dafür.

Alle hier nicht Erwähnten waren deswegen aber nicht minder gut. Es würde nur einfach den Rahmen sprengen, auf jede Story einzugehen. Darum hier nur meine Highlights und ein Gesamteindruck.

Einziger Meckerpunkt ist für mich die Schriftgröße. Dies ist aber nicht nur bei diesem Buch ein Problem gewesen, sondern scheint derzeit auch bei anderen Verlagen groß in Mode zu sein.
Für's bloße Auge mittleren Alters zu klein, für die Lesebrille schon fast wieder zu groß. Auf dem Reader wäre das sicher kein Problem, aber für nicht mehr ganz taufrische Printliebhaber stellt diese Schriftgröße eine nette Herausforderung dar. Allerdings entschädigt der durch die geringere Seitenzahl sicherlich günstigere Kaufpreis ein wenig für die erlittene Anstrengung.

Ich bin dann mal beim Optiker.

Fazit:

Eldur hat mit „Fleisch 2“ eine gut durchwachsene, unterhaltsame und vielseitige Anthologie hingelegt, die qualitativ den Veröffentlichungen der großen Verlage in nichts nachsteht. Von der Gänsepelle bis zum Magensalto war hier jede Reaktionsvariante vertreten. Die Auswahl stimmt hier bis ins Detail.
Eben habe ich für mich auch Teil 1 entdeckt (sehr fieses Cover!). Ich bin ziemlich sicher, dass ich den Kauf nicht bereuen werde. Einmal Blut geleckt – ihr kennt das sicher...

Fleisch 2 gibt es hier *klick*

Mittwoch, 14. Januar 2015

Ruhiggestellt - Martin S. Burkhardt

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Klappentext:

„Lenny Eggert freut sich auf ein gemütliches Wochenendfrühstück mit seiner Familie. Doch das Leitungswasser will nicht kochen. Sie wohnen in einem Neubaugebiet. Vielleicht ist das Wasser bei Bauarbeiten verunreinigt worden. Lenny bittet seinen Freund Joachim, eine Probe zu nehmen und im Labor seines Arbeitgebers zu untersuchen. Als Joachim am Ende des Tages wieder nach den Versuchstieren sieht, liegen sie apathisch in ihren Käfigen. Ist eine Substanz mit Absicht ins Leitungswasser gegeben worden, um den bevorstehenden G8 Gipfel zu sabotieren? Hinter dem Neubaugebiet befindet sich das edle Schlosshotel, in dem die Regierungschefs in Kürze einen Abend lang zu Gast sein werden.
Lenny sorgt sich um seine Familie und forscht weiter nach. Kurze Zeit später ruft Joachim erneut an. Die zu Paaren eingesperrten Tiere haben sich gegenseitig zerfleischt. Übrig geblieben sind nur die jeweils Stärkeren.
Ist die Substanz im Wasser dafür verantwortlich? Und wie werden die Menschen darauf reagieren?“


Bereits mit „Seelentausch“ konnte Martin S. Burkhardt mich in vollem Maße überzeugen. Auf der Suche nach mehr von diesem Autor, entdeckte ich noch „Parkdeck B“, das ich kurzerhand in meiner Wunschliste parkte.
Dort hat es auch die längste Zeit sein Dasein gefristet, denn nach „Ruhiggestellt“ muss ich mir dringend noch etwas mehr Burkhardt reinziehen.

Zwar beginnt der Roman eher ruhig, um dann aber stetig mehr an Fahrt aufzunehmen, sodass man recht schnell an der Angel hängt.
Schnarchige Längen konnte ich somit auch nicht ausmachen. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten.

Obwohl der Klappentext einen herkömmlichen Zombieschmöker vermuten lässt, würde ich „Ruhiggestellt“ nicht NUR als solchen bezeichnen. Vielmehr haben wir es hier mit einem intelligent gestrickten Thriller zu tun, der mit einigen unerwarteten Wendungen aufmarschiert und auch nebenher ein wenig den politischen Hintergrund der „Sache“ beleuchtet.

Ein Horrorszenario, welches gleich in unserer Nachbarschaft geschehen könnte, trifft einen irgendwie härter, wie ich finde. Deshalb begrüße ich auch den Schauplatz Deutschland. Substanzen im Trinkwasser – so abwegig ist das gar nicht – man möchte sich das lieber nicht vorstellen.

Ich bin dann mal weg, „Parkdeck B“ kaufen.

Fazit:
„Ruhiggestellt“ überzeugt durch einen gut durchdachten, spannenden Plot, eine sympathische Erzählweise und der Tatsache, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. Gerne mehr von Martin S. Burkhardt.

Ruhiggestellt gibt es hier *klick*

Dienstag, 13. Januar 2015

Prinzessin 3 - Die letzte Kriegerin, John Aysa

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Klappentext:

Dem Chaos und der Gewalt entflohen findet sich She auf einem Schiff wieder. Ziel: Neuanfang der Zivilisation. Doch die Reise steht unter keinem guten Stern. Angriffe von innen und außen lassen das beschädigte Schiff havarieren. Die Schiffbrüchigen finden sich in einer extrem feindlichen Umwelt wieder. Die Rettung entpuppt sich fatalerweise als das Gegenteil: Aus der Reise ins Paradies wird eine Höllenfahrt. Der Wahnsinn, dem She begegnet, lässt sich nur mit gleichen Mitteln bekämpfen, und die Offenbarungen, die sie erfährt, bringen eine Welt zum Einsturz. Aber es wäre nicht She, wenn sie sich nicht mit brachialer Gewalt wehren und dem Irrsinn dabei noch eins draufsetzen würde …

So, nach den ersten beiden Teilen von John Aysas „Prinzessin“ sowie dem literarischen Paukenschlag „Gott der Tentakel“ bin ich ein mehr oder weniger abgebrühtes Stück Leserschaft. Mir kann nichts mehr imponieren. Das war’s. Danke für das Gespräch.

Von wegen!

Glaubt das niemals, never ever, niemals nicht, wenn ihr euch ein Buch von John Aysa kauft!

Ich habe beim besten Willen keine Ahnung, wie dieser Autor das macht, woher er diesen nicht enden wollenden Scheißestrahl nimmt, der aus dem Buch heraus auf einen draufspritzt, sobald man den Buchdeckel auch nur einen Millimeter weit anhebt.

Weiterhin habe ich keine Ahnung, wie es ihm immer wieder gelingt, mitten in diesen übertrieben hohen Kothaufen so etwas wie eine Handlung zu platzieren. Aber das tut er. Und er tut das richtig gut. Allerdings muss man schon aufpassen, dass man in diesem ewig währenden Metzel- und Körpersäfte-Spektakel nicht den Überblick verliert. Die ersten beiden Teile sollte man schon kennen, ansonsten hat man keine Chance.

Und das Ende ist mal wieder episch, aber mehr sage ich dazu nicht. Das Ende? Dieses Mal könnte es das tatsächlich gewesen sein. Aber von mir aus darf SHE sich sehr gerne noch durch weitere Teile metzeln. Vielleicht steckt das entsprechende Potenzial in ihren Töchtern, Enkelinnen oder Urenkelinnen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Um zurück zum Kot zu kommen:
Ja, es ist extrem, es ist eigentlich schon too much, und trotzdem kann man jedem weiteren Teil etwas abgewinnen. Weil man ein Fan ist. Weil SHE rockt. Und weil ich es einfach liebe, wie dieser Mann uns SHEs Geschichte vor die Füße hustet, wie es kein Zweiter kann. An dieser Stelle verbitte ich mir selbst auch jeden weiteren Vergleich mit Autoren wie Edward Lee oder Wrath James White. Sie alle haben ihren eigenen Stil – John Aysa ist nicht wie dieser oder jener Autor. John Aysa ist eine ganz eigene Marke.
Gäbe es einen Wettbewerb um das Verhältnis von Fäkalsprache zu „auf die Fresse“, wäre ziemlich klar, wer das Ding gewinnen würde.

Man muss eine Rüstung aus in Febreze getränkter Toleranz tragen, um diese Schreibe auszuhalten und lieben zu können. Bei mir ist das definitiv der Fall. Für mich ist das eine Kunstform. Aber ich bin sowieso anders als die anderen.

Darum noch einmal für alle, die nur mit Taschentuch um den Griff einen Einkaufswagen schieben:
Lasst es! Kauft das nicht. Für euch ist das nicht gut. Ihr werdet pikiert, schockiert und traumatisiert sein. Eventuell bekommt ihr sogar einen Stressherpes – ihr wisst schon, dieser Blumenkohl, der einem im Mundwinkel wächst, wenn man sich ganz dolle ekelt. Ihr seid gewarnt.

Und die Aysa-Fans wissen, was nun zu tun ist, oder?
Ich, für meine Begriffe, brauche jetzt meine übliche Dusche.

Fazit:
John Aysa vom Feinsten – Kein anderer Autor beherrscht das Dauerfluchen und Scheißeschleudern auf so eine unterhaltsame und einzigartige Weise.


Prinzessin – Die letzte Kriegerin bekommt ihr hier *klick*