Donnerstag, 8. Januar 2015

Crossover - Fred Ink

crossover


Wenn du in einer mehr als lebensfeindlichen Umgebung zu dir kommst, dein Gedächtnis verloren hast und nichts besitzt, außer der Kleidung, die du am Leib trägst, ist das ein ziemlich mieser Albtraum. Schlimmer wird es, wenn du dich in Gesellschaft weiterer Menschen befindest und du nicht sicher sein kannst, wer auf deiner Seite ist.
Und noch bevor du begriffen hast, dass du bereits wach bist, rennst du um dein Leben.

„Crossover“ von Fred Ink ist eines jener Bücher, die mir immer wieder in Erinnerung rufen, warum ich einst „Horror and more“ ins Leben rief.
Ich tat es, um die coolsten Werke der Indie-Autoren zu finden und vorzustellen. Jene Werke, bei denen ich mich immer wieder kopfschüttelnd frage, wo die Verlage ihre Augen haben, mit welchem Maß da gemessen wird und warum immer wieder nur auf Altbekanntes (und Prominentes) zurückgegriffen wird, wo das Gute doch so nah ist.

Bei diesem Hammer-Schmöker bleibt mir nur zu sagen: Chance verpasst, einen absolut spannenden Pageturner zu verlegen.

Eigentlich mag ich Vergleiche mit anderen Werken oder Autoren nicht, aber tatsächlich ist es so, dass das Genre des Science-Fiction-Horrors ziemlich mager bedient wird. Spontan fallen mir (die letzten Jahre betreffend) nur die „Infiziert-Reihe“ von Scott Sigler und „Dead Sea“ von Tim Curran ein. Und das waren nur die Werke, die ich gut fand.

„Crossover“ würde ich genau dort ansiedeln – allerdings weniger langatmig.

Der fetzig-rockige Erzählstil, die extrem gut geschilderte Umgebung, Charaktere, die sich in bestimmte Richtungen entwickeln oder einfach nur die Tatsache, dass der Autor sein Handwerk versteht – ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll.
Fakt ist jedenfalls, dass ich das Ding am Notebook bis morgens um zwei in einem Happs gefressen habe und danach noch etwas Zeit zum Runterkommen brauchte. An Schlaf war für eine Weile nicht zu denken.

Fred Ink bedient so ziemlich alle Bedürfnisse, die der geneigte Horror-Leser hat: Eine gute Story, tolle Persönlichkeiten, Spannung, Gemetzel und sogar den einen oder anderen „Herzmoment“. Selbst für Saukram gab es etwas Raum, aber sicher nicht aus der Kuschelabteilung. Aber lest selbst!

Wer auf abgedrehten Science-Fiction-Horror steht und nichts gegen reichlich Action und eine angemessene Dosis Splatter hat, sollte hier dringend zugreifen. Schade, dass solche Werke inzwischen eher rar gesät sind. Sehr gerne mehr davon.

Fazit:

Was bekommt man, wenn man „Crossover“ kauft?
Spannung, pure Action und eine erhöhte Herzfrequenz – mit anderen Worten einen Pageturner!

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