Dienstag, 13. Januar 2015

Prinzessin 3 - Die letzte Kriegerin, John Aysa

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Klappentext:

Dem Chaos und der Gewalt entflohen findet sich She auf einem Schiff wieder. Ziel: Neuanfang der Zivilisation. Doch die Reise steht unter keinem guten Stern. Angriffe von innen und außen lassen das beschädigte Schiff havarieren. Die Schiffbrüchigen finden sich in einer extrem feindlichen Umwelt wieder. Die Rettung entpuppt sich fatalerweise als das Gegenteil: Aus der Reise ins Paradies wird eine Höllenfahrt. Der Wahnsinn, dem She begegnet, lässt sich nur mit gleichen Mitteln bekämpfen, und die Offenbarungen, die sie erfährt, bringen eine Welt zum Einsturz. Aber es wäre nicht She, wenn sie sich nicht mit brachialer Gewalt wehren und dem Irrsinn dabei noch eins draufsetzen würde …

So, nach den ersten beiden Teilen von John Aysas „Prinzessin“ sowie dem literarischen Paukenschlag „Gott der Tentakel“ bin ich ein mehr oder weniger abgebrühtes Stück Leserschaft. Mir kann nichts mehr imponieren. Das war’s. Danke für das Gespräch.

Von wegen!

Glaubt das niemals, never ever, niemals nicht, wenn ihr euch ein Buch von John Aysa kauft!

Ich habe beim besten Willen keine Ahnung, wie dieser Autor das macht, woher er diesen nicht enden wollenden Scheißestrahl nimmt, der aus dem Buch heraus auf einen draufspritzt, sobald man den Buchdeckel auch nur einen Millimeter weit anhebt.

Weiterhin habe ich keine Ahnung, wie es ihm immer wieder gelingt, mitten in diesen übertrieben hohen Kothaufen so etwas wie eine Handlung zu platzieren. Aber das tut er. Und er tut das richtig gut. Allerdings muss man schon aufpassen, dass man in diesem ewig währenden Metzel- und Körpersäfte-Spektakel nicht den Überblick verliert. Die ersten beiden Teile sollte man schon kennen, ansonsten hat man keine Chance.

Und das Ende ist mal wieder episch, aber mehr sage ich dazu nicht. Das Ende? Dieses Mal könnte es das tatsächlich gewesen sein. Aber von mir aus darf SHE sich sehr gerne noch durch weitere Teile metzeln. Vielleicht steckt das entsprechende Potenzial in ihren Töchtern, Enkelinnen oder Urenkelinnen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Um zurück zum Kot zu kommen:
Ja, es ist extrem, es ist eigentlich schon too much, und trotzdem kann man jedem weiteren Teil etwas abgewinnen. Weil man ein Fan ist. Weil SHE rockt. Und weil ich es einfach liebe, wie dieser Mann uns SHEs Geschichte vor die Füße hustet, wie es kein Zweiter kann. An dieser Stelle verbitte ich mir selbst auch jeden weiteren Vergleich mit Autoren wie Edward Lee oder Wrath James White. Sie alle haben ihren eigenen Stil – John Aysa ist nicht wie dieser oder jener Autor. John Aysa ist eine ganz eigene Marke.
Gäbe es einen Wettbewerb um das Verhältnis von Fäkalsprache zu „auf die Fresse“, wäre ziemlich klar, wer das Ding gewinnen würde.

Man muss eine Rüstung aus in Febreze getränkter Toleranz tragen, um diese Schreibe auszuhalten und lieben zu können. Bei mir ist das definitiv der Fall. Für mich ist das eine Kunstform. Aber ich bin sowieso anders als die anderen.

Darum noch einmal für alle, die nur mit Taschentuch um den Griff einen Einkaufswagen schieben:
Lasst es! Kauft das nicht. Für euch ist das nicht gut. Ihr werdet pikiert, schockiert und traumatisiert sein. Eventuell bekommt ihr sogar einen Stressherpes – ihr wisst schon, dieser Blumenkohl, der einem im Mundwinkel wächst, wenn man sich ganz dolle ekelt. Ihr seid gewarnt.

Und die Aysa-Fans wissen, was nun zu tun ist, oder?
Ich, für meine Begriffe, brauche jetzt meine übliche Dusche.

Fazit:
John Aysa vom Feinsten – Kein anderer Autor beherrscht das Dauerfluchen und Scheißeschleudern auf so eine unterhaltsame und einzigartige Weise.


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Kommentare:

  1. Immer noch nicht gelesen (Bin gerade an dem wunderbaren Z-Burbia, nicht ultrabrutal, eben zombiebissig und etwas kannibalistisch und viel zum Schmunzeln und Lachen. Elsbeth wird/muss dir gefallen), nur kurz mit John ausgetauscht. Und haben uns dabei ein junges Elternpaar vorgestellt, das seine Bücher kennt und dessen kleine Tochter plötzlich mit kindlichem Stimmchen verkündet, wenn sie groß ist, will sie Prinzessin werden. Stell dir die Gesichter vor.

    Gruß
    Harry

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  2. Z-Burbia? Da muss ich doch gleich mal gucken. Wie konnte das an mir vorbei zischen?

    LG
    Carmen

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