Mittwoch, 14. Januar 2015

Ruhiggestellt - Martin S. Burkhardt

ruhiggestellt


Klappentext:

„Lenny Eggert freut sich auf ein gemütliches Wochenendfrühstück mit seiner Familie. Doch das Leitungswasser will nicht kochen. Sie wohnen in einem Neubaugebiet. Vielleicht ist das Wasser bei Bauarbeiten verunreinigt worden. Lenny bittet seinen Freund Joachim, eine Probe zu nehmen und im Labor seines Arbeitgebers zu untersuchen. Als Joachim am Ende des Tages wieder nach den Versuchstieren sieht, liegen sie apathisch in ihren Käfigen. Ist eine Substanz mit Absicht ins Leitungswasser gegeben worden, um den bevorstehenden G8 Gipfel zu sabotieren? Hinter dem Neubaugebiet befindet sich das edle Schlosshotel, in dem die Regierungschefs in Kürze einen Abend lang zu Gast sein werden.
Lenny sorgt sich um seine Familie und forscht weiter nach. Kurze Zeit später ruft Joachim erneut an. Die zu Paaren eingesperrten Tiere haben sich gegenseitig zerfleischt. Übrig geblieben sind nur die jeweils Stärkeren.
Ist die Substanz im Wasser dafür verantwortlich? Und wie werden die Menschen darauf reagieren?“


Bereits mit „Seelentausch“ konnte Martin S. Burkhardt mich in vollem Maße überzeugen. Auf der Suche nach mehr von diesem Autor, entdeckte ich noch „Parkdeck B“, das ich kurzerhand in meiner Wunschliste parkte.
Dort hat es auch die längste Zeit sein Dasein gefristet, denn nach „Ruhiggestellt“ muss ich mir dringend noch etwas mehr Burkhardt reinziehen.

Zwar beginnt der Roman eher ruhig, um dann aber stetig mehr an Fahrt aufzunehmen, sodass man recht schnell an der Angel hängt.
Schnarchige Längen konnte ich somit auch nicht ausmachen. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten.

Obwohl der Klappentext einen herkömmlichen Zombieschmöker vermuten lässt, würde ich „Ruhiggestellt“ nicht NUR als solchen bezeichnen. Vielmehr haben wir es hier mit einem intelligent gestrickten Thriller zu tun, der mit einigen unerwarteten Wendungen aufmarschiert und auch nebenher ein wenig den politischen Hintergrund der „Sache“ beleuchtet.

Ein Horrorszenario, welches gleich in unserer Nachbarschaft geschehen könnte, trifft einen irgendwie härter, wie ich finde. Deshalb begrüße ich auch den Schauplatz Deutschland. Substanzen im Trinkwasser – so abwegig ist das gar nicht – man möchte sich das lieber nicht vorstellen.

Ich bin dann mal weg, „Parkdeck B“ kaufen.

Fazit:
„Ruhiggestellt“ überzeugt durch einen gut durchdachten, spannenden Plot, eine sympathische Erzählweise und der Tatsache, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. Gerne mehr von Martin S. Burkhardt.

Ruhiggestellt gibt es hier *klick*

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen