Dienstag, 24. März 2015

Die Rache der Toten - Michael White

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Klappentext:

Die sterblichen Mörder ihrer Familie sind tot – doch Lees Rachedurst ist immer noch nicht gestillt.
Mit Hilfe der unruhigen Toten beschwört sie ein Wesen aus der Unterwelt herauf und fordert damit die Uralten heraus.
In der goldenen Stadt enthüllen sie Lee endlich den wahren Grund für ihre Verwandlung in ein Kind der Nacht – sie soll das Portal öffnen, hinter dem sich die Blutgöttin in ihrem unruhigen Schlummer wiegt.
Lee begibt sich auf die Suche nach dem Portal – nicht wissend, dass ihre alte Feindin Catherine die Rückkehr der Göttin um jeden Preis verhindern will. Währenddessen planen die Uralten die Macht der Göttin an sich zu reißen – und der Preis dafür ist Lees unsterbliche Seele…

Gleich vorab sei gesagt, dass „Die Rache der Toten“ eine Fortsetzung ist. Der erste Teil, „Die Fährte der Toten“, wurde bereits von mir für gut befunden und auch in meiner bescheidenen Gruft besprochen.

Wie ich bereits in meiner ersten Besprechung betonte, bin ich noch immer kein Fan von Vampiren. Da Lee, die eigenwillige knallharte Kämpferin, sich jedoch positiv vom Einheitsbrei der Glitzerwelt absetzt, darf man auch hier wieder getrost zuschlagen.

Obwohl auch hier wieder die Charakterzeichnung im Vordergrund steht (Lee ist keine Allerweltsvampirin, sondern ursprünglich ein Mensch, der es sich weiß Gott nicht leicht macht), kommen in diesem zweiten Teil auch die Dialoge nicht zu kurz.
Dabei wäre es mir etwas weniger gesprächig vielleicht lieber gewesen, denn es schadet der düsteren, stimmungsvollen Atmosphäre, die mich im ersten Teil so aus den Latschen gehoben hat. Sicher ging dem angenehmen, unterhaltsamen Schreibstil dadurch nichts verloren, aber weniger ist manchmal mehr.
Dazu fällt mir spontan wieder die Entwicklung von „The Walking Dead“ ein. Dort ist man inzwischen an einem Punkt, an dem man vor lauter Gelaber und schicksalsträchtigen Gesprächen am liebsten ins Koma fallen möchte.
„A little less conversation, a little more action, please!“ – wie der King einst zu singen pflegte.
Hier war es jetzt nicht so schlimm, ich neige zu Übertreibungen, aber mehr dürfte davon auch nicht eingebaut werden.

Trotzdem war auch dieser zweite Teil wieder ein Genuss. Offene Fragen wurden beantwortet, Action war trotzdem reichlich vorhanden, und der Autor hat eine einigermaßen komplexe Welt mit Pageturner-Potenzial erschaffen.
Man sollte aber den ersten Teil gelesen haben, sonst wird es schwierig.
Für die kleinen Ferkel unter euch: Lee hat eine nette Freundin, und zimperlich ist sie auch nicht.

Fazit:
„Die Rache der Toten“ von Michael White ist eine gelungene Fortsetzung, die ziemlich sicher auch Vampirgegnern gefallen kann. Ich vergebe 4,5 Sterne, die ich beim großen Amazonas auf 5 aufrunde. Der halbe Stern ist mir leider in den Dialogen abhanden gekommen.

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