Dienstag, 22. September 2015

Chaska - Tochter aus dem Eis - John Aysa


Klappentext:
Ein Fantasyepos vom Autor der berüchtigten "Prinzessin" Romane: Chaska lebt wohl behütet mit ihrer Mutter im rauen Norden der Eysen, abgeschottet vom Rest der Welt. Als die geplante Reise in die Länder des Südens vorzeitig zu einer wilden Flucht gerät, wird das Leben des Mädchens komplett auf den Kopf gestellt. In der Fremde sieht sie sich gezwungen, Demütigung und Ächtung auf sich zu nehmen. In der Zwischenzeit wächst eine von grenzenlosem Wahnsinn getriebene Bedrohung heran, die das Antlitz der Länder auf alle Zeiten zum Schlechteren ändern kann. Das Reich der Kriegerfrauen sieht sich den ersten Ausläufern des Unheils gegenüber. Wie der Rest der Welt wissen auch die Kämpferinnen nichts von der gottgleichen Macht im Hintergrund, die darangeht, einzugreifen. Chaska, die mit allen Mitteln darum kämpft, eine Kriegerin der Fünf Ringe zu werden, um ihr angestrebtes Ziel zu erreichen, muss erkennen, dass sie weit mehr Geld braucht, als sie hat. Der Weg, den sie beschreitet, um es zu erlangen, führt direkt ins Desaster.

John Aysa goes FANTASY! Krass, oder?

Diese Tatsache beförderte zuallererst eine meiner Augenbrauen in die Höhe. Nach allem, was Aysas „Prinzessin“ mir angetan hatte, konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass dieses Genre in irgendeiner Form aysafiziert werden könnte.

Konnte es aber.

Nun gut, man wird nicht gleich auf der ersten Seite mit haufenweise Dreck beworfen. Dafür aber gleich eine Seite weiter. Smileys machen sich ja bekanntlich in Rezensionen nicht so gut, also verkneife ich mir an dieser Stelle einen.
Tatsächlich ist es so, dass unsere Heldin Chaska erst einmal aufwachsen muss, bevor sie uns She-like mit Blut und Gedärm überhäufen kann. Das heißt aber nicht, dass alle anderen Gestalten in diesem Roman dies nicht können.
Da „Chaska“ laut Aussage seitens des Autors aus demselben Universum wie „She“ stammt, dürfen wir uns auch hier an John Aysas satter, testosterongetränkter Schreibe erfreuen. Das Reich der Kriegerfrauen, in dem Chaska sich beweisen und entwickeln muss, ist ein hartes Pflaster. Auch dort wird kein Blatt vor den Mund genommen, wenn es darum geht, die Dinge beim Namen zu nennen.

Kleines Zitat aus einem Gespräch zwischen Chaska und deren Mutter (Ich hoffe, das ist für Verlag und Autor okay):
„Aber die Sache mit Schwanz und Möse habe ich dir erklärt, oder?“
„Mama!“
„Ah, gut. Dann weißt du übers Ficken Bescheid.“
Mama!

Noch Fragen?

Der Tonfall ist und bleibt derbe. Daran gibt es nichts zu rütteln. Und ich liebe es!
Nein, ich brauche nicht auf Gedeih und Verderb diese extreme Ausdrucksweise. Aber was soll ich tun? Es ist so verflucht unterhaltsam, dass es mich einfach jedes Mal aufs Neue packt, wenn ich einen neuen Schmöker von John Aysa in den Händen halte. Mal abgesehen von alle dem krassen Zeug, kann dieser Autor nämlich auch großartige Charaktere und Schauplätze erschaffen. Wie ein bekannter Fernsehsender so treffend sagt: Mittendrin, usw.
In „Chaska“ ist man mehr als mittendrin. Man lebt die Story, als wäre man eine der Figuren.
Ich nenne diese atemberaubend fetzigen Bücher von Aysa auch gerne mal „Movie-Lit“, weil ich eigentlich keinen anderen Autor kenne, der Kämpfe und Gemetzel derart plastisch schildern kann.
Da wird dann mit einem eleganten „Knack!“ ein Schädel gespalten, und man wünscht sich eigentlich nur noch eine weitere freie Hand, mit der man in den Popcorneimer greifen möchte.
„Chaska“ ist, wenn ich korrekt informiert bin, als Trilogie ausgelegt. Ich kann es kaum erwarten, diese stinkende, raubeinige Welt erneut zu betreten und die spannende Geschichte erneut aufzugreifen.

Inzwischen muss ich wohl die zarten Pflänzchen nicht mehr warnen. John Aysa ist ein schreibender Gewaltakt. Nehmt es hin oder langweilt euch weiter.
No more words.

Fazit:
Mehr, John, mehr! Schreib schneller, los, mach schon!

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